Pizza Connection logo

Wenn es um Eßbares aller Art geht, bin hier ich zuständig - also landete die neue Pizzabäckersimulation von Software 2000 in meinem Testofen. Und selten hat mir ein Softladen so gemundet wie dieses Wahnsinngame!

Eigentlich sol les hier aber natürlich den Gästen munden, denn Pizza Connection ist eine Wirtschaftssimulation im wahrsten Sinn des Wortes: Der Spieler simuliert den Besitzer einer Wirtschaft. Als solcher hat man in Konkurrenz zu sieben menschlichen oder digitalen Mitbewerberb eine internationale Restaurant-Kette aufzubauen, wobei das launige Gameplay irgendwo zwischen "Sim City", "Mad TV" und "Der pate" angesiedelt ist.

Und weil man dabei nicht einfach irgendeinen Ersatz-Mario mimen will, darf eingangs eine passende Identität gewählt werden - von Bruno Backwahn bis Torsten Tortellini stellen sich allerlei Lichtgestalten zur Verfügung, komplett mit Charakterwerten wie Alter, Intelligenz und Vermögen.

Auch der frei wählbare Standort der Heimatbasis ist nicht ganz unwichtig, die Karriere kann in Weltstädten wie Berlin oder Paris beginnen. Im Sinne eines guten Geschäfts werden diese Örtlichkeiten dann in drei Vergrößerungsstufen aus der Vogelperspektive begutachtet, und man studiert die Einwohnerzusammenstellung in den verschiedenen Bezirken.

So versprechen z.B. viele Geschäftsleute eine zahlungskräftige Kundschaft, stellen aber auch Ansprüche an Ausstattung und Qualität, während sich Jugendliche eher für poppiges Interieur und moderate Preise begeistern. Per Mausklick werden nun die leerstehenden Läden in der Wunschgegend inspiziert; bei Gefallen kann man die Verhandlungen mit dem zuständigen Maklerbüro aufnehmen.

Sind diese Formalitäten erledigt, geht es an die Einrichtung: Vom Second Hand-Hocker über den Marmortisch bis zum stilvollen Steinbackofen stehen insgesamt 180 verschiedene Möbel zur Verfügung, die je nach Zielgruppe und Preis sorgsam ausgewählt werden sollten.

Ja, man kann sogar eine Musik-Box aufstellen, aber auch dabei ist Umsicht geboten. Denn wer etwa den roten Capri im Meer versinken läßt, sollte sich erstens auf ältere Semester als Kundschaft einstellen und muß sich zweitens diese Schnulze auch in Wirklichkeit anhören. Andererseits lockt gepflegter Techno-Lärm wohl eher Hungerleider vom Schlage eines Joker-Redakteurs ins Lokal...

Man sieht schon, daß hier buchstäblich alles mit jedem zusammenhängt, und tatsächlich könnte dieser Text erheblich kürzer ausfallen, wenn wir uns auf jene Features beschränkten, die dieses hochkomplexes Game nicht bietet.

So ist es schon mal nicht möglich, einen Pizzaservice zum Mars zu veranstalten, doch ansonsten strotzt das Programm nur so vor kleinen, aber liebevollen Details: Durch Anklicken von Satzbruchstücken kann man z.B. seine eigenen Werbezettel entwerfen, und wer dabei völligen Blödsinn verzapft, wird die Kundschaft wahrhaftig eher abschrecken als anlocken. Mafiabanden bieten luktrative Nebenverdienstmöglichkeiten an, es gibt Feuerversicherungen, Behördenärger und Statistiken en gros.

Wer mag, darf auch ein paar Ratten oder Kakerlaken in den Küchen der Konkurrenz aussetzen, sollte aber über dieser Nacharbeit nicht vergessen, regelmäßig die Tageszeitung zu studieren - neben Klamauk in jeder Form enthält sie oft auch sehr wichtige Informationen.

