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Der eine hat nur eine kleine Zweizimmerwohnung, der andere gleich ein ganzes Königreich - doch irgendwann stehen beide mal vor genau demselben Problem: Mit diesen schrecklichen Nachbarn ist einfach nicht auszukommen! Es hilft alles nichts, da muß die richtige Strategie her...

Realms Wie zu vermuten, geht’s hier natürlich nicht um eine Zweizimmerwohndusche - Papa war schließlich König! Nun ist Papa allerdings im Monarchen-Himmel, und wir haben sein riesiges Fantasy-Reich geerbt. Dank einsichtiger Programmierer ist das Erbe ziemlich Abwechslungsreich ausgefallen, man darf sich nämlich aussuchen, welches Reich es sein soll: entweder die Heimstätte der Zwerge, Amazonen, Barbaren, Orks, Elfen oder Wikinger. Nachdem man sich für sein Lieblingsvolk und –land entschieden hat, übernimmt der Computer alle anderen, die von nun an Nachbarn und Konkurrenten darstellen. Jeder will die Vormachtstellung im Gesamtreich erringen, aber wie sie das anstellen, bleibt den Herrschern selbst überlassen. Man kann mit den Kollegen Handel treiben oder einen Krieg gegen sie anzetteln, jede Strategie ist erlaubt, nur erfolgreich sollte sie sein!

Sowohl vom Spielprinzip als auch von der Präsentation her ist Realms unübersehbar an „Powermonger“ angelehnt. Wie beim Vorbild gibt’s eine kleine Übersichtskarte des gesamten Spielfeldes und einen vergrößerten 3D-Ausschnitt, auf dem der Großteil der Aktionen abläuft: nur bei besonders gewaltigen Schlachten wird zu einem eigenen Kampfscreen umgeschaltet. Es sind insgesamt sieben Szenarios vorhanden, allesamt etwas umfangreicher als bei „Powermonger“; in einer limitierten Sonderauflage des Spiels kommen sogar noch zwei weitere dazu. Was hat man nun als regierender König zu tun? In einem Wort: alles! Steuern müssen erhoben werden, das Volk will was zu futtern haben und seine Städte ausgebaut und eingezäunt sehen; wenn man fremde Siedlungen erobern/plündern/zerstören möchte, sollte man vorher tunlichst seine Armeen mit Rüstungen, Waffen, Schiffen, Pferden etc. ausrüsten – gottlob vermehren sich die Leutchen wenigstens von alleine. Im Vergleich mit „Powermonger“ ist Realms vielleicht noch einen Hauch strategischer, so wird beispielsweise bei den Truppen sehr genau nach Kavallerie, Infanterie usw. unterschieden.

Anderseits waren auch ein paar kleine Schludereien zu entdecken, etwas die mangelhafte Übersicht bei richtig großen Kriegszügen oder daß die Schiffe manchmal noch ein Stück über Land fahren. Grafisch und soundmäßig geht der Vergleichskampf unentschieden aus: Die Bildschirmdarstellung bei Realms ist zwar nicht ganz so detailreich, dafür ist das Drumherum (Intro, Zwischenscreens, Game Over) viel aufwendiger. Musik und Effekte sind gut, die Maus/Icon-Steuerung ist sogar vorbildlich. Im Olymp der „göttlichen Strategiespiele“ werden „Populous 2“ und „Mega lo Mania“ also ein bißchen enger zusammenrücken müssen – ein vollwertiger Kollege ist da! (mm)

Amiga Joker, February 1992, p.58

Der Amiga Joker meint:
"Realms - ein rundum königliches Strategiespiel!"

amiga joker
Realms
Grafik: 76%
Sound: 70%
Handhabung: 80%
Spielidee: 74%
Dauerspass: 75%
Preis/Leistung: 70%

Red. Urteil:
Für Fortgeschrittene
75%
Preis: ca ,- dm
Hersteller: Graftgold/Virgin
Genre: Strategie

Spezialität: Komplett in deutsch, zwei Disks, keine Wechselei, zusätzlicher Arbeitsspeicher wird unterstützt.