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Terminator 2 – Judgement day logo

Als Vorlage einer der aufwendigsten Kinostreifen aller Zeiten, als Held der Welt beliebtestes Muskelpaket und die Actionspezialisten von Ocean als Versofter – was könnte bei so einem Game noch schiefgehen?

Terminator 2 – Judgement day Grundsätzlich eine ganze Menge, wie bei so vielen Lizenzspielen. Begleiten wir also Herrn Schwarzenegger ins Jahr 2025 und schauen nach, was Sache ist. Daß dann die Erde von Maschinen und Robotern tyrannisiert wird, wissen wir schon seit „Terminator I“. Daß es eine Handvoll tapferer Rebellen gibt, ist uns auch nicht neu, genau wie die Tatsache, daß der bösartige Maschinenpark gelegentlich Killer-Androiden in die Vergangenheit (unsere Gegenwart) schickt. Im ersten Teil mimte ja Arnie solch einen Techno-Töter; versagte jedoch beim Versuch, die Mutter des Rebellenführers vor der Niederkunft abzumurksen. Also macht sich nun ein zweiter auf den Weg durch die Zeit, und weil es so schön ist, schicken die braven Rebellen gleich noch einen hintendrein. Zur Abwechslung darf diesmal Arnold der gute Blechkopf sein und versuchen, seinem Widersacher selbigen einzuschlagen...

Am Amiga präsentiert sich das Ganze als eine Aneinanderreihung von insgesamt acht Action- und Puzzle-Sequenzen; zwischendurch gibt es auch ein paar digitalisierte Szenen aus dem Film, die nur leider relativ verschwommen aussehen. Dafür sind die eigentlichen Spielgrafiken umso besser gelungen: Wenn sich die beiden Terminatoren im ersten Level gegenseitig mit Pistolenschüssen, Fausthieben und Fußtritten malträtieren, stimmt von der Gesichtsmimik bis zu den Bewegungsabläufen eigentlich alles.

Terminator 2 – Judgement day Im zweiten Abschnitt sitzt Arnie auf dem Motorrad und muß allerlei Hindernissen ausweichen (es wird vertikal gescrollt), während ihn ein höchst rammfreudiger Truck verfolgt. Level 3 beschert uns das erste Puzzle: Gezeigt wird die Hand des Helden, der Spieler muß die einzelnen Kabelleitungen im Gelenk so zusammenfügen, daß Freund Robbi anschließend wieder kräftig zupacken kann. Im vierten Level kommt erneut eine Duellszene, genau wie im ersten, nur daß es diesmal im Krankenhaus zur Sache geht. Darauf folgt wiederum ein Puzzle (jetzt ist Arnies Gesicht dran), und noch ’ne Verfolgungsjagd, und noch ’n Duell – halt, Level 6 ist eine Ausnahme, denn hier gibt es die einzige horizontal scrollende Ballerei des Games. Also viel Action, ein bißchen puzzeln, ordentliche Grafik, passende Soundbegleitung (Musik & FX), eine präzise Joysticksteuerung – alles paletti? Nicht ganz, denn bei genauerem Hinsehen sind es halt doch nur vier Level, die man hier zu acht breitgewalzt hat. Andererseits macht jeder einzelne davon Spaß, was ja eigentlich die Hauptsache ist.

Formulieren wir es mal so: Wer komplexe, anspruchsvolle Spiele mag und gerne dicke Anleitungsbücher wälzt – Finger weg! Wenn Ihr dagegen eher die simpel gestrickten Games bevorzugt, bei denen man bloß zum Joystick greifen braucht und sofort losgehen kann, dann schnappt Euch den Terminator, Leute! (C. Borgmeier)

Amiga Joker, October 1991, p.12

Amiga Joker
Terminator 2
Grafik: 74%
Sound: 61%
Handhabung: 68%
Spielidee: 46%
Dauerspaß: 66%
Preis/Leistung: 62%

Red. Urteil: 64%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca. 89,- DM
Hersteller: Ocean
Genre: Mixtur
Spezialität: Highscores werden nicht gesaved, zum Trost liegt ein Poster bei.