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Watchtower logo  AGA   A1200 Speziell

Mit der an Straßenecken feilgebotenen Postille „Der Wachturm“ hat dieses Spiel nur den Namen gemeinsam – mit einem indizierten Actiongame aus den 80er Jahren alles weitere. Und das wird auch Jehova sicher gerne bezeugen...

B Watchtower islang hat der englische Newcomer OTM ja nur durch die schrottige 3D-Schleicherei "Virtual Karting" von sich reden gemacht, doch in Teamarbeit mit den finnischen Programmierern von Cyberarts entstand nun ein überraschend brauchbares AGA-Actionspektakel. Was vielleicht nicht ganz so überraschend ist, wenn man weiß, daß der vorliegende Drei Disketten-Turm im Verlauf von rund anderthalb Jahren mühselig aufgeschichtet wurde – nur damit ihn die Amiga-Söldner nun wieder Stück für Stuck in Schutt und Asche legen können.

Das Gameplay ist also schnell umschrieben: Der Spieler soll alles abfackeln, wegsprengen und umballern, was auf dem (von oben nach unten und etwas nach links oder rechts scrollenden) Schlachtfeld kreucht und fleucht. Auch vor einfach nur herumstehenden Soldaten, Panzern, Häusern, Kisten, Wachbooten, Flak-Installationen oder Hubschraubern darf aber nicht haltgemacht werden. Denn zur Auslebung aller destruktiven Triebe hält die Anleitung schließlich eine treffliche Rechtfertigung bereit. Demnach sehen sich die Eurpäische Gemeinschaft und die UN außerstande, sechs über die ganze Welt verstreute Staatsputschisten zur Räson zu bringen. Nein, da muß sich erst ein Amigo in den Kampfanzug zwängen, um den Möchtegern-Diktatoren mit entsicherter Knarre die Leviten zu lesen.

So schwach(sinnig) die Story sein mag, so stark zeigen sich die feindlichen Kriegsherren in der spielerischen Praxis. Der Gegner läßt nämlich gewaltige Heere aufmarschieren und monströses Equipment auffahren: Die Infanterie trabt gleich im Dutzend über den Screen, Mörserbesatzungen feuern mit geübtem Auge, und große Mannschaftspanzer oder Kampfhubschrauber schicken im Strobokopakt ihre zielsuchenden Projektile auf das Spielersprite ab. Keine Frage auch, daß von Landminen oder den extradicken Mittel- und Endgegnern genausowenig Gnade zu erwarten ist wie vom unablässig herabtickenden Zeitlimit. Und wer sich zumindest von Continues oder Levelcodes etwas Erleichterung erhofft, sieht sich ebfenfalls getäuscht – sind die fünf Anfangsleben erst über den Jordan gewandert, beginnt die Schlacht wieder ganz von vorne. Alles in allem ist es daher wirklich sehr zu begrüßen, daß jederzeit Unterstützung durch einen zweiten Mitspieler hinzugerufen werden kann. Denn trotz des variablen Schwierigkeitsgrades scheinen uns Solo-Aktionisten hier doch klar überfordert zu sein!

Watchtower Immerhin helfen ein paar Gimmicks schließlich doch bei der gefährlichen Pirsch durch die sechs langen Levels. So zeigen zumindest die Feinde größeren Kalibers ihre verbleibenden Energiereserven als Balken an, und man kann die eigene Angriffstaktik dementsprechend darauf abstellen. Nützlich ist auch, daß Soundeffekte die Nähe von unbedingt zerstörenswerten Installationen signalisieren. Und nach dem im Actiongenre unabdingbaren Sammelgütern braucht man ebenfalls nicht lange zu suchen; sie liegen in Form verschiedenste Icons in Fässern verborgen oder werden von besiegten Gegnern zurückgelassen. Wer sie einsackt, erhält Lebensenergie, Punkte oder eine von sieben Extrawaffen: Die Flammenwerfer und Mehrwegekanonen sind klar kräftiger als die wenig durchsetzungsfähige Standardpistole und daher unbedingt zu bevorzugen. Bei Attacken auf größere Ziele bewähren sich dann limiert vorrätige Handgranaten und Panzerknacker, auch wenn ihr Handling zu wünschen übrig läßt. Die Extrakracher können nämlich ausschließlich über die Tastatur ausgelöst werden, anstatt mit dem zweiten Button an Pad oder Stick. Noch ärgerlicher als diese unpraktische Lösung ist, daß man überhaupt nur jeweils schießen oder laufen kann, anstatt beides gleichzeitig zu tun.

