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Pinball prelude logo  AGA  A1200 Speziell

Um im Wettmurmeln gegen “Pinball Illusions”, “Obsession” und andere Genregrößen bestehen zu können, muß eine neue Flippersim schon einiges auf dem Kasten haben. Doch wenn sie so originell ist wie dieses Erstlingswerk von Effigy, dann ist das bereits die halbe Miete!

Pinball prelude Keine Frage, in der exklusiv für AGA-Wizards konzipierten Kugelei steckt ein ganzer Sack voller guter und noch unverbrauchter Ideen: Erstmals im Genre sind die am Screen traditionell überhohen Tische zusätzlich auch extrabreit, sie scrollen also nicht bloß nach oben und unten, sondern auch ein gutes Stück nach links und rechts. Und das schaftt logischerweise Spielraum für mehr lohnenswerte Ziele. Außerdem brechen die Programmierer mit der bislang als unabänderlich geltenden Angewohnheit, stets das Verhalten realer Arcadeflipper nachahmen zu wollen. Dadurch finden sich bei Pinball Prelude nun allerlei Attraktionen, die es eben nur am Computer geben kann – wer hätte in der Kneipe schon mal bis zu zehn Multibälle gleichzeitig gesehen? Auch eine Replay-Funktion zum nochmaligen Betrachten besonders gelungener Ball-wechsel, den begrenzt haltbaren Turboflummi oder Wander-Targets, wie sie hier gelegentlich die Rollbahn kreuzen, trifft man dort natürlich nie.

Daß es bei Pinball Prelude nicht gar so bierernst wie bei vielen Kollegen im Genre zugeht, zeigt sich freilich auch an den drei (namenlosen) Tischen selbst. Als thematisch originelle Grundlage dienen ihnen die drei wichtigsten Zeitepochen in der Geschichte der Menschheit: Der schlichteste Flipper siedelt in der Prähistorie, wo die Silberkugel von insgesamt vier Keulen über das Spielfeld geprügelt wird. Dort trifft sie auf einen Dino, rutcht einen Wasserfall hinunter, entzündet Fackeln oder haut Bonusfelsen um. In der Gegenwart warten dann einige Rampen, Kugelfallen, Bumper und Sonderziele sowie eine zweite Spielebene mit einem Fußballfeld und einer Antennenschüssel, wo mehrere Ausgänge sozusagen als Ballweiche fungieren. Als optisch besonders üppig erweist sich aber die Zukunft, wo der Ball mit Hilfe von fünf Laserschwertern in Richtung eines Kugel-Roulettes, einer Zwei-Wege-Weiche und vieler anderer lohnenswerter Targets zu dirigieren ist. Sehr praktisch ist dabei die etwas wirklichtkeitsferne, dafür aber höchst effektive Rüttelfunktion, denn sie erlaubt es, den Kurs der Murmel wirklich heftig nach links oder rechts zu beeinflussen. Als weiteres Novum findet sich hier ein regelbarer Schwierigkeitsgrad, der bestimmt, wie oft ein Ziel für welche Punktgutschrift getroffen werden muß, welcher Ausgang zum Verlust einer der vier Startkugeln führen kann und ob nach dem Tilt bereits erzielte Boni erhalten bleiben.

Pinball prelude Zumindest außergewöhnlich sind auch die sehr flexiblen Einstellmöglichkeiten zur Darstellung am Screen. Im Angebot befindet sich die übliche LoRes-Optik inklusive rasantem Scrolling, sowie das verhältnismäßig geruhsame, weil nahezu statische HiRes-Vollbild in drei verschiedenen Grafik-Auflösungen. Auf Wunsch wird automatisch zwischen den jeweils bevorzugten Modi umgeschaltet, sobald die Multibälle in Aktion treten. Apropos: Wenn wirklich mal zehn Schusser gleichzeitig über die schiefe Ebene rollen, kann nur eine Turbokarte im Rechner ihren ruckelfreien Lauf garantieren. Aber das ist verständlich; wünschenswert wären höchstens noch zusätzlischer Antiflimmer-Grafikmodi bei Vorhandensein eines geeigneten Multiscan-Monitors gewesen. Doch vielleicht hat man sich das für die bereits angekündigten Datadisks aufgespart.

Die grafische Präsentation an sich läßt sich nämlich kaum besser lösen als bereits getan. So scrollen bei Pinball Prelude viele bunte Farben und etliche liebevolle Animationen seidenweich am Auge des Betrachters vorbei. Die rotierenden Kugeltore sehen beispielsweise fast schon echter aus als das Leben selbst, dafür laufen an anderer Stelle mitten auf dem Table kleine Videos in einem Minifenster ab. Für den Spielablauf selbst mag dieses Gimmick ja ohne Bedeutung sein, aber man freut sich doch, mit wieviel Begeisterung die Programmierer hier ganz offensichtlich am Werk waren. Nicht weniger überzeugend ist die akustische Untermalung geraten, denn die Sound-Effekte sind ebenso gut gelungen wie die je nach Tisch und Spielsituation unterschiedlich dramatischen Fantasy-, Trance- und Technoklänge.

