Bring me to the Main Page   Bring me to the Reviews Index

Street Rod logo

Wer auf chromblitzende Strassenkreuzer, James Dean und Filme wie „American Graffity" steht, darf schon mal die Lederjacke aus dem Speicher holen und sich Pomade ins Haar schmieren: Eine Automobiler Trip durch die verrückten Fifties steht an!

Street Rod Vom 32er Ford Sedan bis zur 63er Corvette rollen hier 25 motorisierte Schönheiten über den Screen. Für die es wirklich lohnt, den Screen, für die es wirklich lohnt, den Schrauben -schlüssel auszupacken. Und um eigenhändige Eingriffe kommt man bei Street Rod nun mal nicht herum. Als typischer Halbstarker ist es des Spielers sehnlichster Wunsch, zum schrillsten Racer der Stadt zu avancieren. Leider ist diese Position zur Zeit schon an einen gewissen King vergeben, gegen dessen Luxusschlüssel nur schwer anzustinken ist. Aber, wenn man den Kerl nun in einen kleinen Privatrennen schlagen könnte.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit kraft ein riesige Finanzloch – mehr als eine preiswerte Familienkutsche ist anfänglich nicht drin. Glücklicherweise verfügt man aber über eine gut ausgestattete Garage, in der die Klitsche schön langsam zum PS-Boliden aufgepäppelt wird. Da aber die dringend benötigten Ersatzteile wie Renngetriebe Sticks etc. (ein Blick in die Zeitungsinserate informiert über das Angebot) nicht umsonst zu haben sind, muss irgendwie Kohle her. Wie gut, dass vor der örtlichen Hamburger-Station immer genug Jungs herumhängen, die scharf auf ein Wettrennen sind! Für ein gewonnenes Beschleunigungsrennen springen bis zu 50 Mücken heraus, wer den Sieg in einem echten Strassenrennen davonträgt, sackt oft sogar das Doppelte ein. Nur kann man erstens auch verlieren, und zweitens sieht die Polizei das alles gar nicht gerne – wer sich erwischen lässt, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.

Die spritzige Spielidee und die opulente Ausstattung erheben das Game weit über das übliche Rennspiel-einerlei. Sound und Grafik sind in jeder Beziehung überdurchschnittlich, auch kann alles – vom Aufmotzen der Karre bis zu den Rennen – bequem per Maus erledigt werden. Zudem macht sich überall die Detailbesessenheit der Programmierer bemerkbar, die gebotenen Autos sind schon eine Sünde wert! Aber auch spielerisch kann Street Rod überzeugen. Neben fahrerischem Können ist auch Instinkt beim Ersatz-teilhandel und Fingerspitzengefühl für's Tuning gefragt. Ja, es macht einfach tierisch Spaß, seinen Schlitten langsam aber sicher zum Show-Racer auszubauen! Leichte Punktabzuge gibt es lediglich für die Rennsequenzen, dass nur eine Strecke vorhanden ist, macht die Raserei auf Dauer etwas eintönig.

Abgerundet wird der positive Gesamt-eindrück von der schönsten Anleitung, die je einer Spielebox entsprungen ist – alleine die Hochglanz Fotos genügen, um jedem Autonarren das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen! (Norbert Beckers)

Amiga Joker, November 1990, p.?

Der Amiga Joker meint:
"Ein Game wie ein Ami-Schlitten: bildschön, bequem, und mit jeder Menge Power!"

Amiga Joker
Street Rod
Grafik: 82%
Sound: 79%
Handhabung: 80%
Spielidee: 87%
Dauerspass: 80%

Red. Urteil:
Für Fortgeschrittene
82%
Preis: noch offen
Hersteller: California Dreams
Bezug: Noch offen

Spezialität: Zwei Disks, Zweitlaufwerk wird unterstützt. Kein Kopierschutz, Passwortabfrage, angenehm kurze Nachladezeiten, Spielstände können gespeichert werden.