In puncto Präsentation und Drumherum wäre ebenfalls noch etwas Feinschliff erforderlich, beispielsweise beim zwar soften, aber lahmen Scrolling. Denn oft rennt der Held schneller, als der Screen folgen kann, nur um dann von Bildrand im Tatendrang abgebremst zu werden. Die Flucht vor Fliegerangriffen kann so durchaus mit dem unverschuldeten Exitus enden. Einer Fahrt mit der Berg- und Talbahn gleicht wiederum der Blick auf die hiesige Dschungel-, Urban- und Wüstenoptik: Hübsch detaillierte Kulissen wechseln sich da mit lieblos hingeklatschten Szenarien ab. Licht und Schatten auch bei der Animation, denn wo einerseits große und bunte Explosionen, Mündungsfeuer etc. das Auge des Söldners erfreuen, da wird es andererseits auch von teils schier lachhaft bewegten Endgegnern beleidigt.Und manche davon, wie eta der Helicopter, sind zudem noch laienhaft gezeichnet. An Größe mangelt es diesen Objekten aber nur selten, und auch einige Zwischenbilder und die feine Soundkulisse konnten Pluspunkte verbuchen. So heitzen vor und nach dem Einsatz hervorragende Jungel-Soundtracks die Stimmung an, und mittendrin be- bzw. vertönen Hintergrundgeräusche und zahlreiche Sound-FX das Geschehen.

Schon aufgrund mangelnder Action-Alternativen ist der Blick auf diesen Wachturm also durchaus zu empfehlen. Wer mit der sehr schweren und etwas blutrünstigen, aber nicht wirklich brutalen Inszenierung der Schlachten klarkommt, kann bei Watchtower nämlich durchaus seinen Spaß haben – bald auch von CD. (rl)

Amiga Joker, April 1996, p.36

WATCHTOWER
(OTM/CYBERARTS)
SÖLDNER - ACTION
68%
"HART"
Amiga Joker
GRAFIK
ANIMATION
MUSIK
SOUND-FX
HANDHABUNG
DAUERSPAß
69%
69%
84%
72%
65%
67%
VARIABEL: 3 STUFEN
PREIS DM 69,-
SPEICHERBEDARF
DISKS/ZWEITFLOPPY
HD-INSTALLATION
SPEICHERBAR
DEUTSCH
2 MB
3/JA
JA
NEIN
ANLEITUNG


Watchtower logo  AGA 

Price: £25.95   Publisher: OTM   01827 312302

If you wanted tips on the following game, just try the age-old advice "If it moves, shoot it". This would also be a good time to find a friend, ‘cause you’re gonna need as much help as you can get!

Watchtower U pon loading Watchtower, the immediate thought that springs to mind is “Cwor, this don’t ‘arf look like Chaos Engine” – and quite rightly so. The graphics certainly owe more than just a passing nod to the Renegade classic. However, after a few minutes playing you realise that Watchtower’s contents is more akin to elderly titles such as Commando and Rambo, not to mention the Sensi classic, Cannon Fodder.

The game’s creators have mercifully spared us of a twenty page plot, instead opting for the more easily digestible “You’re one well-hard geeza up against the enemy army in its entirety” theme – and before you know it, you are off up the screen armed only with a pea-shooter and a handful of grenades.

The game itself is split into six missions, each with a different objective and a different setting (e.g. desert, enemy base, urban). The truth, however, is that the gameplay is pretty much unchanged throughout, with only graphical changes and the odd new enemy type making the different levels identifiable.
Whether you are on level two or five, you can bet your granny’s space teeth that most of your time will be spent shooting hostile enemy soldiers and blowing up installations, tanks, aircraft, and... well, pretty much anything that will react to a well placed grenade really. The aforementioned explosive apples come in limited supply, so creates and boxes must be blown open along the way as you search for fresh supplies and point-rewarding items. The programmers have obviously spent time perfecting their explosion graphics – and very nice they are too – but this is more than just a special effect, as it can also be exploited by the player. How? Well, let us just say that any enemy units near exploding items, er... ‘fly away to meet their maker’. Hurrah!

