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Mit „Bubble Bobble“ fing es 1987 in der Spielhalle an: Alle Welt war von den beiden putzigen Plattformen-Drachen begeistert. Das blieb auch bei der Amiga-Umsetzung so, der Nachfolger „Rainbow Islands“ zog dann die letzten Zweifler in seinen Bann. Und jetzt geht’s endlich weiter!

Parasol Stars Eigentlich wollten Bub und Bob ja in Rente gehen, nachdem sie auf den Regenbogen-Inseln für Ruhe und Ordnung gesorgt hatten. Zwei so erfolgreichere Helden im Altenheim, das paßte Ocean aber gar nicht ins Konzept! Also müssen die Jungs noch mal ran, um hier dem fiesen Chaostikhan das Handwerk zu legen – ehe der Schlimmling mit seinen Monsterhorden noch das ganze Universum verseucht…

Insgesamt sieben Planeten warten auf ihre Befreiung, von denen jeder noch einmal in sieben Level unterteilt ist. Zusätzlich gibt’s drei Geheimwelten, deren Eingänge in akribischer Kleinarten gesucht werden müssen. Wie nicht anders zu erwarten, wimmelt es überall von Feinden, auch die obligatorischen Endgegner harren ihre obligatorischen Tracht Prügel. Als Waffen besitzen Bub und Bob lediglich ihre Sonnenschirme, die übrigens ein Geschenk der dankbaren Bewohner von Rainbow Island sind. Und diese Schirmchen haben’s ganz schön in sich: Schon ihre bloße Berührung wirkt tödlich, zudem können Bub und Bob mit ihnen Wassertropfen aufsammeln, um sie dann den wasserscheuen Monstern entgegen zu schleudern. Läßt man fünf Tropfen zusammenkommen, wird daraus ein Mega-Tropfen, der sämtlichen Feinden das Fürchten lehrt. Daneben sind auch die üblichen Extras vertreten: am Wegesrand verstreute Mahlzeiten für den kleinen Hunger zwischendurch, Siebenmeilen-Stiefel zum schnelleren Vorwärtskommen, Smartbombs und zusätzliche Leben, weil die drei von hayus aus vorhandenen kaum für alle sieben Planeten reichen werden.

Grafik und Sound sind von gewohnt zuckersüßer Güte, wobei man die einzelnen Spielabschnitte wie beim Vorgänger auch hier wieder bestimmten Themen gewidmet hat. So spielt die erste Runde z.B. in einer Musikwelt, in der unsere Mini-Helden dem Angriff verschiedener Musikinstrumente ausgesetzt sind – etwa mutierten Trompeten, Killer-Pianos, und ähnlichen Bestien. Auch in puncto Gameplay stimmt alles, nichtzuletzt, weil der zwischenzeitlich („Rainbow Islands“) eingesparte Zwei-Spieler-Simultanmodus wieder eingeführt wurde. Man kann sogar seinem Kollegen aufs (Schirm-) Dach steigen, um auf diese Weise an die etwas entlegeneren Extras heranzukommen.

Man braucht also kein Prophet sein, um vorherzusehen, daß Bub & Bob mit diesem Spiel die Herzen ihrer Fans wieder genauso erobern werden, wie ihnen das vorher schon zweimal gelungen ist. Die Programmierer haben jedenfalls das ihre dazu getan, apropos Programmierer: Diesmal gab es gar kein Arcade-Original, die Amigaversion wurde unmittelbar von der PC-Engine konvertiert. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen und spielen lassen!
(L. Bunder)

Amiga Joker, April 1992, p.10

Der Amiga Joker meint:
"Parasol Stars ist ein neuer Stern am Plattform Himmel!"

amiga joker
Parasol Stars
Grafik: 75%
Sound: 71%
Handhabung: 82%
Spielidee: 72%
Dauerspass: 84%
Preis/Leistung: 78%

Red. Urteil:
Variabel
80%
Preis: ca 79,- dm
Hersteller: Ocean
Genre: Geschicklichkeit

Spezialität: Highscores speicherbar, Pause- und Continue-Funktion.