Nightbreed: The Interactive Movie logo

Publisher: Ocean Price: £24.99

HAVING been endlessly questioned and heavily sedated, Aaron Boone tried to take his own life. Somehow his psychiatrist had concluded that he was responsible for 11 particularly gruesome murders - none of which Boone could recall. As he lept in front of the oncoming truck all Boone could think of were the grotesque pictures Decker had shown him. Anyone who could perform such buthery did not deserve to live - the truck hit.

Boone regained consciousness in a white room. Where was he? Heaven? Hell? No, having been struck by the truck, Boone's body was thrown to the side of the road. He had been rushed to the local hospital with no more than a few serious bruises to show for the suicide attempt.

It was while Aaron Boone convalesced that he encountered a somewhat disturbed character by the name of Narcisse. It was from this strange being that Boone first heard of a place known as Midian, a hidden city where monsters of all demoniations live in peace. Decker, Boone's psychiatrist, had convinced him that he was indeed a monster. Midian seemed the natural place for him to go. That night, Boone escaped from the hospital.

Using Narcisse's somewhat sketchy directions, Boone found his way to an abandoned cemetery. Surely this could not be the place. It was then that Boone felt a sharp pain in his shoulder. Someone or something sank their teeth into his already battered body. Running for his life, Boone managed to escape the clutches of his attacker only to run heading into the hands of Decker and the police. Boone heard a volley of gunfire and fell to the ground, dead.

You play the role of Aaron Boone in search of the wondrous world of Midian. The game follows the film's storyline to the letter and as you progress further into the game you will find yourself in some pretty hairy scrapes. Your ultimate goal is to prove your innocence and reveal the identity of Mak, the real killer, to the world.

In order to succeed you will need to call upon the help of the inhabitants of Midian, the Nightbreed.

The game is controlled via the mouse using a simplistic point and click style method. The action is split into two distinct stages, the road to Midian and the underground city itself. During the game you will be called upon to play various arcade sequences, none of which are too taxing. Ultimately you must win though, otherwise the murders will play on your conscience for ever.


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Der neue Film von Cliver Barker (in Deutschland "Cabal: Die Brut der Nacht") hat anscheinend tiefen Eindruck auf die Jungs von Ocean gemacht. Wie anders wäre es zu erklären daß sie von dem Horror-Leckerbissen gleich zwei Versoftungen auf einmal herausbringen?

Ein Adventure im Cinemaware-Stil und ein Actiongame präsentiert Ocean unter diesem Titel. Beide haben natürlich dieselbe Hintergrundgeschichte: Aaron Boone sucht wegen seiner ständigen Alpträume einen Psychiater auf und erfährt, daß er vielleicht für eine ganze Reihe schrecklicher Morde verantwortlich ist.

Völlig verzweifelt versucht er zuerst sich umzubringen und landet dann nach vielen Irrungen und Wirrungen schließlich in Midian, der Heimat der "Nachtbrut". Weil Aaron eine geheimnisvolle Verbindung zwischen seinen Alpträumen und den Ausgeburten Hölle wittert beschließt er, selbst zu einem Geschöpf der Nach zu werden. Mehr sei hier nicht verraten, schauen wir uns lieber mal die Actionvariante von Nighbreed an:

Es handelt sich dabei um ein Action-Adventure, allerdings eines, bei eines, bei dem fast nonstop gekämpft wird. In drei riesigen Leveln lauern unzählige Gefahren: Monster tauchen plötzlich aus dem Nichts auf, ein Sheriff und seine Leute greifen mit Rakten und Flammenwerfern an, usw. Nebenbei darf man sich auch als Sammler und Jäger von Schlüsseln und heiligen Symbolen betätigen. Und damit dabei ja keine Langeweile aufkommt, gibt es darüberhinaus noch einige Zwischenkämpfe und Bonussequenzen.

Die Grafik ist schön, der Sound richtig "höllisch", und auch die Joysticksteuerung bietet keinen Grund zur Klage. Abgesehen von ein paar kleinen Schönheitsfehlern (die Anzeigen-Rahmen ist z.B. etwas zu groß geraten) also ein durchaus empfehlenswertes Actiongame.

