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Rings of Medusa II


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Immer diese Frauen: Bereits auf „Elvira“ durften wir über ein Jahr warten, und die Dame mit dem Schlangenhaupt mußte anscheinend auch erst mal zum Friseur, ehe sie nun zum nächsten Runde Prinzen-Quälen antritt...

Return of Medusa Dabei kann die gute Medusa äußerst flott sein, falls es wirklich sein muß: Wenn sie beispielsweise einen lästigen Prinzen loswerden will, macht sie einfach einen großen Satz und landet 300 Jahre später in der Zukunft! Das ist Tempo, da kommt Begeisterung auf... außer natürlich bei dem Herrn in der Prinzenrolle. Aber alter Adel weiß sich schließlich zu helfen, also hüpft der kluge Knabe seiner Lieblingsfeindin hinterher, und schon sind alle Beteiligten wieder glücklich in einer Epoche vereint!

Hier beginnt denn auch der zweite Teil dieser „strategisch angehauchten Handels- und Wirtschaftssimulation mit Rollenspiel- und Actionelementen“. Mit den Zeiten ändern sich bekanntlich die Sitten, folglich wir bei RoM II nicht mehr auf Pferden geritten und in ärmlichen Hütten gehaust, stattdessen sind jetzt Panzer, Kriegsschiffe, Hubschrauber und Flammenwerfer angesagt, man fährt mit der U-Bahn, spekuliert an der Börse oder vergnügt sich in Casinos beim Roulette. Sowohl zu Lande als auch zu Wasser hat sich einiges getan, Wälder sind zu Wüsten geworden, und kleine Provinznester haben sich in moderne Städte verwandelt, in denen die (Drogen-) Mafia ihr Unwesen treibt. Aber die aufregendsten Veränderungen haben unter der Oberfläche stattgefunden: Dort verbergen sich nämlich über 20 Bunker, die irgendwie an die „Dungeon Master“ Verliese erinnern. Na, zumindest mal davon abgesehen, daß man ein kleines Actionspielchen erfolgreich bestehen muß, um Einlaß zu bekommen.

Damit der Prinz in den labyrinthischen Gängen nicht depressiv wird, darf er sich bis zu drei Weggenossen suchen, die ihm dabei helfen, Wachsoldaten zu überwältigen, Kampfroboter umzuprogrammieren (à la „Paradroid“), Raketen zu zünden etc.; außerdem hat man ihm ein sehr komfortables Automapping spendiert. Selbstverständlich bietet das Game darüber hinaus noch etliche noch etliche kleine Gags wie Geheimgänge und versteckte Inseln. Ebenso selbstverständlich haben sich die Programmierer auch bei Grafik und Sound nicht lumpen lassen: Die Dungeons sind abwechslungsreich gestaltet, akustisch werden neben einem chicen Soundtrack gute Effekte und eine (englische) Sprachausgabe geboten. Handhabungstechnisch ist dagegen fast alles bei der guten alten Maus/Tastatursteuerung geblieben, nur daß die Richtungspfeile in den Dungeons arg klein ausgefallen sind.

Empfehlen kann man RoM II praktisch jedermann, denn seiner enormen Komplexität garantiert es Spielspaß für die nächsten 300 Jahre – und bei diesem genre-Mix müßte doch eigentlich auch für jeden etwas dabei sein! (mm)

Amiga Joker, September 1991, p.12

Der Amiga Joker meint:
"Die Rückkehr von Medusa - ein höchst erfreuliches Ereignis!"

amiga joker
Rings of Medusa II
Grafik: 79%
Sound: 76%
Handhabung: 74%
Spielidee: 75%
Dauerspass: 86%
Preis/Leistung: 75%

Red. Urteil:
Für Fortgeschrittene
82%
Preis: ca 89,- dm
Hersteller: Starbyte
Genre: Mixtur

Spezialität: Die reguläre Version läuft mit 512K, für die (optionale) "Festplattenversion" braucht man allerdings 1MB.