Zu den unterhaltsamsten Tätigkeiten gehört hier aber in jedem Fall der Erfinden neuer Geschmacks-Kreationen! Dabei hockt man vor einer buchstäblich leeren Pizza und kann sie via Klick auf die Zutatenmenüs mit den leckersten Beilagen (ganz oder kleingehackt) veredeln. Selbst Bananenpizza mit Hummer im Gurkenrand ist ohne weiteres möglich, es fragt sich nur, wer sowas bestellen soll.

Wer hingegen stets die passenden Vorräte parat hält, immer geschmackvoll kocht und nicht zuviel Geld ausgibt, wird bald einen weiteren Freßtempel eröffnen können. Vielleicht diesmal etwas Edles in bester Lage? Oder gar eine Außenstelle in Moskau?

Freilich kann man sich mit zunehmender Große seines Kalorien-Imperiums nicht mehr um jede Pepperoni persönlich kümmern, aber wozu gibt es Geschäftsführer - die Kompetenzen der Filialleiter (Einkauf, Preisgestaltung, Änderung der Speisekarte oder Personalmanagement) sind sogar nach Gutdünken variierbar.

All das war nur ein kleiner Einblick in die vielen Möglichkeiten dieses Games, doch wollen wir ja auch die technische Seite der Medaille nicht ganz unter den Restauranttisch fallen lassen. Dabei sticht zunächst die witzige Comic-Grafik der Zwischenscreens ins Auge, für die "Mad" und "Mad TV" wohl gleichermaßen Pate standen.

Die sauber scrollenden Straßenzüge geben sich dagegen ganz seriös und sind von geschäftig hin- und hereilenden Autos bevölkert, während man das Innere seines Lokals aus der Vogelperspektive begutachten kann.

Hier läßt sich tatsächlich jeder Stuhl und jeder Tisch dort hinstellen, wo er nach Meinung des Spielers hingehört, und bei Hochbetrieb füllt sich der Schuppen dann auch mit Gästen.

Freilich ist die Optik insgesamt eher nett als spektakulär, wird aber von schicken Melodien und durchdachten Sound-FX (etwa Stimmengewirr in der Kneipe oder Motorbrummen in der Stadt) umrahmt. Auch der stets willigen Maus/Icon-Steuerung kann man nichts Böses nachsagen.

Wer also satirische und dennoch tiefschürfende Wirtschaftssimulationen wie "Mad TV" mag, der wird von Pizza Connection mit Sicherheit hingerissen sein. Und damit läßt sich dem Spiel eine große Zukunft prophezeien: Dieser Softteigfladen ist ein Hit, der gerade uns ausgehungerten Amiganern noch lange schmecken wird! (jn)



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Price: £29.99 Publisher: Microprose 01454 326 532

Conquer the pizza world in Microprose's latest sim. But go easy on the anchovies OK?

Crikey, Microprose in humorous game shocker. That's right, those purveyors of fine quality but oh so serious sims have produced, well, another sim, but managed to inject plenty of Theme Park style humour this time round. Pizza Tycoon deals with all aspects of pizza emporium management and starting off with an insignificant little number of shops on the quiet side of town, the not so simple aim is to create a fast food global empire to rival the likes of McDonalds and Burger King whilst running your competitors into the ground at the same time.

The game itself can be played in two ways. 'Free mode' doesn't have a specific aim and allows you to play as your wish for as long as you like in a similar style to Maxis' Sim games.
'Mission mode' presents a number of Cvs to choose from, with the aim being to relieve that particular life as closely as possible.

Choosing a country in which to start your empire is the first objective and Berlin in Germany is recommend for beginners as the rents are comparatively cheap here. Any propery available can be rented or brought outright, but with the limited funs on offer at the start of the game you're most likely to end up renting a property on the cheaper outskirts of town. Whether to chose Berlin or not, setting up the whole operation is an expensive business.

First things first
First off the premises need to have flooring, furniture and most importantly one or more ovens with which to cook the pizzas. A range of customer pleasing extras such as Space Invaders machines are also available.

Products come in a number of price ranges and it's important to get the mix between cost and quality right. This is because the site of each restaurant will be in a particular catchment area. For instance, the centre of town is more likely to be populated with business types so if based there you might want to design a sleek modern-looking restaurant whereas a cosy look t attract the middle aged would be more suitable in the suburbs.