Kommen wir zu Horrortrip Nr. 2, dem Nightbreed-Adventure: Das Spiel ist inhaltlich stark an die Filmhandlung angelehnt und erinnert unübersehbar an Cinemaware-Games wie "It came from the Desert". Man fährt mit dem Auto auf einer (recht verzwickten) Karte zu den einzelnen Anlaufpunkten, wobei man ständig auf (zufallsgesteuerte) Überraschungen in Form von Straßensperren, Tankstellen usw. gefaßt sein muß. Dazu gibt es neben ein paar filmähnlichen Zwischensequenzen noch zehn Unterspiele, in denen man den "Nachtbrütern" entkommen muß, mit den Hilfstruppen des Sheriffs kämpfen darf oder durch ein unterirdisches Reich von gigantischen Ausmaßen irrt (Kartenzeichnen ist angesagt...).

Die Grafik ist wunderbar blutrünstig, wenn auch nicht ganz auf Cinemaware-Niveau. Gesteuert wird wahlweise mit Maus, Joystick oder Tastatur, und das ziemlich problemlos. Auch die Soundeffekte sind überzeugend, jedenfalls bis auf die mickrigen Pistolenschüsse. Aber das Wichtigste: Die Mischung aus Strategie und Action spielt sich recht gut - allemal besser, als z.B. "The Lost Patrol", Ocean's erstem Versuch in dieser Richtung.

Der langen Rede kurzer Sinn: mit Nightbreed liegen gleich zwei gute Film-Umsetzungen vor, mehr kann man nun wirklich nicht verlangen! (mm)


Clive Barker - Ein Monster in Menschengestalt?
Als der weltberühmte Autor nach München kam, um seinen neuen Film ein bißchen zu unterstützen, ratet mal, wer ihn da besucht hat? Richtig: Max. Zurückgekommen ist er mit diesem Kurz-Interview, einer tollen Überraschung für Euch und der Erkenntnis, daß Erfinder von noch so grausigen Monstern privat oft die nettesten Menschen sind...
Nightbreed: Photo of Clive Barker (left) & Max Magenauer (right) in 1990

AJ: Clive, "Cabal/Nightbreed" ist ja gerade eben erst versoftet worden, was sagst du als "Betroffener" dazu?
CB: Ich war erst vor kurzem bei Ocean, um mir die Sache mal anzusehen - und mein Eindruck war hervorragend!

AJ: Verwendest du eigentlich selbst einen Computer, z.B. für deine Filme, zum Bücherschreiben oder gar zum Spielen? Und was hältst du von interaktiven Movies?
CB: Interaktive Movies faszinieren mich sehr, ich hoffe, daß ich selbst iregendwann mal in der Richtung was machen kann. Aber meine Texte schreibe ich noch ganz altmodisch mit Papier und Bleistift. Auch bei den Filmen verwenden wir keine Computertricks, sondern gewöhnliche Masken. Für das digitale Entertainment in der Familie ist aber trotzdem gesorgt - mein Bruder Roy arbeitet schließlich bei Psygnosis.

AJ: Gibt es vielleicht deswegen so viele Psygnosis-Games mit Horror-Touch?
CB: Keine Auhnung, ganz ehrlich...

AJ: Zurück zu deinen Filmen - wie kommst du eigentlich dabei mit der Zensur klar? Bei euch in England ist es damit ja nicht so schlimm wie bei uns, so ein Computerspiel oft schon wegen ein paar Tropfen Blut auf dem Index landet...
CB: Was?! Ich habe noch gar nicht gewußt, daß in Deutschland Computerspiele verboten werden können, das ist ja entsetzlich! Aber was meine Filme angeht: Manchmal ist es schon ein regelrechter Kampf; bei "Cabal" z.B. sollen wir ursprünglich 17(!) Szenen kürzen, aber wir konnten die Kerle schließlich auf acht herunterhandeln.

AJ: Was sind die Lieblingsfilme und -bücher von Clive Barker, außer deinen eigenen, versteht sich?
CB: Mein Lieblingsbuch ist "Dark Forces", ein Sammelband mit mehreren Geschichten; mein absoluter Favorit unter den Horrorfilmen ist immer noch die alte Version von "Bride of Frankenstein".

AJ: Letzte Frage - wie sehen die Zukunftspläne aus?
CB: Nun, Pläne hätte ich eine ganze Menge, z.B. für einen Film mit einer Mumie auf einem Skateboard. Oder etwas in der Art wie "Hellraiser meets Nightbreed" - vielleicht als Musical?! Aber mal ganz im Ernst: Als nächstes steht ein Buch mit dem Titel "Imajica" auf dem Programm, über das ich allerdings noch nichts verraten möchte.

AJ: Okay Clive, trotzdem bedanken wir uns sehr herzlich für dieses Gespräch!