Wenn man bei diesem beeindruckenden Erstlingswerk also unbedingt etwas beanstanden möchte, dann vielleicht das im Einzelfall leicht unrealistische Abprallverhalten der Kugeln oder die fehlende HD-Installation. Gerade für den letzten Kritikpunkt muß man aber schon ein arger Kleingeist sein, da nach dem Start ohnehin keine Nachladepausen mehr den Spielfluß stören. Wesentlich unschöner ist freilich die fehlende Multiplayer-Option für mehrere Spieler hintereinander, und auch eine Speichermöglichkeit für die Highscores haben wir schon etwas schmerzlicher vermißt. Auf einem Blatt Papier verewigte Punktgutschriften dürfen ja kaum als sonderlich zeitgemäß erachtet werden…

Ganz auf der Höhe der Zeit ist bei Pinball Prelude dagegen der schiere Spielspaß, und um den geht es bei einem Amiga-Flipper doch letzten Endes. Und daß die Newcomer von Effigy hier zusätzlich mit allerlei neuen Ideen frischen Wind in ein zwar gut besetztes, aber wenig innovatives Genre blasen, kann man ihnen gar nicht hoch genug anrechnen. Was sind dagegen schon die paar kleinen macken im Spieldesign? (rl)

Amiga Joker, April 1996, p.p.34-35

PINBALL PRELUDE
(EFFIGY)
FLIPPER-SIM
78%
"AUFGEFLIPPT"
Amiga Joker
GRAFIK
ANIMATION
MUSIK
SOUND-FX
HANDHABUNG
DAUERSPAß
77%
80%
79%
72%
75%
79%
VARIABEL: 3 STUFEN
PREIS DM 89,-
SPEICHERBEDARF
DISKS/ZWEITFLOPPY
HD-INSTALLATION
SPEICHERBAR
DEUTSCH
2 MB
3/NEIN
NEIN
NEIN
NEIN


Pinball prelude logo  AGA Price: £19.99   Publisher: Effigy   081 988 8888

What about Star Trek Next Generation? What about Judge Dredd? Where are my fave pub pinball tables then, eh Effigy?

P Pinball prelude hew! The whole world stood back and gasped when Alternative Software released Thomas The Tank Engine’s Pinball a couple of months ago. At last someone other than 21st Century had caught on to the idea that pinball was big business. Even if a kid’s cartoon train was a bit naff as a pinball subject and between it and Pinball Mania you were not exactly spoiled with quality.

Effigy seem set to change this trend with Pinball Prelude. I am not sure whether I like the idea or not but as well as the three tables included in Prelude you will apparently be able to buy more on an individual disk basis. According to Effigy if they achieve 2,000 sales they will be able to release a new data disk. 5,000 and a new game will be released.

Pinball prelude I guess what I dislike about this marketing approach is that even for £19.99 I would have liked four or More tables. The three supplied are good but you cannot help feeling cheated when you open the box and they are already selling more. But I will admit that the idea gets around the lack of availability of pinball games and as long as the quality of the tables keeps up then, well, what the hell.

Past, present...
The three tables supplied in Pinball Prelude are themed around the past, the present and the future. The past and future are almost unrecognisable as conventional pinball tables. I mean come on, have you ever played pinball with four caveman clubs or five light sabres? But they are fun.

They ‘Prehistoric’ one is a simple affair but easily one of the most scenic tables I have ever played. It is like taking a stroll through Jurassic Park. Although pinball purists won’t be excited by the gameplay, the combination of humour, top class music and SFX and novelty value will not really disappoint anyone.
Instead of loops, alleys and bells, it contains grunting dinsaurs (a T-Rex skull and a Tricerops) a river and a series of symbols on a grassy knoll indicating passing time, spinning vortexes and inventions. Congrats, Effigy, on making a break with tradition and succeeding.

The ‘Future’ table is even more bizarre, with a top-down view of a Blade Runner-esque rendered city and what is described as a ball droid which looks a bit like a coloured marble. The best bit are the flippers: they are green light sabres! Smart. The SFX used mean that whenever you move a flipper it makes a pretty genuine Star Wars light sabre sound. Despite these innovations it is the least enjoyable of the three tables.

The ‘Present’ table is much better. It looks like a current pinball table, which means you are on familiar ground immediately. It is themed around communications with a satellite dish, a TV remote control (or is it a mobile phone?), what looks vaguely like a laptop computer and a football match. One of the really nice touches included is that when the ball enters the football match section it actually changes temporarily into a football. Otherwise the ball does not look very convincing.

The music and sound effects are without doubt the best in any pinball game. If you buy it, do yourself a favour and plug it into a stereo because you won’t regret it. You can individually change the volume of the music and sound effects, getting the right balance for your tastes and there is also a switchable filter which smooths out the sound and cuts out some of the higher frequencies.

It is not easy to score highly in Prelude. Unlike, say, Illusions, where you can blast away almost aimlessly and still chance upon 20,000,000, in Prelude you need to work the combos and pick up multiballs to really get results. There are three difficulty levels.

Original thinking
I was highly impressed with Pinball Prelude. Each table comes on a single, separately laoding self contained disk so there is no swopping between games etc. The quality of the graphics is very good and the amount of original lateral thinking used on the various tables is admirable. In the final analysis I found that the table lacked really long term excitement (especially ‘Future’) and the sort of edge that a genuine pub pinball table provides, but do not let this put you off. It is much better than Thomas The Tank Engine’s Pinball and knocks the socks off past masters 21st Century’s Pinball Mania. And when you beat the master, the world is at your feet. Or something.
Alan Dykes

CU Amiga, April 1996, p.54

PINBALL PRELUDE £19.99
A500

A500+

A600

A1200

A1500

A2000

A3000

A4000

workbench version: 3.0+

number of disks: 3

RAM: 2 MB

hard disk installable: no
 

graphics

sound

lastability

playability
 

87%

93%

82%

82%
 

OVERALL
More Pinball! More MORE!
 
84%