Bring me to the Main Page   Bring me to the Reviews Index

Stratagem logo

“Stratagem” ist ja das englische Wort für „Kriegslist“ – und lustig, wie die Strategen von Impressions sind, wollten sie mit ihrem neuesten Digi-Weltkrieg die Welt im Sturm erobern...

E Stratagem in durchaus verständliches Ansinnen, dem freilich nur begrenzter Erfolg beschieden sein dürfte: Auch wenn die Grundidee des Spiels (eine Art superkomplexes „Riskio“) nicht unbedingt die schlechteste ist, krankt doch das neue Produkt der Impressionisten an einem alten Leiden der Company – handwerklich wurde mal wieder geschludert, was das Zeug hält!

D as ist hier wortwörtlich doppelt schade, denn in der Box findet man neben der Standardausführung für Normal-Amigas auch gleich eine Spezialversion für den A1200. Letztere funktioniert zwar einwandfrei, doch die Normalvariante zeigt bereits beim Laden eine beängstigende Neigung zum Absturz, solange sie nicht von einer Festplatte in den Speicher geschaufelt wird. Und auch während des Games bleibt man hier von Gurus nicht verschont. Beiden Fassungen gemeinsam ist eine Steuerung, die dem Spieler nach guter bzw. Schlechter Firmentradition mindestens zweimal so viele Mausklicks abverlangt, als eigentlich nötig wären. Bei Titeln wie „Rules of Engagement 2“ mag das ja noch einen gewissen Sinn machen, hier jedoch ist es nur überflüssig. Und damit wären wir beim Inhalt angelangt:

D ür jeden der bis zu fünf menschlichen und/oder verschieden temperamentvollen Digi-Generäle geht es hier um die rundenweise Eroberung der in viele Gebieten aufgeteilten Welt; freilich nicht nur mit einfachen Armeen, sondern ganz nach Wunsch mit Infanterie, Panzern, Marine, usw. Auch werden anfangs nur einige Länder an die Streithähne vergeben, während der Rest zunächst neutral bleibt. Spezielle Aufgaben gibt es zwar nicht, aber sonst gleicht das Game seinem brettharten Vorbild zumindest auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad schon sehr stark. Profis dürfen allerdings Faktoren wie die Intelligenz der Computergegner verändern oder allerlei wahlfreie Features mit einbeziehen, so daß die vollständige Kriegslist beinahe einer echten Simulation nahekommt – einschließlich Bündnismöglichkeiten, Geheimdienst-Unternehmungen, Revolutionen und Kämpfen, die sich über mehrere Spielrunden hinziehen.

J a, wer mag, kann seine Sträuße sogr auf einem gar nicht mal üblen taktischen Echtzeit-Kampfscreen per Hand ausfechten, und wenn Mutter Erde zu langweilig wird, stehen via Landschaft-Generator unendlich viele weitere Planeten zum Eroberung bereit. Das Game hat also durchaus seine Schokoladenseiten; ob die akzeptable Optik oder der verlagsintern umstrittene Soundtrack samt seinen gelegentlichen FX ebenfalls dazugehören, wollen wir gerne Eurem persönlichen Geschmack überlassen. Völlig unumstritten stand in der Redkation hingegen fest, daß das 1200er-Stratagem zu bevorzugen ist – nicht nur wegen der hier fehlenden Macken, sondern auch wegen der insgesamt etwas gefälligeren Performance. (jn)

Amiga Joker, January 1994, p.76

STRATAGEM
(IMPRESSIONS)
RISIKO-STRATEGIE
Amiga Joker Amiga Joker
46%
"A500"
55%
"A1200"
44% GRAFIK 46%
35% ANIMATION 35%
46% MUSIK 46%
22% SOUND-FX 22%
48% HANDHABUNG 62%
55% DAUERSPAß 64%
VARIABEL: 5 STUFEN
PREIS DM 99,- DM
SPEICHERBEDARF 1 MB
DISKS/ZWEITFLOPPY 3 JA
HD-INSTALLATION JA
SPEICHERBAR SPIELSTÄNDE
DEUTSCH KOMPLETT