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Die Plattform der Kuscheltiere

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Auch wenn Ocean das sprunghafte Eichhörnchen auf den Amiga losläßt, entsprungen ist es dem deutschen Programmierteam Neon - zu dem mit Peter Thierolf ein Mann mit jahrelanger Plattformerfahrung gehört!

Mr Nutz Immerhin war Peter Thierolf lange Mitglied bei Factor 5, und deren "Turrican"-Serie zählt ja nun unbestritten zu den Highlights des Genres. Ein Highlight der eher knuddeligen Art ist der noch jungen Neon-Truppe nach rund zwei Jahren Entwicklungszeit aber auch mit diesem Spiel geglückt: Am Super Nintendo macht Mr. Nutz eine gute Figur, aber Neons Amigaversion ist schlicht das bisher spektakulärste Jump & Run für die "Freundin"!
Lange Zeit wurde das Programms auf Messen und Pressevorführungen als "Timet, the flying Squirrel" gehandelt, jetzt haben die ausgefeilten 3D-Routinen, das butterweiche Parallaxscrolling, die flotten Zooms der Endgegner bis auf Bildschirmgröße und die spektakulären Dreheffekte endlich ihren endgültigen Namen und ihre endgültig doofe Hintergrundstory: Irgendein fieses Hühnervolk kam aus dem Weltall angeflattert und unterjochte den Heimatplaneten vieler putziger Kaninchen, Teddybären und anderer Kuscheltiere. Allein dem Eichhörnchen Mr. Nutz blieb dieses grausame Schicksal erspart - dafür darf der sympathische Nager jetzt all seine Freunde befreien...

Amiga Joker Hit Der Eichhörnchen-Dompteur findet sich zunächst vor einer Weltkarte wieder, die vier zu rettende Inseln präsentiert. Auf ihnen lenkt man nun den tierischen Helden erst mal kreuz und quer durch (aus der Vogelperspektive gezeigte) Wald-, Techno-, Inka- oder Meereslandschaften, durchstöbert auf der Jagd nach Extras allerlei Truhen und führt kleine Multiple-choice-Unterhaltungen mit den Insulanern, um nützliche Spieltips aufzuschnappen. Wer bisher die Gegner vermißt hat, der wird in den (aus der üblichen Seitenansicht präsentierten) Plattformsektionen fündig, von denen jedes Eiland mindestens fünf verschiedene aufweist - man betritt sie durch Eingänge auf der Oberwelt. Sind dann alle Abschnitte einer Insel durchlaufen, durchhüpft, durchflogen oder durchschwommen, öffnet sich das Tor zum jeweiligen Hühner-Hauptquartier, wo der Endgegner auf seine verdiente Abtreibung wartet, Nun kann Mr. Nutz zwar von Natur aus ebenso schnell sprinten wie sein Konsolen-Kollege "Sonic", dennoch empfiehlt sich eine gemächlichere Gangart, um nicht unversehens in Gegner hinein zu rennen oder gar die zuhauf vorhandenen Sammelextras zu verpassen. Da gibt es etwa Diamanten, die am Levelende in frische Energie oder Extraleben umgerechnet werden, dazu Boni, die den Hüpfer flugtauchlich machen, sowie Schutzschilde verschiedenster Haltbarkeit.

Mr Nutz Auf Waffen verzichtet der Held allerdings konsequent, statt dessen steigt er den großen und kleinen Gegnern in bester Genretradition auf den Kopf. Allzu gefährlich ist das für ihn nicht, denn er verliert bei Feindkontakt nur einen Teil seiner Kraftreserven - und das auf recht originelle Art und Weise: Ein Hitpoint springt aus der Energieleiste ins Springfeld und kann mit etwas Geschick sogar wieder eingefangen werden! Doch zurück zu den Gegnern, denn die Biester legen eine beeindruckende Intelligenz an den Tag. So springen Fische z.B. an Land und schlittern Mr. Nutz über das Ufer nach, doch auch Hühner, Robbis und die sonstigen Übeltäter folgen selten stupiden Bewegungsmustern. Der Nachteil sind gelegentlich etwas unfaire Attacken, der Vorteil ist ein lebendiges Spieldesign: Blumen beginnen plötzlich zu rotieren und nach allen Seiten Extras zu schleudern, riesige Stampfer stoßen unerwartet von der Decke herab, man muß gegen Wasserfontänen, Ventilatoren, Sturmböen und Regenschauer ankämpfen oder 3D-Renneinlagen sowie kleine Denksportaufgaben mit Schaltern absolvieren. Praktisch jeder der rund vier Dutzend Levels wartet mit Überraschungen und witzigen Gags auf, dazu kommen schier unendlich viele Geheimräume und Bonusstages - wahrlich, das Spiel hat auch nach dem dritten und vierten Durchlauf noch Neuigkeiten zu bieten.

Mr Nutz Neben dem feinen Gameplay haben die Programmierer auch das Drumherum nicht vergessen, es warten hübsche Details wie ein Musikmenü oder die Unterstützung von Zwei-Button-Sticks/Pads. Und natürlich wartet viel, viel Grafik: Mag es den satten 5.300 Screens auch manchmal ein wenig an Farbe mangeln, so brennen sie wie gesagt ein Feuerwerk an tollen Animationen und überraschenden Effekten ab. Dazu tönen Musik und Sound-FX gleichzeitig aus den Boxen, und die Nachladerei hält sich in Grenzen: auf Amigas mit 2 MB RAM oder mehr steht das Game praktisch komplett im Speicher. Wir indessen stehen woanders, nämlich voll hinter Mr. Nutz - das Game katapultiert seine Schöpfer mit einem Schlag in die erste Programmierriege! (rl)

Amiga Joker, January 1994, p.p.??

