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PGA Tour Golf logo

Als dieses Programm für den PC erschien, liebäugelte so mancher Amiga-Golfer mit einem kleinen Seitensprung – die euphorischen Kritiken waren auch zu verlockend! Ab sofort gibt es keinen Grund mehr, der „Freundin“ untreu zu werden...

PGA Tour Golf Grund gibt es viel eher zur Freude, genauer gesagt, gleich deren zwei: Nicht genug damit, daß PGA Tour Golf auf seinem Gebiet alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt – die Umsetzung ist sogar noch um ein kleines Quentchen besser als das PC-Original! Grundsätzlich weist das Game dieselben Vorzüge auf wie „Leaderboard“: Es ist leicht zu bedienen, aber schwer zu meistern, wenn man es perfekt machen will. Trotz der problemlosen Handhabung kommt aber hier die Realitätsnähe nicht zu kurz, dazu gibt es wesentlich mehr Optionen, Details und Variationsmöglichkeiten, als der Klassiker zu bieten hatte. Man darf alles erst mal üben (vom Abschlag bis zum Einlochen), sofort ein Tournament starten (bis zu vier Teilnehmer, wahlweise Menschen oder Maschinen) oder die gut gemachten Statistiken beäugen (längster Schlag, gewonnene Spiele, etc.). Selbstverständlich werden darüber hinaus noch allerlei Feinheiten geboten - spezielle Schlagarten, Wind, wechselnder Untergrund, verschiedene (Kamera-) Ansichten, Zeitlupenwiederholungen, „Hotkeys“ für die wichtigsten Funktionen und noch so einiges mehr. Zudem kann vom Spieler über die Perspektiven bis zum Spielstand so gut wie alles abgespeichert werden. An Plätzen gibt es insgesamt vier, drei, „echte“ und einen Fantasiekurs.

Amiga Joker Hit Im Wettbewerb wird um Prämien gegolft, und zwar in mehreren Runden, für die man sich erst mal qualifizieren muß – so wird der gemächliche „Altherrensport“ manchmal zum echte Thriller! Apropos Thriller: Zunächst wird das aktuelle Loch in einem „Kameraschwenk“ gezeigt, anschließend kriegt man es zur besseren Übersicht nochmal zu sehen, erst dann kommt der allesntscheidende Abschlag. Sollte mal ein richtiger Jahrhundertschlag gelingen, wird das große Ereignis automatisch nochmal in Zeitlupe vorgeführt, mit Flugbahnanzeige und allem Drum und Dran.

Die Grafik hat sich gegenüber der PC-Version generell leicht verbessert, der Ball fliegt auch schön schnell – lediglich der Gitterraster, der dem Spieler das Einlochen erleichtern soll, ist nach wie vor ein wenig unübersichtlich. Beim Sound wird man musikalisch von edlen Rob Hubbard Klängen verwöhnt, ja, und man kann sogar hören, auf welchem Untergrund der Ball aufschlägt (Grün, Rough, etc.)!

Die Steuerung ist sowohl im Maus- als auch im Tastatur-betrieb über alle Zweifel erhaben, unsere Umsetzung ist also sogar in punkto Spielbarkeit dem PC-Vorbild eine Nasenlänge voraus (vor allem, weil sich die Abschläge etwas präziser ausführen lassen). Und da PGA Tour Golf Anfänger ebenso zu fesseln vermag wie erfahrene Profis, ist es keineswegs eine Übertreibung zu behaupten, daß der Amiga nun wieder um einen Klassiker reicher ist! (mm)

Amiga Joker, May 1991, p.?

Der Amiga Joker meint:
"PGA Tour Golf ist die neue Nr. 1 im grünen Sport!"

amiga joker
PGA Tour Golf
Grafik: 75%
Sound: 63%
Handhabung: 89%
Spielidee: 74%
Dauerspass: 89%
Preis/Leistung: 80%

Red. Urteil:
Für Anfänger
87%
Preis: ca 89,- dm
Hersteller: Electronic Arts
Genre: Sport

Spezialität: Ausführliche Anleitung, Handbuchabfrage, HD-Installation möglich, minimales Wechseln der beiden Disks. Bei 512K Zweitlaufwerk abhängen!



Grüner wird’s nicht...

PGA Tour Golf Tournament Course Disk logo - Tournament Course Disk

Ein Jahr ist es jetzt her, da brachte Electronic Arts das legendäre PGA Tour Golf für den Amiga heraus - und damit die Legende eine Legende bleibt, kommen jetzt drei neue Kurse hinzu!

PGA Tour Golf Tournament Course Disk Grüne Wiesen und unberührte Natur empfangen den Golfer im Tournament Players Club von Southwind, bis auf 18 kleine Löcher im 7000 Yards großen Rasen ist die Ökologie hier noch in Ordnung. Anfänger haben an diesem Platz etwas zu knabbern, denn viele Bahnen besitzen eine leichte Neigung, was besonders das Einlochen erschwert. Auf dem Weg vom Abschlagpunkt zum Loch muß man sich zudem durch zahlreiche Bunker und Gewässer kämpfen. Keineswegs einfacher, eher noch anspruchsvoller geht’s auf dem Golfplatz in Eagle Trace zu.
Zwar fehlen hier die lästigen Baumreihen, in denen sich gerne mal ein Ball verfängt, umso häufiger findet man dafür Erhebungen und Wassergräben, genau wie unkrautbewachsene Löcher, die beim Putten einen kräftige Schluck Zielwasser verlangen. Scottsdale in Arizona ist schließlich auch für Amateure recht gut geeignet; nur sollte man versuchen, den Ball nicht all zu weit in die Pampa zu donnern – dort wartet nämlich wüstenähnliches Gelände mit spärlicher Bepflanzung. Und wer einmal auf die Spielbahn schlagen mußte, weiß um die Schwierigkeit Bescheid…

Keinerlei Schwierigkeiten macht hingegen der Umgang mit der Tournament Golf Disk, sie läßt sich problemlos auf Festplatte bannen, beim Diskbetrieb wird die neue Scheibe einfach anstatt der Platz-Diskette des Hauptprogramms ins Laufwerk geschoben.

Daß sich an der hervorragenden Spielbarkeit von PGA Tour Golf nicht ändert, ist daher ebenso selbstverständlich wie die hübsche Geländegrafik von gewohnter Güte. Eine Bewertung können wir uns also getrost ersparen, wahre PGA-Golfer werden den Eintrittspreis von 49,- DM für die drei neuen Plätze mit einem Lächeln berappen! (pb)

Amiga Joker, May 1992, p.50