Spy vs Spy 1 logo Spy Vs Spy 2: The Island Caper logo Spy Vs Spy 3: Arctic Antics logo

Kaum wartet man sechs Jahre, schon lassen sich die verfeindeten Spione auch am Amiga blicken! Dafür gibt es sie jetzt gleich in dreifacher Ausfertigung, ist ja wenigstens etwas...

Vor langer, langer Zeit (der Amiga war noch gar nicht auf der Welt) kam eine neue Mode auf: Die Split-screen-Spiele. Hier können auf einem geteilten Bildschirm zwei Spieler gleichzeitig um die Wette gambeln. Die bekanntesten Vertreter dieser Art war eben jene Games um die berühmt-berüchtigten MAD-Spione. Und jetzt wird der Krieg Schwarz gegen Weiß also endlich auch auf der "Freundin" ausgetragen...

Das Spielprinzip ist in allen drei Teilen identisch: Die beiden Spione sitzen in einer mehr oder weniger unwirtlichen Gegend fest und müssen innerhalb einer bestimmten Zeit eine Reihe von Gegenständen finden, um von dort zu entfliehen.

Während der hektischen Sücherei können sie sich durch das Anlegen von teuflischen Fallen gegenseitig das Leben schwer machen. Teil 1 spielt in den Räumen einer Botschaft, Teil 2 auf einer Südsee-Insel und im dritten hat es die Jungs ins ewige Eis verschlagen.

Aber nicht nur die Orte sind unterschiedlich, auch die zur Verfügung stehenden Fallen wurden jeweils der Umgebung angepaßt: Bomben, Sprungfedern, Wassereimer und Selbstschußanlagen sind die Waffen der Wahl in Nr. 1, Kokosnuß-Bomben, Napalm, Gruben, Gewehre und Fallstricke versüßen das Inselleben in Nr. 2, und Nr. 3 bietet schließlich eiskalte Überraschungen in allen Varianten.

Natürlich kann man auch seinen "Kollegen" im anderen Screen besuchen und eigenhändig verprügeln. Gewonnen hat, wer zuerst alle gesuchten Teile aufgespürt und zu einem bestimmten Punkt gebracht hat; schafft es keiner innerhalb des Zeitlimits, na ja, dann geht halt die Welt unter! Genauer gesagt, der Vulkan auf der Insel explodiert, oder es gibt einen tödlichen Eissturm - da strengt man sich beim Suchen doch lieber etwas an, oder?

Zur Orientierung dient eine abrufbare Übersichtskarte, bei Spy vs Spy 1 ist darauf sogar der bisher zurückgelegte Weg zu sehen. Recht nett gemacht ist auch der einstellbare Schwierigkeitsgrad: Spielt man gegen den Computer und stellt diesen auf die niedrigste Stufe ein, läuft dessen Figur andauernd in die eigenen Fallen!

Die Grafik sieht bei allen Teilen so aus, als wäre sie ohne Abstriche übernommen worden - vom C 64! Der Sound kling ST-mäßig, lediglich die Effekte sind ganz erträglich. Aber gottseidank hat man von den Vorläufer-Versionen noch etwas anderes eins zu eins übernommen: die Steuerung. Man kann alles mit Joystick, Maus oder Tastatur steuern, und das äußerst komfortabel.

Wenn Grafik und Sound also auch eher bescheiden sind, langweilig wird der Kampf der Spione so schnell nicht, vor allem zu zweit macht das quirlige Strategie-Gerangel einen Höllenspasß! (mm)