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Wenn Götter mal ‘ne Pause machen, dann aber gründlich – endlose drei Jahre hat Bullfrog die „Populanten“ auf den heiß ersehnten Nachfolger warten lassen. Vergeben und vergessen, jetzt machen wir uns die Erde wieder Untertan!

Populous 2 Diesmal geht’s zurück ins alter Griechenland, wo wir uns als Sohn von Götterpapi Zeus betätigen. Die Aufgabenstellung ist denn auch eines Gottes würdig: Runde 1.000 Digi-Welten umfaßt das Herrschaftsgebiet, doppelt soviel wie beim Vorgänger! Wer hat da gerade „Bäh, spätestens nach den ersten zwei-, dreihundert wird’s langweilig“ gesagt? Das wäre nämlich glatt gelogen, haben die „Ochsenfrösche“ doch das Gamedesign kräftig umgekrempelt – neue Strategien braucht der Olymp!

Zwar gibt es immer noch die beiden Spielmodi „Conquest“ und „Custom“, genau wie die vier verschiedenen Landschaftstypen (Wüste, Eis usw.) doch sind jetzt einige hoch interessante Features hinzugekommen; Einmal darf man zu Beginn an der eigenen Identität stricken, dann hängt das Katastrophen-Gewerbe jetzt nicht mehr allein vom Mana-Vorrat ab – erfolgreiche Götter erhalten Erfahrungspunkte, die sich gezielt zur Ausbildung einzelner Fähigkeiten einsetzen lassen. Die Zahl der möglichen „Betriebsunfälle“ wurde nämlich drastisch erhöht, das Spektrum reicht nun von Windböen über Wirbelwinde und Feuerregen bis hin zu tödlichen Seuchen und Flutwellen (die guten alten Erdbeben und Vulkanausbrüche gibt’s freilich noch immer). Um das eigene Volk vor Ungemach zu schützen, können jetzt auch Wälle errichtet werden, wer zudem fleißig Straßen baut, ist dem Feind vielleicht einem Schritt voraus.

Amiga Joker Hit Dazu kommen allerlei Verbesserungen im Detail, etwa daß nun Bauwerke nicht mehr abgerissen werden müssen, um an neue Kolonisten zu kommen, oder daß in machen Welten gegnerische Siedlungen nicht mehr angezeigt werden, was die Götterdämmerung deutlich anspruchsvoller macht. Auch die Ritter haben nun ausgedient, dank sechs sehr unterschiedlicher Helden (Achilles, Herakles, etc.) wird hier wesentlich differenzierter gekämpft. Ihr seht also, die Zeiten, da ein Gott nicht viel mehr zu tun hatte, als ein bißchen (Bau-) Land einzuebnen, sind endgültig Geschichte! Ach ja, selbstverfreilich dürfen auch wieder zwei menschliche Götter gegeneinander antreten…

Trotz der vielen neuen Features und Handlungsmöglichkeiten ist die Bedienung sogar einfacher geworden, da nun nicht mehr so viele Icons gleichzeitig am Screen sind. Die gesamte (Maus-) Steuerung ist wunderbar logisch, die Handhabung der Übersichtskarte fast schon genial. Der Sound und vor allem die Grafik haben ebenfalls zugelegt, alles ist super animiert (es laufen jetzt Männlein und Weiblein herum), die Gebäude sind im Stil der griechischen Antike gehalten, das Scrolling ist blitzsauber wie eh und je – einfach ein optischer Genuß. Ach was, Populous 2 ist rundum ein Genuß, ein göttlicher Geniestreich, der die Strategie-Konkurrenz reichlich irdisch aussehen läßt! (mm)

Amiga Joker, January 1992, p.10

Der Amiga Joker meint:
"Populous 2 - so sieht ein wahrhaft unsterbliches Strategical aus!"

amiga joker
Populous 2
Grafik: 87%
Sound: 78%
Handhabung: 89%
Spielidee: 84%
Dauerspaß: 94%
Preis/Leistung: 85%

Red. Urteil: 91%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca 89,- dm
Hersteller: Bullfrog/Electronic Arts
Genre: Strategie

Spezialität: Gute deutsche Anleitung, Spielstände speicherbar, (Null)- Modem-Option.



Eine göttliche Ergänzung

Populous 2...   ...The Challenge Games logo

Für alle Nebenerwerbs-Götter, die inzwischen schon jede einzelne Tempelruine im alten Griechenland in- und auswendig kennen, hat Electronic Arts frisches Bauland im fernen Japan aufgerissen. Na, dann steigern wir mal wieder das Bruttomanaprodukt!

Populous 2 Challenge Games Eine Neuerung sticht sofort ins Auge: Zu den altbekannten Spielmodi „Custom“ und „Conquest“ hat sich jetzt noch ein „Challenge“-Modus gesellt, der vornehmlich dazu gedacht ist, die verschiedene Katastrophen einzeln und in Ruhe auszuprobieren. Ohne Rücksicht auf den Mana-Vorrat kann man hier eine Springflut, Feuerbrunst, Pest-Epidimie oder irgendeine andere hübsche Überraschung auslösen, und dadurch die richtige Katastrophen-Strategie für den späteren Custom/Conquest-Ernstfall entwickeln.

