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Ninja Remix logo

Im Musikgewerbe sind Remixes ja schon längst an der Tagesordnung – aber wer hätte gedacht, daß man so etwas auch mit Ninjas machen kann?

Ninja Remix 1987 war das Geburtsjahr eines absoluten Megaklassikers auf dem C 64, damals brachte System 3 das erste „Last Ninja“ Spiel heraus. Es stellte hinsichtlich Grafik, Sound und Game-design alles bisher Dagewesene in den Schatten – doch Amiga-Ninjas warteten vergeblich. Stattdessen bekämen die Freunde der „Freundin“ eine total verunglückte Konvertierung des Nachfolgers „Last Ninja 2“ serviert! Um den dadurch stark lädierten Ruf der alten Schattenkämpfer wieder aufzupolieren hat man sich bei System3 nun doch noch entschlossen, eine Amigaversion des ersten Teils nachzuschieben. Damit dabei auch ja nichts schiefgeht, wurde für die Umsetzung Eclipse beauftragt, also dieselben Leute, die bereits „Wings of Death“ gemacht haben. Soweit so gut, wenden wir uns mal der Story zu:

Der Shogun Kunitoki hat in einem beispiellosen Vernichtungsfeldzug alle Ninjas niedermetzeln lasen, um an ihre sorgfältig gehüteten Schriftrollen zu gelangen. Einen hat er allerdings übersehen – den jungen Armakuni. Dieser zieht jetzt los, um de bösen Shogun zu vernichten, wohlwissend, daß das Weitebestehen der Ninja-Kultur einzig und allein von ihm abhängt. Seine Rachetournee führt ihn durch die Wildnis, eine Gebirge, den Palastgarten und etliche Dungeons bis ins Innerste des Palastes, wo die endgültige Abrechnung wartet. Es wimmelt zwar an allen Ecken und Enden von Gegnern, Hindernissen und unangenehmen Überraschungen, aber schließlich sagt schon eine alte Überlieferung, daß Ninjas drei Leben haben – und wenn sie einen Apfel aufsammeln, gibt’s noch eins dazu.

Ninja Remix Grafik und Sound sind, von Kleinigkeiten abgesehen, ganz ausgezeichnet gelungen: Die Musik ist eine fetzige Aufbereitung des Originalthemas, und die Optik wird von Szene zu Szene schöner – in dieser Hinsicht steht der Remix der ursprünglichen Version nicht nach. Nur daß bei 512K vor jedem Screenwechsel kurz nachgeladen wird, stört etwas, wenn auch nicht allzusehr. Etwas mehr Mühe hätte man sich allerdings mit der Handhabung geben können: Die Steuerung ist nicht mehr ganz so exakt wie seinerzeit am 64er, vor allem das Aufnehmen von Gegenständen ist noch schwieriger geworden. Aber nach einer gewissen Zeit kommt man trotz der leichten Überbelegung des Sticks ganz gut zurecht. Überhaupt spielt sich die Sache sehr fair, man kann mit allen Gegnern ohne Energieverlust fertig werden, einzig das Gelände ist manchmal recht tückisch.

Auch sind einige Verbesserungen gegenüber dem Original festzustellen, beispielsweise lassen sich nun Spielstände abspeichern. Alte Ninja-Veteranen können also getrost die Wurfsterne aus der Mottenkiste holen – der Remix ist zwar nicht das Überspiel von einst, hat aber genügend Ninja-Power, um einen das schauderhafte „Last Ninja 2“ vergessen zu lassen! (mm)

Amiga Joker, February 1991, p.?

Der Amiga Joker meint:
"Ninja Remix ist Asien-Action wie in alten Zeiten!"

Amiga Joker
Ninja Remix
Grafik: 72%
Sound: 83%
Handhabung: 66%
Spielidee: 71%
Dauerspass: 79%
Preis/Leistung: 64%

Red. Urteil:
Für Fortgeschrittene
75%
Preis: ca 99,- DM
Hersteller: System 3
Bezug: International Software

Spezialität: Drei Disketten, Zweitlaufwerk wird nicht unterstützt. Deutsche Anleitung mit wertvollen Tips zum Spiel.