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Vroom logo

Also ehrlich, auf dieses Autorennen hat uns Lankhor aber tüchtig warten lassen - erst macht uns den Mund wässrig, dann erscheint das Teil nur für den ST. Aber die Sache hat auch Vorteile: Wo Atarianer mit Macken leben mussten, brettern Amigianer unbeschwert über Formel 1 Pisten...

Vroom Sechs davon sind im Angebot, manche idyllisch (Bäume), andre bebaut (Tribünen, Werbetafeln), allesamt schön hügelig und kurvenreich. Zu sehen sind die Landschaften immer aus der 3D-Fahrerperspektive, mit Lenkrad und Vorderrädern vor der Nase. Natürlich erst, wenn im Hauptmenü über Grundsätzliches entschieden wurde:

Zur Wahl stehen "Training", "Punktehatz" im "Arcade Modus" oder der "Wettkampf" auf Originalkursen wie Zeltweg und Silverstone. Außerdem hat man festzulegen ob der Wagen eine Schaltautomatik haben soll und ob mit Maus oder Stick gefahren wird - in der Praxis reagieren beide Modi erfreulich exakt. Sollte es auf der Strecke dennoch zu Pannen kommen, können während eines Boxenstops Reifen und andere Teile ausgetauscht werden. Bei einem Crash segelt zwar schon mal ein Rad durch die Luft, mehr als ein bißchen Zeit ist damit aber nicht verloren.

Außer mit blitzschneller Grafik weiß Vroom durch einen durchdachten Screenaufbau zu gefallen, dank Miniübersicht und Anzeigen hat man die Lage jederzeit im Griff, ohne daß der Hauptschirm deshalb zu kurz kommen würde. Zwar hört sich der Motorsound eher nach einen asthmatischen Rasenmäher an, aber das ist verzeihlich - schließlich dürfen (Null-) Modembesitzer hier sogar zu heißen Duellen antreten. Insgesamt ein gelungenes Game für actionorientierte Amiga-Racer! (C. Borgmeier)

Amiga Joker, March 1992, p.103

Der Amiga Joker meint:
Wer rasante Rennspiele mag, der mag auch Vroom!

Amiga Joker
Vroom
Grafik: 78%
Sound: 41%
Handhabung: 80%
Spielidee: 33%
Dauerspass: 78%
Preis/Leistung: 70%

Red. Urteil: 76%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca. 89,- DM
Hersteller: Lankhor
Genre: Sport

Spezialität: Modem-Option, diverse Highscorelisten, Spielstände speicherbar.



Sechs extra Runden

Vroom...   ... Data disc logo

Entweder hat irgendjemand bei Lankhor plötzlich das Gaspedal gefunden, oder das unerwartet flotte Erscheinen der Datadisk ist als kleine Wiedergutmachung zu verstehen...

Vroom Data disc ...schließlich hatte man uns das Originalprogramm erst ewig angekündigt, dann aber schnöderweise die St-User vorgezogen und die Amigianer ein paar weitere Monate schmoren lassen. Vergeben und vergessen, immerhin zählt Vroom zweifellos zur Elite der Rennspiele. Weil aber selbst die elitärste Raserei langweilig wird, sobald man jeden Zentimeter der Teerdecke in- und auswendig kennt, hat die französische Company nun eine umfangreiche Datadisk zu ihrem Asphaltfresser abgeliefert: sechs weitere internationale Rennstrecken warten auf den Vroom-Piloten.

Zunächst geht es auf den Hochgeschwindigkeitskurs von Hockenheim, wo einst der Österreicher Gerhard Berger durch eine kleine Abkürzung der Waldschikane auf seine fliegerischen Qualitäten aufmerksam machte. Ähnlich rasant ausgelegt ist der Ferrari-Hauskurs in Monza mit viel Auslauf, aber drei höchst fiesen Schikanen. Der berühmte Name des Für seinen kämpferischen Einsatz aus abseits von der Piste berüchtigten Brasilianers Nelson Piquet ziert die Rennstrecke in Rio de Janeiro; dank der weitgeschnittenen Kurven erinnert sie stark an ihr portugegisches Gegenstück in Estoril, das erst seit 1984 im GP-Zirkus mitmischt. Der Gilles Villeneuve-Kurs in Montreal wiederum zwingt die Fahrer mit vielen Schikanen zum häufigen Herunterschalten, und das Autodromo Hermanos Rodriquez von Mexico City bietet schließlich eine ausgewogene Mischung aus drei Vollgas-Geraden und 14 engen Kurven.

Logo, daß die Datadisk ohne das Original keinen Meter weit fährt, weshalb wir wie stets in solchen Fällen auf einen eigene Bewertung verzichtet haben. Der Preis für das neue Rennvergnügen soll aber nicht verschwiegen werden: Für ca. 49,- DM dürft Ihr den Asphalt zum Kochen bringen. (pb)

Amiga Joker, September 1992, p.?