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Mit dem Vorgänger dieser Iso-Raserei hat Acid Software Anfang 2004 mächtig viel Staub aufgewirbelt, jetzt fährt endlich der zweite Pistenfeger vor – und der Konkurrenz ganz locker davon!

Super Skidmarks Das in Blitz Basic programmierte “Skidmarks” kam bei Euch ja bestens an, immerhin habt Ihr es bei der jüngsten Wahl zum Spiel des Jahres prompt zum Vizemeister im Sport-Genre gekürt. Inzwischen war das Vorgängersmodell knapp anderthalb Jahre in der Box: wartet hier gar ein ganz neues Spiel?

Nun, das nicht gerade, denn wer das Original kennt, wird auch mit der Super-Variante im Tank auf Anhieb gekonnt durch die Kurven schlittern, um seine Spuren im Asphalt zu hinterlassen. Und das ist auch ganz gut so, denn an Steuerung, Geschwindigkeit und Scrolling gab es ohnehin nie etwas zu mäkeln. Bei gewohnter Qualität wurde also die Quantität getunt: Ab sofort dürfen sich bis zu vier Piloten um einen Amiga scharen, um gleichzeitig per Tastatur und Stick um den Sieg zu kämpfen. Vor qualvoller Enge brauchen sich zumindest die Mechaniker unter Euch dabei nicht zu fürchten, denn die Anleitung stellt eine ausführliche Beschreibung samt Schaltplan zum Bau eines Adapters zur Verfügung, der dann am Parallelport angeschlossen wird und die Verwendung von vier Joysticks ermöglicht!

Amiga Joker Hit Neben diesem Service findet man neuerdings auch sieben Schwierigkeitsgrade (also drei mehr als gehabt), und der Fuhrpark wurd auf nunmehr acht Boliden verdoppelt. Doch was heißt hier eigentlich Boliden: Neben Mini, Käfer und Formel-I Racer drehen jetzt skurrilerweise sogar Kühe auf Rädern ihre zwei bis zwanzig Runden pro Rennen. Und wer das Programm „Imagine 2“ besitzt, kann zudem ein gerendertes Traumauto der Marke Eigenbau vom Band rollen lassen; alle für die Übernahme in Super Skidmarks nötigen Infos und das Projekt-File liegen bereits vor.

Das maximale Kontingent von acht (je vier vom Rechner bzw. von Spielern gesteuerten) Startern, vielleicht gar noch mit acht verschiedenen Typen unterm Hintern, brettert allerdings nur auf AGA-Rechnern mit genügend RAM über den Screen, während die zwölf altbekannten und zwölf neuen Strecken sich prinzipiell auf allen „Freundinnen“ im oder gegen den Uhrzeigersinn befahren lassen.

Was die Wahl der Waffen betrifft, können sich hartgesottene Fährer neben den regulären Match-Races auch an acht Championships versuchen – angesichts der hier wahrhaft enormen Anforderungen an Mensch und Maschine werden dabei aber wirklich nur die Besten in fünf Versuchen aus sechs Rennen als Sieger hervorgegehen. Oder was haltet Ihr davon, die Kisten mal mit einem Wohnwagen im Schlepptau durch die Gegend kacheln zu lassen? Für diese „Höllander Rally“ (um die Pole Position am Campingplatz?) meldet sich wegen der verdoppelten Sprites zwar stets nur die halbe Teilnehmerzal, und bei Speichermangel hängt lediglich der eigene Fahrzeugtyp am Heck, aber originell ist die Idee ja wohl allemal!

Super Skidmarks Okay, grafisch sind die Kurse immer noch keine Offenbarung, aber zumindest mangelt es nicht an Abwechslung. So geht es flott scrollend über Asphalt, Sand und Erde, wobei die niedlichen Miniaturlandschaften mit netten Details nur so gespickt sind. Das Streckendesign reicht von der popeligen Acht für Anfänger bis hin zum kurven- und kreuzungsüberladenen Chaos für Pfadfinder mit ungebtrübtem Orientierungssinn – Besitzer eines AGA-Amigas kommen auch in den Genuß der Hires-Variante, wo die gesteigerte Übersicht jedoch mit arg winzigen Autos erkauft wird. Zusätzlich zum zweigeteilten Bildschirm gibt es nun auch einen Triple-Splitscreen, bei dem die Übersicht aber wiederum etwas leidet. Wer dagegen am Vollbildschirm den Anschluß an seine Mitspieler verliert, wird à la „All Terrain Racing“ kurzerhand hinterhergesetzt und dafür nach Überfahren der Ziellinie mit Punktabzug bestraft.

Was den Sound betrifft, kreischen die fetzigen Metal-Klänge mit ihren Gitarrenriffs geradezu nach dem Anschluß an die Stereoanlage; dazu kommen das übliche Motorengebrummel und Reifenquietschenm wobei die Samples auf Wunsch auch durch eigene ersetzt werden können. Nicht ganz so praktisch ist der Umstand, daß das Hauptprogramm und die beiden Car-Disks sich auf Festplatte bannen lassen, während von den vier kopiergeschützten Disketten mit den Strecken nachgeladen wird. Das ist aber halb so wild, weil sich die Wartezeiten in Grenzen halten und die Ladeprozedur von einer Partie „Pong“ versüßt wird. Außerdem erhalten registrierte User demnächst sowieso ein kleines Hilfsprogramm, mit dem sich auch die Kurse installieren lassen. Geplant ist weiterhin das Magazin „Skidmarks Racer“, in dessen erster Ausgabe Wettbewerbe für das Designen neuer Autos und Landschaften gestartet werden.

Fazit: Auch wenn dieser Spielspaß-Ferrari seine maximale Leistung nur an AGA-Motoren abgibt, sorgen doch gerade die vielen neuen Features in Verbindung mit den packenden Mehrspieler-Optionen (darunter auch eine für Modem-Raser) für Gaudi ohne Ende. Und weil Super Skidmarks somit auch auf Standard-Amigas der Konkurrenz den Auspuff zeigt, schwenken wir hier die Hit-Flagge! (st)

Amiga Joker, May 1995, p.p.16-17

SUPER SKIDMARKS
(ACID SOFTWARE)
ISO - RASEREI
85%
"RUDEL - RACING"
Amiga Joker
GRAFIK
ANIMATION
MUSIK
SOUND-FX
HANDHABUNG
DAUERSPAß
64%
72%
82%
71%
80%
87%
VARIABEL: 7 STUFEN
PREIS DM 59,-
SPEICHERBEDARF
DISKS/ZWEITFLOPPY
HD-INSTALLATION
SPEICHERBAR
DEUTSCH
1 MB
7/JA
TEILWEISE
NEIN
NEIN