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Ein Vollpreis-Game der Budget-Softler von Zeppelin? Also von jenen Leuten, die uns bisher vorwiegend mit Billig-Katastrophen a la „Santa's Xmas Caper" beglückt haben?! Na, das kann ja heiter werden...

Sink or Swim Erstaunlicherweise wird es tatsächlich, denn die Premiere des neuen Vollpreis-Labels „Zeppelin Premier" hinterlasst einen überraschend spielbaren Eindruck! Sinn und Zweck dieser Action Knobelei ist es, mit dem Superhelden Kevin Codner ein Häuflein Unglücklicher zu befreien, das in einem gestrandeten Frachter eingeschlossen ist. Also düst den Kevin per U-Boot zum Schiffswrack, wo die vom Untergang bedröhten Passagiere panisch umherirren. Ihnen gilt es nun den Weg zum rettenden Ausgang zu ebnen, wozu Forderbänder umgepolt, Hindernisse aus der Bahn gesprengt oder gefährliche Maschinen entscharft werden mussen, auf dass die armen Schiffbruchigen nicht blindlings in ihr Verderben, sondern hoch erhobenen Hauptes in die Freiheit laufen.

So weit, so „Lemmings" - an sonsten sind die Ähnlichkeiten zu den klassisehen Psygnosis-Wühlern jedoch denkbar gering. So wurde zu günsten einer direkten Jousticksteuerung auf indirektes Maus-/ Icon- Geklicke verzichtet, und beim Durchqueren der plattformlandschaften erweist sich Kevin als wahres Multitalent: Er kann läufen und springen, sich an Leitern und Metallstangen abseilen, an Decken entlangklettern oder mit Hilfe von bäumelnden Kette tiefe Abgründe überwinden (zum Tarzan fehlt ihm eigentlich nur der Urschrei…). Diese vielfältigen Begabungen hat unser Retter der Nichtschwimmer auch bitter nötig, denn so ein sinkendes Schiff birgt allelei Gefahren – da braucht Ihr bloss mal die Überlebenden der Titanic zu fragen! Ergo bedroht der steigende Wasserspiegel Retter und zu Rettende gleichermassen, weil beide unter dem feuchten Element mit einem begrenzten Luftvorrat auskommen mussen, dazu blockieren gelegentlich brennende Ölfasser den Weg, aus geplatzen Röhren tritt todlich-heisser Dampf aus, und amoklaufende Hammerwerke lassen nur den Timing-Profi passieren. Flinkfinger werden hier also durchaus gefordert, doch ganz ohne Knobelinstinkt geht's auch nicht ab.

Die 60 passwortgesicherten Levels der tüfteligen Action-Hätz vermögen somit fraglos auch langer fristig zu motivieren, schon weil es kaum unfaire Stellen im Gameplay gibt und der Schwierigkeitsgrad schon sanft ansteigt. Selbst die technische Umsetzung bietet der Kritik wenig Angriffsfläche: Beinahe jeder Abschnitt überrascht mit leicht veranderten Backgrounds und ein paar optischen Gags, das meist vertikale Scrolling klappt soft und sauber, und die Sprites sehen allesamt so oberputzig aus, dass man ihnen das leichte Ruckeln gerne nachsieht. Ja, die Sound FX hören sich sogar wirklich klasse an, daneben sorgen einige Musikstücke fur eine gelungene Gesamtakustik.

Fazit: Weiter so, Ihr Zeppelinisten, und Eueur arg rampnierter Ruf kann sich bald wieder sehen lassen! (rl)

Amiga Joker, May 1993, p.20

SINK OR SWIM
(ZEPPELIN PREMIER)
ACTION - KNOBELEI

74%

"PFIFFIG"
Amiga Joker
GRAFIK
MUSIK
SOUND-FX
HANDHABUNG
DAUERSPASS
71%
71%
73%
79%
74%
75%
FÜR FORTGESCHRITTENE
PREIS DM 69,-
SPEICHERBEDARF
DISKS/ZWEITFLOPPY
HD-INSTALLATION
SPEICHERBAR
DEUTSCH
512 KB
2/NEIN
NEIN
LEVELCODES
ANLEITUNG


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ZEPPELIN OUT NOW £19.99

Sink or Swim Like a bad egg, Lemmings-style games keep repeating on us. This latest one takes place aboard a sinking cruise ship, the SS Diablo.

The Lemmings in this case are Dim Passengers. They're blinded by panic and will rush head-long into any danger, be it of the fiery or watery kind. They'll just walk in one direction, climbing up ladders and stumbling into crates until you clear a path for them. If they end up in the drink they'll die within a few minutes.
You do have two options though. The first is to rush around and find some jet packs, which automatically transport them off the level, or use your emergency raft. This can be employed only once per stage, and although it saves the passengers, you still have to guide them through the rest of the level.

Sink or Swim is one of the better Lemmings clones, but is too short on features and polish to make it a serious contender for the crown. The graphics are basic, and even though they fit this kind of game, more could have been done with them. A few more things to do wouldn't have gone amiss either – as it stands you can only really flick switches, move objects out of the way and blow the occasional thing up. Not bad if you like this sort of thing, but personally I'd hold on my cash.
Mark Patterson

70%

CU Amiga, July 1993, p.63