Alle anderen Änderungen sind rein optischer Natur und hängen direkt oder indirekt mit den 500 neu zu erobernden Welten zusammen. Das geht beim Konterfei des eigenen Digi-Gottes los, welches hier mit Haarzopf etc. Ganz auf „alter japanischer Bauamtsleiter“ trimmen läßt. Fernöstlich gestylt sind auch die wandernden Helden, die dem Volk der Gegenseite Religionsunterricht erteilen: Der Koloß von Rhodos ist in der Rumpelkammer gelandet, jetzt stampfen Sumo-Ringer und Samurais durch die Gegend, in der nun keine Säulentempel mehr herumstehen, sondern Pagoden und ähnliche architektonische Groß-Asiatika. Nicht zuletzt schreiten die Töchter und Söhne Nippons selbst in hübschen Kimonos einher, und weil man schon dabei war, wurde die Benutzeroberfläche auch gleich frisch getüncht.

Aber sonst ist wirklich alles wie gehabt (Zwei-Spieler-Modus etc.), was bei einer nur mit dem Hauptprogram zusammen spielbaren Ergänzungsdisk ja auch kaum verwundert. Wundern solltet Ihr Euch deshalb auch nicht über die fehlende Bewertung – und den Preis, der mit rund 49 Deutsch-Yen durchaus im Rahmen des Data Disk-üblichen liegt. (rf)

Amiga Joker, October 1992, p.33


Tired of ruling the ancient world? Bored by having to be a classical deity? Oh no! It’s...

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Game: Populous II: The Challenge Games
Publisher: Electronic Arts
Author: Bullfrog
Price: £14.99
Release: Out now

S Populous 2 Challenge Games o you can conquer all 1,000 worlds in Populous II and regularly trash your mates blindfolded but still you want more? Then you obviously need therapy – and a copy of Populous II – The Challenge Games.
Here are 500 new worlds to play, with the added bonus of “stunning Japanese graphics and sprites” and 42 challenges. Oh, and a new Divine Intervention thrown in for good measure. The 500 worlds are just that. Big deal. Apart from new oriental visuals (ho hum), there is nothing innovative on offer – and certainly nothing you could not put together in a time-consuming sitting with the CUSTOM GAME option. No, I am afraid it is standard expansion disk fare here.

The challenges on the other hand, all 42 of them, are more inventive and along the lines of ‘Can you do this before the time limit expires but without that and the other ability available?”. It is the sort of stuff I’d expect to see printed in magazines and not have to fork out 15 hard-earneds for, only it’d be tricky to create these challenges on the standard Pop II. The first handful of challenges are easy peasy lemon squeezy tutorials (with a HINT for the complete divs) to the point of being condescending. For example, in the very first challenge a lone subject wanders aimlessly on a small plot of basalt. You have approximately 30 seconds to realise that in order for at least 10 percent of your population to survive, the only option is to vegetate the land and get sproggin pronto (although how you are going to manage that with only one little chap, I am not too sure) to win.

In Challenge Number Two, it so happens that your chaps have erected walls to form three sides of a square. An enemy hero is attacking and he can stroll straight in and pummel your people. What should you do with that gaping hole?
Challenge Three: A tidal wave will wipe out your tribe unless you can move the people and ensure that at least 10 percent are saved. By the time you reach Challenge Six, the HINTs have dried up and your people have an impending sense of doom. Maybe it would be wise to move them. Why? Their tiny settlement suddenly bursts into flames. Oh dear. Get the idea?

The challenges get tougher, with more tidal waves and having to boost your people’s morale after their leader’s popped his clogs. But the time limits stay tighter than a fish’s bottom.
In some ways it is a bit like having an Action Man (“It is NOT a doll.”) and buying extra kit for him.

Fiddling around with icons at high speed is not a bundle of laughs. There is too much disk accessing, too, which hardly befits these time-sensitive challenges. It seems as if more time is spent waiting between challenges than is actually spent playing them. It is a bit cack, really.
Come to think of it, I never did fancy Populous’ interface much. And I certainly never got off on the restrictions imposed. That is like learning to drive a car and then someone saying: wouldn’t it be fun if you had to drive blindfolded? Or with no brakes?” No it wouldn’t.
Populous II: The Challenge Games gets right up my nose, and you must be a Populous pervert if you’d pick it.
GARY PENN

Amiga Power, Issue 21, January 1993, p.84



"It is standard expansion disk fare"


Upper UPPERS Pretty new graphics, and some stuff you could not do with the original game and a bit of spare time.
Downer DOWNERS …but not very much, really. It is a lot of money to pay for something you could mostly do yourself.

THE BOTTOM LINE
Add-on-vantageous antics for Populous pickers only.
49

P E R C E N T