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Teenage Mutant Hero Turtles 2 - The Coin Op logo

Ob als Film, Comic oder Computerspiel - in Deutschland wollte sich einfach keine rechte Begeisterung für die "Teenage Mutant Hero Turtles“ einstellen. In zweiten Anlauf suchen die schlagfertigen Schildkröten ihr Heil nun in einer Arcade-Umsetzung.

Teenage Mutant Hero Turtles 2 - The Coin Op Nach ihrem eher missratenen Bildschirm-Debut vor knapp zwei Jahren sind die Kamp-Kröten jetzt also in der Amigaversion des gleichnamigen Konami-Automaten zu bestaunen – und der war ja so übel nicht. Die Frage lautet also: Wieviel vom Spielspaß konnte Image Works auf die „Freundin“ herüberretten? Die Antwort: Leider nicht genug!

Wo in der Spielhalle die Story noch als toller Comic-Vorspann über den Screen flimmerte, muß sich der Amigianer mit drei animierten Bildchen und einer schlecht übersetzten Anleitung begnügen. Daraus ist zu erfahren, daß die Starreporterin April erneut vom schurkischen Schredder und seinem Foot-Clan entführt wurde, was natürlich wiederum unsere gepanzerten Teenager auf den Plan ruft. Allerdings braucht Ihr dazu Euren Vier-Spieler-Adapter gar nicht erst vor zu kramen, im Gegensatz zum Automaten kommen hier nur zwei Zocker zum Zug. Immerhin darf man sich mit seiner persönlichen Lieblingskröte von links nach rechts (und ein bißchen in die Bildschirmtiefe) prügeln, jeder der Helden beherrscht drei unterschiedliche Schlag- und Trittvarianten.

Teenage Mutant Hero Turtles 2 - The Coin Op Zunächst muß ein brennendes Haus gestürmt werden, in dem April festgehalten wird. Dort trifft man auf schwergewichtige Eisenkugeln, schlagkräftige Ninjas und appetitanregende Bonuspizzas, die wieder die volle Krötenkraft zurückgeben. Dann werden auf der Straße allerlei Bösewichte ausgeschaltet, die plötzlich hinter reklameschildern hervor- und aus Gullis herausspringen. Als nächstes folgt die Kanalisation, die von Fieslingen, Minirobotern und freundlich grinsenden Raketen gesäubert wird. So geht das zehn Level lang: Ein Karateka hier verkloppt, ein Robbi dort, mehr als ein halbes Dutzend verschiedene Feind-Sprites sind aber nicht vorhanden. Extrawaffen wurden auch nicht entdeckt, Endgegner dafür schon – obwohl die ihren Namen kaum verdienen, so locker sind sie besiegt. Überhaupt ist das Game (vor allem im Zwei-Spieler Modus) ziemlich leicht und mit drei Leben bzw. ebensovielen Continues flott durchspielt. Vorausgesetzt, man kommt mit der etwas konfusen Steuerung zurecht, die wohlgezielte Tritte und Sprünge oft zum Glücksspiel macht.

Spielerisch sind die Turtles also keine Offenbarung, leider kann auch die Präsentation nicht überzeugen: Zwar sind sowohl Hintergründe als auch Sprites ordentlich gezeichnet, aber ruckelig animiert; gescrollt wird ebenfalls nicht gerade sanft und das nur abschnittsweise. Wenigstens wurden ein paar der optischen Gags des Automaten übernommen, z.B. die witzigen Auftritte der Endgegner. Musik ist jedoch dem Titelbild vorbehalten, während des Spiels dröhnen etwas merkwürdige Echo-Effekte aus dem Lautsprecher. Tja, insgesamt eine mittlere Enttäuschung für Arcade- und Turtle-fans gleichermaßen... (rl)

Amiga Joker, January 1992, p.12

amiga joker
Teenage Mutant Hero Turtles
Grafik: 60%
Sound: 49%
Handhabung: 52%
Spielidee: 41%
Dauerspass: 44%
Preis/Leistung: 42%

Red. Urteil:
Für Anfänger
44%
Preis: ca 89,- dm
Hersteller: Image Works
Genre: Action

Spezialität: Zwei Disks, Pausefunktion, aber keine Highscoreliste.