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World Series Cricket

Einmal Loser, immer Loser – kaum ließ ich mich vor einem halben Jahr breitschlagen, ein völlig mißratenes Cricket-Game von Soundware zu testen, schon bleibt auch deren nächste Versoftung dieses urbritischen Sports an mir hängen.

World series cricket Aber nein, da naht bereits die Überraschung! Zwar wurde auch dieses Programm in Basic geschrieben (wer beide Disks gleichzeitig einwirft, wird aufgefordert, "AMOS" nachzureichen!?), ist aber leidlich schnell und im Gegensatz zum Vorflopper direkt spielbar. Und das geht ungefähr so: Der "Bowler" von Mannschaft A wirft einen Ball, den der gegnerishe "Batter" mit einem vergrößerten Nudelholz weit fortzuschlagen versucht. Die fänger des A-Teams müssen sich nun den Überflieger greifen, während die zweite Mannschaft bestimmte Zielläufe absolviert...

Für all dies stehen dem Fan neun Commonwealth-Mannschaften von Australien bis Zimbabwe zur Verfügung, weitere können gebastelt werden. Nun darf man sich erstmal fünf Bowler aus dem 11-köpfigen Kader packen, die hintereinander ihre Pflicht tun. Auch die Batter stehen nach dem "Seitenwechsel" zur Wahl, und wenn man erstmal kapiert hat, wie das Bällchen hoppelt, kommt einem die Sticksteuerung der "Kick Off"-Männchen gar nicht so ungeschickt vor.

Die ansonsten mäßige Optik ruckelt kaum, und die besorgniserregenden Sample-FX werden immerhin schon von einer erträglichen Titelmelodie ergänzt. Wunderlich ist nur, daß keinerlei Liga- oder Turniermodus eingebaut wurde; man spielt immer nur gegen ein Team – und finito! Trotzdem: Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein ganz beachtlicher fürs Digi-Cricket. (jn)

Amiga Joker, April 1992, p.74

Amiga Joker
World Series Cricket
Grafik: 43%
Sound: 32%
Handhabung: 61%
Spielidee: 55%
Dauerspaß: 51%
Preis/Leistung: 43%

Red. Urteil: 51%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca 89,- dm
Hersteller: Soundware
Genre: Sport

Spezialität: Zwei Disketten, 1MB erforderlich, Zweier-Modus, englische Anleitung (ohne Regeln).