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Es ist soweit: Die Amiga-Version von Don Bluth’s zweitem Zeichentrick-Epos ist fertig! In bester „Dragon’s Lair“-Tradition macht sich Dexter, alias Space Ace auf, um die Welt vor dem Zugriff des Superschurken Borf zu retten.

Space Ace 1 Selten haben sich die Geister so geschieden, wie an der Umsetzung des Laserdisk-Automaten „Dragon’s Lair“: Für die einen war das aufwendige Zeichentrick-Spektakel ein wahrer Geniestreich, für die anderen dank mangelnder Spielbarkeit ein Mega-Flop. Bei Readysoft hat man sich für derlei Querelen wenig interessiert und stattdessen mit Volldampf an der Konvertierung des Arcade-Nachfolgers Space Ace gebastelt. Dass die Neuauflage im Science Fiction-natürlich viel, viel besser, schöner und spielbarer werden sollte, war eine Selbstverständlichkeit – zumindest für die Programmierer…

Einer der vordringlichsten Ansprüche an Space Ace war, dass das Game endlich auch auf 512K-Amigas laufen sollte. Und tatsächlich: In dieser Hinsicht gibt’s keinerlei Probleme! Auch die versprochene Save-Funktion ist vorhanden, man muss also nicht mehr alle Bilder durchspielen, wenn man irgendwo festsitzt. Ehe ich Euch aber verrate, wie es diesmal um das Spielprinzip bestellt ist, wollen wir einen kleinen Blick auf die Story werfen: Ein blauer außerirdischer Fettwanst namens Borf hat einen Verjüngungsstrahler entwickelt, mit dem er gedenkt, die gesamt Menschheit zunächst in willenlose Säuglinge und in weiterer Folge in seine Privatsklaven zu verwandeln. Laut Anleitung finden sich nur Zwei Menschen, die den Schneid aufbringen, dem blauen Riesen entgegenzutreten: Space Ace und seine schöne Freundin Kimberley. Da das Mädel jedoch schon im ersten Bild von Borf entführt wird, bleibt die ganze Dreckarbeit natürlich wieder am Spieler hängen! Und damit nicht genug: Unglücklicherweise hat Ace schon mal eine gehörige Portion des Baby-Strahlers abbekommen, weshalb er sich während seiner intergalaktischen Hatz des öfteren in sein schwächliches Alter Ego Dexter verwandelt.

Insgesamt gilt es, 33 verschiedene Szenen zu meistern (40 waren angekündigt, aber wir wollen großmütig sein…), wofür lediglich drei Bildschirmleben zur Verfügung stehen – wer ein zusätzliches möchte, muss sich bis zu einem Stand von 10.000 Punkten gedulden. Kenner des Vorgängers werden sich nun fragen, wo man Abstriche machen muss, zumal sich die geballte Grafik-Power diesmal auf nur vier (statt sechs) Disketten verteilt. „Dragon’s Lair“ hatte schließlich lediglich 12 Level zu bieten, die jeweils spiegelbildlich wiederholt wurden – jetzt soll es auf einmal ganze 33 geben? Sind etwa die Animationen schwächer geworden, oder gibt’s keinen Sound mehr, oder was? Die Rätsels Lösung ist ganz einfach: die einzelnen Spielabschnitte sind sehr, sehr kurz! Eigentlich keine so üble Idee: So kommt man in den Genuss von noch mehr dieser herrlichen (screenfüllenden!) Bilder und Animationen, an denen man sich gar nicht satt sehen kann! Das Game hat absolut Trickfilm-Qualität, nicht umsonst war der Schöpfer Don Bluth jahrelang Starzeichner in den Walt Disney-Studios. In jedem Screen tummeln sich die schönsten Roboterm, Monster, Raumschiffe etc… alles in irren Farbtönen und stets unterlegt mit einer wundervollen Geräuschkulisse, die von Musik über Sound-FX bis zur Sprachausgabe alles zu bieten hat, was das Herz begehrt!

Dennoch: In Sachen Gameplay konnten die Programmierer ihr Versprechen nicht halten! Immer noch erfordert jedes Bild nur ein Paar mickrige Joystickbewegungen, im Gegenteil, durch die enorm kurzen Level ist jetzt eher weniger zu tun als zuvor. Freilich ist in manchen Sequenzen richtiges Timing vonnöten, aber wenn nur der Feuerknopf einmal gedrückt werden muss, sollte das eigentlich kein großes Problem sein. Somit hat man das Spiel natürlich binnen ungefähr zwei Stunden durchgespielt: Wer sich die simplen Bewegungsabläufe nicht merken kann, greift eben auf die Save-Function zurück. Klar, dass damit die Motivation ein bisschen in Richtung Keller rutscht, aber etwas Gutes hat die Sache: so können wir Euch gleichzeitig mit dem Test auch die Komplettlösung liefern – guckt einfach im Know How nach! Außerdem muss so die schöne Kimberley nicht so lange schmachten! Apropos Kimberley: Ich entsinne mich dunkel einiger Szenen des Demos, in denen die Lady zu bewundern war, die im Game fehlen – mit Space Ace II darf vermutlich bald gerechnet werden!