Das Konsolen-Hörnchen
Um Mißverständnissen vorzubeugen: Am Super Nintendo war ein anderes (französisches) Team für Ocean am Werk, weshalb die Unterschiede zwischen den Versionen gewaltig sind! So sieht Mr. Nutz auf der Konsole etwas besser aus, spielt sich aber längst nicht so launig, denn es fehlt die komplette Oberwelt, wodurch der (völlig andere) Levelaufbau weitaus monotoner geraten ist. Summa summarum ist der Nintendo-Nutz damit ein zwar sehr hübsches, aber keineswegs herausragendes Jump & Run.
Wieder anders könnte es demnächst am Mega Drive aussehen, da Neon hier gerade an einer Konvertierung der Amigafassung strickt. Allerdings wird die Grafik aufgrund des beschränkten Modul-Speicherplatzes weniger detailreich ausfallen, und spezielle Effekte wie etwa das 3D-Zooming der Endgegner sind nur abgespeckt oder gar nicht vorhanden. Wer also mehrere Digi-Entertainer besitzt, für den ist ganz klar die Amigaversion erste Wahl!
Mr Nutz on Super Nintendo

MR. NUTZ
(OCEAN)
JUMP & RUN

85%

"SPITZE!"
Amiga Joker
GRAFIK
ANIMATION
MUSIK
SOUND-FX
HANDHABUNG
DAUERSPASS
82%
86%
81%
80%
82%
86%
FÜR GEÜBTE
PREIS DM 79,-
SPEICHERBEDARF
DISKS/ZWEITFLOPPY
HD-INSTALLATION
SPEICHERBAR
DEUTSCH
1 MB
3/JA
JA
4 SPIELSTÄNDE
ANLEITUNG



Mr Nutz logo

Have Ocean Software come up with their own Amiga Sonic beater? Tony Dillon isn't so sure.

Mr Nutz Ocean have been very quiet recently as far as the Amiga is concerned. Even though they hold in their hands two of the most awaited Amiga games to date (Inferno and TFX), for quite a while now we've had little cause to chase the cheeky Mancunans for review software. So quiet were they that I almost didn't hear this package drop through the letterbox. While Millennium are jumping up and down with joy at the release of James Pond 3, Ocean are whispering that Mr Nuts has arrived.

CUTESY
Mr Nuts is a cute little squirrel who has to save a planet from the clutch of evil chickens from outer space. Okay, so the plot might reek a little of Alfred Chicken, but we'll gloss over that for the moment.

Using all his skill and judgement, Mr Nuts has to work across the huge maps that make up the planet, systematically closing down all the chicken bases while helping his friend Mr Hitpoint, Mr Rabbit and Mr Pigeon. He does this in two ways. Firstly, there's the scrolling platform bit, which looks absolutely gorgeous in these screenshots, you have to admit. Bright, vivid colours, large cute sprites, and if you could see that silky smooth animation – oh, it would take your breath away. This is only a small part of the game, however.

The real game happens in a Zelda-style scrolling walkabout around the map, finding bombs, opening chests, talking to characters and so on. For some reason this all takes place in a window that takes up no more than an eighth of the screen, which is incredibly frustrating. Mr Nuts is, basically, a mapper's dream, as they mark down all the paths with their twists and turns along the way. Using teleporters, ladders, rafts and bombs you work through the map until you close down an island. Then it's off to the next level.

Looking at the game, it's quite obvious that the whole thing is perfect for the younger market. The characters are all done in a cute, colourful way. There are no real taxing puzzles and the platform sections are over as soon as they start. This is no justification for the low mark, however.

SHORTY
The relatively low mark I've given it has come about due to the one major shortcoming that Mr Nuts, like so many before it, has suffered from: there's very little gameplay. The map section is far too simple to be of any real value to a gamesplayer, and the fact that everything happens on a tiny screen is unforgivable. Why not make it full screen? It would have made all the difference!

Mr Nutz It's the platform section where the whole game falls apart. Mr Nuts can run at approximately 130 miles per hour. However, levels are only playable if you move at 20mph. Interestingly enough you can belt from end of the level to the other at top whack in around fifteen seconds and only lose a small amount of energy. This game will only pose a problem to real gamesplayers if they let it.

Just as well, really, as the colour scheme renders everything in the platform sections little more than a multi-coloured mess. I'm all for using hundreds of colours, as longs as they aren't all garish green! What is the point of having a game so colourful that you can't actually tell where the backdrops end and the sprites begin? I was getting hit by things I couldn't see until they'd hit me, and avoiding things that ended up being nothing more than on-screen 'furniture'.

NO GOODY
It's just a real shame that this had to come out at the same time as James Pond 3, it really is. Not that I want to get too negative or anything, but there really is no competition. One is a fast, playable platformer with puzzle twists and various other interactive elements, and the other is bright, colourful but ultimately thin and characterless.

CU Amiga, June 1994, p.75

OCEAN £25.99
a500
a1500
a500+
a2000
a600
a3000
a1200
a4000
OCEAN SOFTWARE LTD, 2 CASTLE STREET, CASTLEFIELD, MANCHESTER M3 4LZ. TEL: 061 832 6633
 
RELEASE DATE:
GENRE:
TEAM:
CONTROLS:
NUMBER OF DISKS:
NUMBER OF PLAYERS:
HARD DISK INSTALLABLE:
MEMORY:
 
OUT NOW
PLATFORM
IN HOUSE
JOYSTICK
3
1
NO
1Mb

 
GRAPHICS
SOUND
LASTABILITY
PLAYABILITY

74%
78%
53%
45%
Great presentation.
Shame about the rest.
OVERALL: 59%