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Pirates gold logo  CD32

Als 1985 die Ur-Piraten auf dem C64 in See stachen, ahnte niemand, welche Traumkarriere ihrem Programmierkapitän Sid Meier noch bevorstand – und welch gelungenes CD-Game sie anno 1994 abgeben würden!

Pirates Gold Als bis dato letzte Station auf dem Siegeszug der Freibeutersimulation durch nahezu sämtliche Computersysteme kam im letzten Jahr die aufgepeppte Gold-Ausführung für PC und Mega Drive heraus. Für Commos Silberschleuder wurde sie jetzt nochmals komplett überarbeitet, aber am bewährten Spielprinzip hat sich natürlich nichts geändert:

Nach wie vor gilt es, im 17. Und 18. Jahrhundert die Karibik zu durchpflügen, um entweder durch Handelsgeschäfte oder raubend und plündernd das große Geld zu machen, ein Gouverneurstöchter zu ehelichen und letztlich den Posten des Vizekönigs zu ergattern. Über die Meere schippert man auf einer schicken Seekarte, sobald dann eine spanische Galeone, holländische Schaluppe oder englische Karavelle in Sicht kommt, wird (je nach Nationalität und Profession) entweder freundlich gegrüßt oder das Beuteschiff in einem Echtzeit-Seegefecht angegriffen und geentert bzw. gleich versenkt.

Amiga Joker Hit Hat man sich fürs Entern entschieden, muß man nach dem Rammen des gegnerischen Schiffes noch den feindlichen Kapitän in einer kleinen Actionssequenz via Säbel, Degen oder Rapier besiegen. Darüber hinaus wollen Städte geplündert, Schätze gefunden und die eigenen Sippenmitglieder befreit werden. Im weiteren Verlauf darf man auch Diplomatie betreiben, sich mit bösartigen Piratenjägern herumärgern – und über all dem möglichst die Laune der Mannschaft nicht aus den Augen verlieren. Wer es gerne übersichtlich hat, kann schließlich auch in sechs vorgegebenen Szenarien den Spuren berühmter Freibeuter wie z.B. Sir Francis Drake folgen.

Pirates Gold Nach dem etwas enttäuschenden PC- und Mega Drive-Versionen hat MicroProse hier ganze Arbeit geleistet, und auch die Detailarbeit nicht vernachlässigt. Die völlig neu gezeichnete und liebevoll animierte Grafik sieht sehr hübsch aus, die Steuerung wurde optimal an das Joypad angepaßt, und der Soundtrack ist schlichtweg bombastisch. Alle 25 Musikstücke kommen direkt von der CD, wobei das stilistische Spektrum vom hymnisch aufspielenden Symphonieorchester bis auf dem Techno-Mix von „What Shall We Do With The Drunken Sailor?“ reicht. Eine jederzeit aufrufbare Übersichtskarte erleichtert die Orientierung ungemein, und die Zeitrafferoption läßt elend lange Segeltouren auf ein erträgliches Maß schrumpfen. Dazu darf man komplett in Deutsch entern und die Spielstände abspeichern.

Somit kommen CD32 Besitzer in den Genuß einer wahrhaft goldigen Ausführung dieses Klassikers, der endlich in vollem Umfanf die Präsentation und Atmosphäre bieten kann, welche eigentlich schon die DOSen- und Sega-Piraten erwartet hätten. Man kann daher nur jedem Seebären raten, bei dieser Version anzuheuern – selbst wenn man den Vorgänger bereits kennt, wartet hier ein völlig neues Freibeutersgefühl! (mic)

Amiga Joker, February 1994, p.94

PIRATES! GOLD
(MICROPROSE)
DIGI - PIRATERIE

85%

"GOLDIG"
Amiga Joker
GRAFIK
ANIMATION
MUSIK
SOUND-FX
HANDHABUNG
DAUERSPAß
78%
74%
88%
82%
86%
86%
VARIABEL: 4 STUFEN
PREIS DM 69,-
CD32


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MICROPROSE OUT NOW £25.99

pirates gold This is what happens when you take Elite, strip out all the hi-tech gadgetry and set it in the 16th century Caribbean. You start off as a wannabe pirate with a little boat of your own, several thousand miles of ocean and a couple of sailors who've tagged along for a laugh.
Right from the start you're on your own. There are plenty of careers to embark on, from out and out brigandry to attacking outposts and innocent towns. This freedom to basically do what you want is the game's strongest feature. You're not constrained by plots so you're free to progress, by bigger ships and hire bigger crews.

Before you take to the seas with your crew of salty sailors you need to pay a visit to the docks. This isn't as suspicious as it first seems. Here you can buy an amnesty from the king, who'll promise he won't send out any more fleets to sink you, or sign up as a privateer a part time member of his fleet.
One-on-one combat forms an integral part of the game, unfortunately it's not very good. When you've selected your weapon, rapier, sword, cutless, but no guns, you're treated to what at first seems to be a graphically excellent combat section. That is until the characters start moving, at which point the ludicrously unconvincing animation ruins any sense of realism, as does the gameplay which requires you to stab your foe at least five times to kill him.

On a larger scale, no matter how cautious you are, you'll always end up in a navel conflict. Here you get a top-down view of the combat area which contains tiny graphics of the ships. Looking at this, and the fact that the game's on CD so there's not memory problems, I can't help but think more could have been done here.
Pirates Gold is a nice concept with plenty of good ideas. Unfortunately it doesn't deliver the goods.
Mark Patterson

64%

CU Amiga, March 1994, p.50