East vs West: Berlin 1948 logo

Im Hinblick auf Glasnost und Perestroika und nicht zuletzt die friedliche Revolution vom 9. November 1989 in der DDR, wirkt ein Game, das die Frühzeit des Kalten Krieges wieder aufwärmt, nicht gerade zeitgemäß. Der Hersteller Time Warp möchte sein neues Adventure daher auch als historisches Spiel verstanden wissen...

Der geschichtliche Charakter soll durch ein paar besondere Features betont werden: So werden viele für die damalige Zeit typische Begriffe, wie "Bizon-" oder "Alliierter Kontrollrat" in der deutschen Anleitung erklärt.

Wohl eher als netter Gag am Rande zu verstehen ist das Audiotape mit alten "Wochenschau"-Klängen, das dem Game beiliegt. Diese Kassette kommt gleich zweimal zum Einsatz: Ganz zu Anfang wird sie zur Untermalung des Vorspanns benutzt; während des Spiels erzeugt sie dann die originalgetreue Atmosphäre, wenn sich der Held im Kino die Wochenschau (aus digitalisieren Schwarzweiß-Bildern) ansieht.

Natürlich besteht der Zweck des Spiels nicht darin, alte Wochenschaufilme zu bewundern, vielmehr muß man als CIA-Agent im Berlin des Jahres 1948 eine gestohlene Atombombe ausfindig machen. Dabei wird man mit einigen typischen Geschehnissen konfrontiert, die damals das Alltagsleben prägten, wie patrouillierende Soldaten, Schwarzmarktrazzien, Warteschlangen vor den Geschäften oder Stromausfälle.

Mausgesteuert läuft unser Mann vom CIA durch die Straßen, redet mit Personen und untersucht Gegenstände. Auskünfte über die Stadt erteilen ein Erzähler und ein Fremden führer, die sich melden, sobald man ein Gebäude näher ansehen will. Bei einer Taxifahrt gibt der Chauffeur ebenfalls zu allem und jedem seinen Senf dazu.

Eigentlich könnte dieser PolitKrimie also durchaus Spaß machen, wenn das Programm nicht einige gravierende Mängel aufweisen würde: Das Geschehen sieht man stets durch ein viereckiges Fenster aus der Vogelperspektive, gezeigt wird immer nur ein kleiner Teil einer Berliner Straße.

Will man ein Gebiet verlassen, lädt der Amiga erst einmal die weiteren Bilder nacheinander ein - die meiste Zeit vergeht mit der Warterei auf das nächste Bild, statt mit der Handlung, wie es sein sollte.

Über den Sound muß ich ebenfalls meckern: Ein mitgeliefertes Audiotape darf kein Grund sein, den Computersound selbst so zu vernachlässigen.

Insgesamt ist "Berlin 1948 - East versus West" ein (icongesteuertes) Adventure mit einem interessanten Thema, dessen technische Umsetzung allerdings zu wünschen übrig läßt. (Carsten Borgmeier)



East vs West: Berlin 1948 logo

Rainbow Arts/Time Warp Software, Amiga £24.95

1948: the city of Berlin is split in two. Allied airlifts are the only connection West Berlin has with the rest of the world. But with the airlifts comes a crisis: a nuclear bomb has been smuggled in to this divided city, where the black market rules.

You, as Sam Porter, have to search Berlin for the bomb before Stalin gets his grubbies on it.

The game intro is most informative and its format is quite unusual in that the computer and an audio tape work in synchro to show a very detailed background to the plot in the style of a newsreel.

When play starts you see the streets of Berlin from above with you character, many other characters and vehicles all going about their business.

Controlled entirely by mouse, you point and click to where you want to walk or on people with whom you wish to communicate.

The interaction system is fairly complex and fiddly to use. You click on a character and select the talk icon. You're then given the choice of whether to ask or tell them something and what, where and whom the conversation is to be about.

Each option produces sub-options. Once you've fought your way through all this you may still find that they person you're talking to knows nothing. Enter frustration. There are far too many icons to click through and it becomes a time consuming effort to ask the right questions to the right people.

East vs. West is a boring game apart from the intro and the few laughs you might get from reading the poorly translated manual. They can all blow themselves up as far as I'm concerned.