Guns, guns and more guns
As previously mentioned, the player starts off with a full compliment of grenades (the maximum allowed being nine) and the standard issue pistol, namely the Desert Eagle Magnum .44. Unfortunately, this has a fairly low damage rating, a pretty pathetic range, and a limited rate of fire, so you will need to find some crates as soon as possible and blow them apart in the hope of finding a better weapon. There are a number of guns to be found, but due to weight, only one type of gun can be carried at any point. It is therefore down to the player to become familiar with each gun’s attributes and on-screen appearance so that you do not accidentally swap, for instance, an M60 machine gun – with excellent range and rate of fire – for a rocker launcher that, while having the best range possible, can only fire one rocket at a time.

Other toys to play with include AK-47 Kalashnikov, Israeli UZI Sub-Machine gun, M16 Assault Rifle, Minigun, and a Flame Thrower with continuous flame and high damage – grrr! Of course, as well armed as you are, you can expect to encounter enemy soldiers with the same level of weaponry as yourself and what with you starting each new mission back with the pistol, well, let us just say that complacency is not advisable.

As well as engaging enemy troops, you can also expect to come up against some fairly serious military hardware in the form of tanks, supply trucks, and even bombers that fly across the screen dropping their deadly payload right on the old noddle. Fortunately, careful rationing of the ever-popular grenades will ensure that you are always in a position to reply to such challenges in kind.

The level designs are well thought out, so ambushes are frequent enough to keep the player on his toes, while narrow (not to mention well protected) bridges call for some sharp shooting skills. As well as a large number of obstacles that can be blow to clear a path, there are also buildings and installations that must be worked around as the screen scrolls slowly to reveal new areas on the map. As if that was not enough, later levels are covered in land mines, but thanks to the fact that many of the enemy soldiers are not only single-minded but pretty damn thick, they can be tricked into clearing routes through such deadly grounds (and a very good impression of chopped tomatoes they do too!).

Reap the many rewards
As you progress through the missions your performance is evaluated, and if you have been a good boy, you could even find yourself being awarded with a nice badge or even a shiny medal. How does a Legion of Merit grab you? Or perhaps a Medal of Honour, a Silver Star, a Bronze Star, a Distinguished Service Cross, or a United Nations Medal. One to avoid, however, is the Purple Heart, as this is generally only rewarded to those who have died as a result of standing in front of enemy snipers shouting "come and get it big boy". You can also impress your friends and family with promotions throughout the campaign – right through from Private to Brigadier General.

And the final verdict is...?
To be honest, as simplistic as Watchtower is, it is actually pretty good fun. It is certainly of the ‘old school’ as far as gameplay goes – but as long as it is still fun, who cares? The comparisons to Chaos Engine only really go as far as the presentation, the fact that you can have two players trundling around at the same time, and the graphical representation of the extreme questionable coins that appear throughout the game as point bonuses. Other than that, it is all very basic in as much as you just wade through the levels killing everything that crosses your path.

At times the screen can get a tad crowded, as large numbers of soldiers all appear at once, adding to the on-screen confusion with bullets spraying in all directions (though I am sure you will be glad to know that only once in my entire testing sessions did I encounter any slowdown). The only other comment worth noting with the screen is that you have to sometimes wait for the scrolling to catch up with your position, otherwise you will be standing on the edge of the screen just as a new soldier appears, which is – needless to say – a bit of a git.

The choice of weapons is impressive, although once you get yourself a decent weapon with a good range and fair damage, there is no real need to swap around. As for the grenades, well... they are great! I would say, though, that due to the game’s general difficulty (i.e. bloody hard for the most part!) a few more grenades would not have gone amiss.

And that is about it really. The three difficulty levels do not appear to do much more than make the soldiers tougher (not in intelligence, but where one bullet would suffice on the easy level you will need two for the medium level), while the six levels are progressively more busy and generally nasty. As for wether you are getting twenty six quid’s worth of value, well… that is really down to how much you personally go for ‘bread and butter’ arcade games. My personal advice would be to give Watchtower a go, because while it ain’t Earth-shattering, it is not at all bad.
Matt Broughton

CU Amiga, April 1996, p.p.46-47

WATCHTOWER
A500

A500+

A600

A1200

A1500

A2000

A3000

A4000

workbench version: 3.0

number of disks: 3

RAM: 2 MB

hard disk installable: yes
 

graphics

sound

lastability

playability
 

70%

68%

73%

75%
 

OVERALL
A tad basic, but pretty entertaining.
 
78%