Stalingrad logo

Die Schlacht von Stalingrad jährt sich gerade zum fünfzigsten Mal - warum also nicht das fünfhundertfünfzigste Strategical dazu herausbringen? Auf diese glorreiche Idee kamen aber weder die Waben-Profis von SSI noch ihre Kollegen von SSG, sondern die relativ unbekannte CCS-Gruppe.

Damit auch ja keiner ihr Spiel mit den Produkten der übermächtigen Konkurrenz verwechselt, hat CCS sogar auf ein Wabendesign bei den Schlachtfeldern verzichtet. Genützt hat es freilich wenig, das Ding wirkt tortzdem wie ein mißlungener Abklatsch der amerikanischen/australischen Fließband-Games:

Wahlweise alleine oder zu zweit darf man Rußland und/oder Deutschland übernehmen, oder dem Compi bei seinem einsamen Zweikampf zuschauen. Direkt über dem knackigen NTSC-Streifen thront eine nichtssagende, gelbliche Landschaft, die von roten und grauen Rechtecken verunziert wird.

Die Rechtecke können auf der gelben Einöde verschoben werden, und das ganze Elend läßt sich über Pfeil-Icons in alle Himmelsrichtungen rück... äh, scrollen. Hinter den übrigen Icons verbergen sich die üblichen Standard-Menüs bzw. Optionen wie Save/Load etc.; halbwegs neu ist lediglich die sogenannte Jump Move-Funktion.

Hier zeigt der Rechner automatisch nacheinander alle Züge an, die er während der letzten Runde ausgeführt hat - in der Praxis aber mehr schlecht als recht.

OK, die Maussteuerung klappt ganz passabel, aber Musik ist nicht, und Effekte (Peng! Peng!) gibt's bloß alle zwanzig Minuten. Viele wird der Profi-Stratege also nicht zu hören bekommen, denn die drei vorhandenen Szenarios sind an einem Nachmittag durchspielt.

Tja, und wir dachten immer, die ersten Gehversuche von Impressions wären der Tiefpunkt des Genres... (mm)