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Fünf lange Jahre ist es her, seit Sega den schon legendären Automaten veröffentlicht hat; jetzt hat Elite das gute Stück nochmal in einer erweiterten Fassung für den Amiga herausgebracht. Und Grandslam legt gleichzeitig bereits den Nachfolger vor...!

Eine Hintergrundgeschichte gibt's in beiden Spielen praktisch nicht - es geht einfach nur darum, sich mit seinem tapferen Helden gegen eine Unzahl von heranrauschenden Feinden durchzusetzen. Dabei muß man ständig in Bewegung bleiben, um den ebenfalls auftauchenden Hindernissen auszuweichen, zur Belohnung warten am Level-ende dann besonders ausgefallene Riesenmonster.

Elites Original erschien ja nun schon vor längerer Zeit, die aufgepeppte Version enthält jetzt aber alle 20 Level des Automaten. Grandslam's "Zweier" wurde dagegen direkt von Segas Mega Drive konvertiert, ist also eigentlich keine richtige Spielhallen-Umsetzung.

Alles schon und gut, aber welcher von beiden ist nun der würdigere Space Harrier?
Das Wichtigste bei dieser Sorte vo 3D-Games ist wohl immer eine schnelle Grafik, denn ohne optisch ansprechende und vor allem rasante Action ist die Motivation bald im Keller. Elite trumpft in dieser Disziplin mit flottem Tempo und einer in jedem Level wechselnden (guten) Grafik auf. Der PAL-Overscan-Screen (rühmliche Ausnahme bei Amiga-Games!) verstärkt das Automatenfeeling noch.

Space Harrier II ist im direkten Vergleich eine äußerst lahme Angelegenheit, man kann sich mit dem Reagieren durchaus Zeit lassen!
Die Grafik ist allerdings etwas detaillierter und ebenso abwechslungsreich, dafür trübt ein fetter NTSC-Streifen den unteren Bildschirm-rand. Beiden gemein ist eine Bonussequenz, bei der gekillt werden darf, ohne daß die armen Feinde etwas entgegenzusetzen haben. Einziger Unterschied: Während man dabei beim Ur-Harrier auf einem Drachen reitet, wird beim Nachfolger per Jet-Board über die Endlos-Ebene gedüst.

In punkto Sound hat Space Harrier I wieder die Nase vorn: Die Musik ist gut, es gibt viele Stücke, zudem hat man für knackige Effekte und eine perfekte Sprachausgabe gesorgt. Und Teil 2? Hier darf man sich entweder die düdelnde Musik oder schlechte FX anhören, die Sprachausgabe ist ebenfalls kaum überzeugend.

Kommen wir zur Steuerung: Beide Games lassen sich mit Joystick oder Maus spielen, wobei auch hier Teil 1 die besseren Karten hat; die Steuerung ist fabelhaft, die Handhabung gut. So ertönt beispielsweise ein Warngeräusch, wenn man auf ein unzerstörbares Objekt zufliegt, und die Gegner sind immer fair.
Die Steuerung beim "Zweier" ist nicht ganz so genau, ein Warnsignal ist bei dem Tempo eh' überflüssig. Highscore-Listen gibt's auch wieder hüben wie drüben, wobei unverständlicherweise keine abgespeichert wird.

Wer sollte sich nun was zulegen? Gerade beim ersten Teil wird sich mancher darüber ärgern, daß er die ältere Version schon gekauft hat, denn ein Umtausch dürfte kaum noch möglich sein. Die richtigen Fans werden wahrscheinlich trotzdem zuschlagen, denn Space Harrier I ist (zumindest meiner bescheidenen Meinung nach, Michael z.B. sieht die Sache wieder etwas anders) eine der besten Automaten-Umsetzungen überhaupt.

Teil 2 ist wohl eher Action-Neulingen zu empfehlen, die ein unkompliziertes Game suchen, das keine übermäßig schnellen Reaktionen verlangt. Alleine die Tatsache daß für Harrier Nummero Uno ganze neun(!) Bildschirmleben bereit stehen, während man im zweiten Streich mit den gebotenen vieren bequem zurecht kommt, spricht eine deutliche Sache! Auch die Option, von Anfang an jeden Level anwählen zu können, ist für unerfahrene JoystickArtisten eine feine Sache, während sie altgedienten Action-Freaks wohl eher auf die Motivation schlagen dürfte. (mm)


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Grandslam, C64 £9.99 cassette, £14.99 disk; Amiga £24.99

Contrary to what the name suggests, Fantasy Land is not a happy place. Well, not since it was tyrannised by the Dark Harrier; sounds evil? Well, by golly he is!

Exactly what Mr Harrier has done wrong is not known but you can be sure that he's a pretty nasty guy; it says so in the extremely concise (i.e. virtually non-existent) scenario! But anyway, just imagine a cross between Dracula, Darth Vader, and Des O'Connor, and you should have some idea how awful he is.

To defeat this evil tyrant a really goody-goody hero is required. Unfortunately all the Fantasylanders have got is a dodgy geezer, going round on a hoverpad and with a gun so big he has to carry under his arm!

Our hero can start his mission on any of 12 levels, each of which has a huge mother alien at the end of it. If all 12 are completed, he gets a showdown with the Dark Harrier himself.

During the course of the game, bonus rounds may occur in which extra points and lives can be gained by blasting as many nasties as possible.


Phil King Zzz... Yawn... What? Oh yeah, the comment! Well, to be honest, I never found Space Harrier that electrifying, so the prospect of a sequel didn't exactly excite me. And the fact that it's so similar to the repetitive original makes Space Harrier II very forgettable. It's more of a remix with different graphics rather than a completely new game. And seeing as the C64 original wasn't all that hot, this isn't a compliment. The Amiga game's technically better with plenty of variety graphically, but apparently Elite are rereleasing the 16-bit original with extra levels - sounds better value to me.
Scorelord This is as subversive a piece of software as you're ever like to see. I mean, alien genocide seems a totally immoral concept for a game if you ask me! In fact, when I was playing, I made sure the aliens always won - who said I couldn't play games? But if, like most moronic humans, mindlessly destroying alien life forms (out of jealousy for their superior intellect, no doubt) is your cup of Vim, then this is an enjoyable but repetitive blast. The Amiga game benefits from fast moving graphics and mouse control. On the 64, however, it doesn't really show any improvement over the mediocre original which is better value at £2.99.