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Alex Pajitnow kann einem schon leid ton: Erst clont er seinen Megahit „Tetris“ mit einem Game namens „Hatris“, und dann kommen die Jungs von Kingsoft und machen ’nen Clone vom Clone...

Pot panic Aber der rührige Russe ist diesbezüglich ja Kummer gewohnt, man denke nur an die unzähligen „Tetris“ Nachahmer, oder „Hirnis“, die PD-Variante von „Hatris“. Wer letztere kennt, der kennt auch Pot Panic, bloß daß hier anstatt von Hirnen (bzw. Hüten) halt Töpfe paarweise vom Bildschirmhimmel segeln. Wie gehabt sollen diese zu Fünferstapeln sortiert werden, auf daß sie vom Screen verschwinden. Dazu kann man (per Feuerknopf) den linken mit dem rechten Pott vertauschen und dann auf je zwei der insgesamt sechs möglichen Stapel ablegen. Nach fünf vollständigen Fünferkombinationen darf man eine Topfsorte verschwinden lassen (sehr hilfreich!), falls aber irgendwann eine bestimmte Höhe erreicht ist, heißt es Game Over. Ein wahres Wunder, daß das Spiel nicht „Potris“ heißt...

Wer sich erfolgreich durch die Macken der Codeabfrage gekämpft hat, darf auch mit einem Freund gleichzeitig töpfern. Falls daß Spaß macht, liegt es kaum an der Präsentation, denn die ist genretypisch bescheiden ausgefallen: Kacheln im Hintergrund, allerlei pastellgefarbene Kochgefäße als „Fallobst“ und dazu magere FX. Der Titelsoundtrack ist gar nicht übel, auch die Steuerung geht in Ordnung (was kann man da schon falsch machen?), aber das „Hatris“ Spielprinzip war halt schon im Original kein Renner – was soll man da nur von der überteuerten Kopie einer Kopie halten? (jn)

Amiga Joker, October 1991, p.42

Amiga Joker
Pot Panic
Grafik: 46%
Sound: 31%
Handhabung: 62%
Spielidee: 38%
Dauerspaß: 54%
Preis/Leistung: 35%

Red. Urteil: 48%
Für Anfänger
Preis: ca. 79,- DM
Hersteller: Kingsoft
Genre: Strategie

Spezialität: Zwei Joys sollte man haben, auf speicherbare Highscores verzichten können und nur dann spielen, wenn keine Mahlzeit bevorsteht – Pausen is’ nämlich nicht.