Once the fittings are complete it's time to look at hiring some staff. Waiters or waitresses, managers and of course chefs all need to be hired to keep everything running smoothly. The more staff you have the quicker the pizzas will hit the customers' tables but of course the more expense you will incur.

There's a range of staff to choose from and depending on how they perform you can raise or lower their wages, send them on numerous and expensive training courses or simply sack them there and then.

Your own character can be chosen from a number on offer, some of which are blessed with more cash than others. While it might seem obvious to pick the character with most money it isn't necessarily so.

Characters also have a range of attributes and rich ones can prove unpopular for instance. This can cost more in the long term as companies will try and charge more for contracts because they know you have the capital to spend. The best bet is to try and choose a character with average attributes and finance or one who fits your playing style.

Publicity also plays an important factor in drawing the crowds to your restaurant, especially in the early days. Press, radio or television campaigns can be conducted to try and spread the good word about your pizzas to as many people as possible. Unfortunately by the time you get to this stage funds will probably be running low, so a quick trip to the bank will be in order.

Dodgy money
There's a number of different banks to choose from but unlike real life most of them are happy to chuck cash your way. The interest rates aren't too extortionate either so keep an eye on the size of loans otherwise the repayments will become impossibly large to mange and 'game over' will beckon. Should things become really desperate then it's possible to borrow money from the shady characters of the underworld either outright or from getting paid for carrying out illegal tasks.

As you can imagine these guys are not to be messed with and if you risk dabbling with the underworld then it's likely that your competitors will too. Thankfully it's not all bad news and if you find yourself well and truly in the black then pay off loans outright or invest the money for a guaranteed steady income.

Other than staff and image, keeping an eye on market research and the newspapers is important for success. From time to time a respected professor might announce that a pizza ingredient is vital for dieting for instance and if one of your pizzas has that particular ingredient or you are quick enough to change your ingredients to make sure it has then you stand to make a killing.

Equally there could be a health scare and if your pizzas contain the culprit ingredient it's advisable to get rid of it quick or watch the business plummet. Altering the pizzas ingredients is a key part of the game.

A menu book is provided containing ingredients for the ideal Margherita pizza and the like but these can be changed to create as even better eat. Pizzas can also be created from scratch and it's possible to create the most disgusting recipes as well as new classics. New pizzas are tested on all walks of life from school kids to businessmen and they award an overall rating for taste and value. Get a good percentage and you're on to a winner.

Mixing business and pleasure
Like Theme Park, Pizza Tycoon blends the statistic heavy business action with some comedic touches to great effect. The characters and situations in the game are at best strange and at worst downright weird. But unlike On the Ball, gameplay is never hampered by these events but rather enhanced.

Ignoring the horrendous loading times from floppy, my main criticism with the game is that you're limited to making pizzas. Surely even the most shabby of pizza parlours dabble with the likes of lasagne and deserts. Creating new ice cream flavours is something I'd definitely like to try!

It would be nice to be able to get involved in the pizza home delivery service too. Judging by the amount of junk mail pizza adverts that get shovelled through my door on a daily basis, this is obviously a fiercely competitive side of the pizza market and would be well worthy of a data disk addition in the future.

The fact that you create your own CV or try out the preset missions gives the game plenty of lastability, as does conducting various shady deals with the underworld. And having restaurant managers takes out the tedium of keeping check on stock and the like.

Overall, Pizza Tycoon is a vastly enjoyable game and assuming you have a hard or external drive is well worth the dough.


Thin crust or raw chicken leg?

Making pizzas from scratch is a key part of the game. A menu book provides recipes for creating standard pizzas, but it is possible to enhance these or even create new masterpieces from scratch. Then it's over to the public to decide whether it's a hit or miss.

Pizza Connection
Starting off witha sensible base of tomato, garlic and three cheeses I went slightly avant garde with the addition of a raw chicken leg.

Pizza Connection
Surprisingly it wasn't as unpopular as you'd think but it's still unlikely to top the best sellers list. Back to the drawing board methinks.