Fazit: Ein Glück, dass die Präsentation gar so schön ist , dadurch gehört Space Ace zu den wenigen Programmen, die man auch dann mal wieder hervorkramt, wenn sie schon längst gelöst sind – und sei es nur, um einem bekannten die überragenden Fähigkeiten der „Freundin“ möglichst drastisch vor Augen zu führen. Space Ace muss man nicht unbedingt gespielt aber um jeden Preis gesehen haben!
(ml)

Amiga Joker, February 1990, pp.?

Der Amiga Joker meint:
"Besser kann man die Fähigkeiten des Amiga nicht demonstrieren – wow!"

Amiga Joker
Space Ace
Grafik: 98%
Sound: 94%
Handhabung: 46%
Motivation: 58%

Gesamt:
Für Anfänger
74%
Preis: ca 119,- DM
Hersteller: ReadySoft
Bezug: Frank Heidak
Franzstr. 7
5000 Köln 41
Tel.: 02 21/4074 47

Spezialität: Wer keinen sehr exakten Joystick zu Hand hat, darf die Menschheit auch mit der Tastatur retten. Zum Abspeichern benötigt man eine Leerdisk. Die deutsche Anleitung gibt (eher wertlose) Tips zu jedem Bild.



Space Ace 1 logo


Empire, Amiga £44.95
Space Ace 1 The secret of eternal life, good health, and youthful looks has been discovered. A single blast from the prototype device will knock years off your age. But the dastardly Commander Borf has grabbed the Infanto Ray and plans to use it to conquer Earth by turning everyone into babies!

The dashing Space Ace and well-voiced Kimberly set out to defeat Borf, and promptly run into trouble. Ace is blasted with the Ray and turned into a weakling adolescent and Kimberly is kidnapped. As Borf starts blasting Ace with a laser pistol, control passes over to you. Your control is very limited though. To take the first scene as an example, Borf fires a couple of shots while you're frozen in place, then you get a chance to move. According to which way you're holding the joystick you can jump either left or right. Get the direction wrong and you're dead, leading to the dead sequence. Get it right and you're shown leaping in the correct direction, Borf fires again and once more you can move.

There are thirty-three scenes spread across the four disks, and only a couple of moves per scene. You must get precisely the right direction and timing or you lose one of your three lives. Fortunately there is a save game option.

Zzap, Issue 59, March 1990, p.67

Phil King This is a classic case of nice presentation, shame about the game. With its large, brilliantly animated cartoon graphics and sampled sound, Space Ace is initially very impressive. However, playing it soon reveals the near-total lack of gameplay. The player's input is very restricted and progress seems to be a matter of trial and error with little logic in some of the moves required. Worse still, much frustration is caused by your instant death on the wrong choice. Space Ace may be 'worth a look', if you can persuade your friendly software shop to let you try it out, but I wouldn't waste £45 quid on it if I were you!

Stuart Wynne There's no doubting the quality of the animation – it's simply amazing – but your limited control over Ace is frustrating, especially when it's so difficult. This can either lead to you smashing your Amiga in frustration, or reaching for the solution. Armed with the latter, plus some practice to get the timing right, the game can be completed in five minutes or so. Space Ace is beautiful to watch, but gameplay is minimal.

64
No plans as yet.
u p d a t e

PRESENTATION 74%
Packaging is colourful, but a tad flimsy for £45. Multiload is predictably heavy, but save option is very welcome and there's a good demo.
GRAPHICS 91%
The 33 scenes include a great amount of variety and imagination, with some excellent animation and backgrounds.
SOUND 83%
Short sampled speech and FX effectively recreate the coin-op atmosphere.
HOOKABILITY 69%
The urge to see yet more of the wonderful graphics is compulsive, but frustration soon mounts due to limited control and high difficulty.
LASTABILITY 45%
The sheer toughness makes it a fair challenge, but gameplay simply isn't enjoyable enough for most people. If you do persist, a solution can be worked out in a few days.
OVERALL
58%
Ace graphics, shame about the gameplay.