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Ork logo

Was ist das: Es sieht aus wie eine Mischung aus "Beast" und "Leander", spielt sich aber eher wie "The Killing Game Show"? Was soll's schon sein - der neue Plattformknüller von Psygnosis natürlich!

Ork Jawollo, Ork kann sich sehen lassen. Und das, obwohl die Voraussetzungen nicht gerade die allerbeste waren, kam hier doch jenes Programmierteam zum Einsatz, das bisher nur für "Spell Bound" und "Anarchy" verantwortlich zeichnete - also zwei der schwächsten Psygnosis-Games überhaupt. Diesmal haben sich die Jungs aber voll ins Zeug gelegt, darum sei ihnen sogar die öde Vorgeschichte verziehen: Die Heydadahls sind ein Volk von Sternenfahrern (bei dem Namen...), ihre Raumflotte genießt einen legendären Ruf in der gesamten Galaxis und Umgebung. Kein Wunder, schließlich sind ihre Space-Schlitten immer bestens bewaffnet und ihre Mannschaften wahre Elitetruppen. Solltet Ihr auch so ein Eliterich werden wollen, braucht Ihr nur eine kleine Prüfung zu bestehen...

Ork Und die ist für einen Raumpilot merkbar würdig genug: Man darf/soll/muß einen reichlich seltsam aussehenden Gnom (oder Ork?) durch zahlreiche Labyrinthe führen: Abgründe sind zu überwinden, Schlüssel zu finden und Türen zu öffnen. Logo, die obligaten Gegner werden unterwegs zerbröselt und klar, Munition bzw. Lebenskraft sind begrenzt, können aber durch Aufsammeln von Symbolen ergänzt werden. Zur langweiligen Hüpf-, Baller- und Sammelorgie verkommt Ork dabei keineswegs, denn es gilt viele Puzzles zu lösen (wie schalte ich die Lasersperre aus?), und die abwechslungsreichen Gegner fordern den ganzen Helden. Ein Jetpack hat unser Sprite auch dabei, man kann sich aber nur von Abschußrampen aus in die lüfte erheben und auch das bloß, solange der Sprit reicht. Dann stehen noch ein paar Computerterminals herum, die den Prüfling mit allerlei Funktionen unterstützen: Objekte können analysiert (Freund oder Feind?) und ein Scanner aktiviert werden, ja, sogar der Spielstand läßt sich speichern!

Gut so, denn am Stück kann man Ork sowieso nicht durchzocken, dazu sind die Level viel zu umfangreich, die Gegner zu zahlreich und das Bildschirmleben zu Kürz. Außerdem ist die Sticksteuerung etwas hakelig geraten, einfach hat es so ein Wander-Ork also nicht, zum Bestaunen der (in drei Ebenen scrollenden) Grafikpracht bleibt ihm kaum je die Zeit. Aber es gibt ja noch Zwischenbilder, und die sind sogar noch schöner als die SF Fantasy-Landschaften. Weniger berauschend dann die etwas farbarmen Sprites, die großformatigen End- und Zwischengegner machen aber alles wieder wett! Man könnte sich jetzt noch darüber mokieren, daß die tolle Titelmusik während des Spiels einigen recht mittelprächtigen Soundeffekten weichen muß - doch am Endergebnis ist nicht zu rütteln: Ork ist ein unterhaltsamer Action-Spaziergang in bester Psygnosis-Tradition! (rl)

Amiga Joker, March 1992, p.18

Der Amiga Joker meint:
Abwechslungsreich, unterhaltsam, sehenswert - Ork ist bestes Plattform-Entertainment!

Amiga Joker
Ork
Grafik: 74%
Sound: 66%
Handhabung: 62%
Spielidee: 58%
Dauerspass: 74%
Preis/Leistung: 63%

Red. Urteil: 71%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca. 99,- DM
Hersteller: Psygnosis
Genre: Action

Spezialität: Ausführliche deutsche Anleitung, Handbuchabfrage, HD-Installation möglich.