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Foxinchen ist verschwunden! Für eine Reportage war sie extra in die Sahara gereist, nur um dort von einem Wüstenfuchs gekidnappt zu werden. Wie, das interessiert Euch nicht? Na, Ihr seid ja auch nicht mit ihr verlobt...

Titus the Fox Ganz anders sieht das bei unserm Titus aus: Der ist nämlich ihr Verlobter und kann es deshalb kaum erwarten, bis er endlich die sechzehn Level zwischen sich und seiner Angebeteten durchhüpft und leergesammelt hat. Nur ein weiteres Jump & Run also? Was heißt da nur? In puncto Gameplay ziehen sich sowohl Titus der Fuchs als auch Titus der Hersteller sehr ordentlich aus der Affäre. Und das ist es doch, was zählt, nicht, daß die Story etwa so originell ist wie das Telefonbuch von Schweinfurt. Solange nur das Gameplay stimmt, retten wir gerne alles – von der Prinzessin bis zur entführten Fuchs-Reporterin!

Losgehen tut’s noch relativ simpel, die ersten drei Level sind nur zum Aufwärmen da, dann wird’s langsam knifflig. Während man anfangs höchstens das eine oder andere Extra übersieht, wenn man einfach schnurstracks zum Levelausgang am rechten Rand läuft, führt derart überstürztes Verhalten in den höheren Spielabschnitten oft direkten Wegs in eine Sackgasse. Da sitzt man dann und meditiert vielleicht über seine drei Bildschirmleben - oder über die eine Kiste, sie man vorhin hätte mitnehmen sollen, um mit ihrer Hilfe über diesen doofen Zaun zu kommen...

Gottlob kann man stets bis zum Ausgangspunkt zurückgehen, aber das nützt natürlich nicht mehr viel, wenn man bereits sämtliche Gegenstände sinnlos verheizt, sprich, irgendwelchen Gegnern an den Kopf geworfen hat. Viel zu spät merkt man dann, daß Sprungfedern eben auch zum Springen sehr praktisch sind, und daß sich Kisten sehr Wohl auch zum Stapeln und Draufklettern verwenden lassen. Überhaupt wimmelt es hier von interessanten Sammel-Objekten, wie fliegenden Teppichen, Skateboards, Öllämpchen (verraten den Levelcode) und Diamanten für Extraenergie und –leben. Einen Score im herkömmlichen Sinn gibt es hingegen nicht, dafür eine kleine Statusstatistik zwischen den einzelnen Abschnitten, geheime Bonuskammern und über 50 verschiedene Gegner, manche davon sehr geschickt getarnt als Mülltonne zum Beispiel. Apropos Gegner & Geschick: Die Joysticksteuerung erlaubt auch einen Kriechgang“ und sogar Gegnerweitwurf!

Überhaupt ist die witzige Comic-Grafik sehr hübsch animiert und vor allem sehr abwechslungsreich. Sanft und multidirektional scrollen schäbige Vorortstraßen, gepflegte Parks und ölhaltige Wüstenlandschaften vorbei, insgesamt wurden etwa 900 Screens auf die Disk gepackt. Das orientalisch angehauchte Begleitgedudel ist dagegen nicht so das Gelbe, genau wie die (ebenfalls abschaltbaren) Sound-FX. Die Musikuntermalung hat uns beim Vorhüpfer „Blues Brothers“ wesentlich besser gefallen, das Game-Design macht jedoch hier den ausgereifteren Eindruck. Kurz, bei Titus the Fox geht wortwörtlich der Fuchs ab! (C. Borgmeier)

Amiga Joker, April 1992, p.?

Der Amiga Joker meint:
"Titus the Fox macht tierisch Laune!"

amiga joker
Titus the Fox
Grafik: 79%
Sound: 66%
Handhabung: 70%
Spielidee: 53%
Dauerspass: 81%
Preis/Leistung: 81%

Red. Urteil:
Für Fortgeschrittene
78%
Preis: ca 79,- dm
Hersteller: Titus
Genre: Geschicklichkeit

Spezialität: Deutsche Anleitung, Continue- und Pause-Funktion.