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Gremlin, sonst eher für flotte Renspiele bekannt, zeigt hier mal, dass auch im englischen Sheffield typisch japanische Actiongames programmieren kann. Untrügliches Erkennungsmerkmal: Der Held hat grüne Haare...

Videokid ...und sitzt für sein Leben gern vor der Glotze. Pech fur ihn, dass seine Eltern gerade einen Videorecorder mit einer teuflischen Macke angeschafft haben - als er ihn ausprobieren will, wird er prompt ins laufende Programm gesaugt! Nun muss sich Videokid den Heimweg (nacheinander) durch einen Raubritter-Schinken, einen Western, einen Gängster- und einen Horrorstreifen freiballern.

Neu dabei: Nur einige der insgesamt 20 Abschnitte warten mit dem gewöhnten, "heldenorientierten" Scrolling auf, in den anderen bewegt sich der Screen automatisch in alle acht Richtungen, wobei unser TV-Killer darauf achten muss, nicht an Wanden oder einem der vielfältigen Gegner (Mönche, Cowboys, Monster, etc.) hangenzubleiben. Der Rest ist mehr oder weniger die übliche Ballerkost: Vier Leben gilt es gegen riesige Schlussmonster, herumschwirrende Geschosse, Fallgitter und andere Widrigkeiten zu verteidigen, wobei eine breite Palette von (Extra-) Waffen, Schützschilden und Smartbombs zur Währung des Energieaushalts zur Verfügung steht.

Die Grafik ist durchwegs putzig und nett animiert, das Leveldesign abwechslungsreich, die Steuerung unproblematisch und die Titelmusik ebenfalls recht gelungen.
Lediglich die FX im Game können nicht überzeugen, und ein paar hinterhältige Stellen trüben die ansonsten ordentlichen Spielbarkeit. Videokid ist somit zwar kein Überhammer, aber doch eine sehr ansprechende Mischung aus Geschicklichkeits- und Ballerspiel.
(C. Borgmeier)

Amiga Joker, February 1992, p.52

Amiga Joker
Videokid
Grafik: 72%
Sound: 55%
Handhabung: 68%
Spielidee: 64%
Dauerspass: 69%
Preis/Leistung: 66%

Red. Urteil:
Für Fortgeschrittene
67%
Preis: ca 74,- DM
Hersteller: Gremlin
Genre: Action

Spezialität: Zwei Disks, Highscores werden nicht gesaved.