Future Bike Simulator logo

Gewissensfrage an die Programmierer von Hi-Tec: Was nützt die schnellste 3D-Grafik, der aufpeitschendste Sound und der niedrigste Anschaffungspreis, wenn man den Spielspaß vergessen hat?

Als die Regierungen der Welt beschließen, alle Motorräder zu verbieten, erfindet ein Multimillionät halt flugs ein paar Düsengleiter. Und weil er die Kriecher auf der Autobahn schon früher nicht leiden konnte, ist sein Future Bike auch gleich mit einem Ballermann ausgerüstet - alle anderen düsen unbewaffnet durch die Landschaft.

Unser Multi rast über einen Untergrund aus zweifarbigen Querstreifen, links und rechts stehen Objekte, und am Horizon sind Städte oder Berge zu sehen, die keinen Pixel näher kommen. Die Grafik ist ganz erträglich gezeichnet, das Scrolling flüssig, der Sound spritzig und die Geschwindigkeit wahrlich flott. Bloß: Die Gegner sind allesamt langsamer als das eigene Gefährt, der ganze Sinn des Spiels besteht im Ausweichen und Abballern. Noch nicht mal Beschleunigen oder Bremsen ist möglich, alles, was man darf, ist, mal einen Zentimeter höher oder tiefer zu fliegen. Der Witzt dabei bleibt im Dunkel, denn wenn man sich "erhebt", passiert garnix, außer daß man die Geldsäcke auf der Fahrbahn nicht mehr erwischt. Dabei hätte man sich damit zwischen den Levels so tolle Extras wie Schutzschilder, ein unsinniges Radar, Smartbombs, oder Zusatzleben kaufen können.

Kurz und schmerzlos: Weshalb das Game Future Bike Simulator heißt, ist schon rätselhaft; wieso aber jemand dafür die geforderten 29 Mücken ausgeben sollte, ist noch viel, viel rätselhafter! (H. W. Raabe)