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Misadventures of Flink Logo  CD32

Zwei Jahre nach der Premiere zählen die "Lionheart"-Plattformen immer noch zu den besten am Amiga - auf CD kehren ihre Macher jetzt mit einem sagenhaften Hüpfical zurück: sagenhaft schön und sagenhaft spielbar!

Misadventures of Flink Nach der Thalion-Pleite haben sich Erwin Kloibhofer (Programm) und Henk Nieberg (Grafik) nun also für Psygnosis ins Zeug gelegt, was für die dröge Vorgeschichte ihres Hüpficals allerdings nur mit Einschränkungen gilt: Ein böser Magier hat die vier Weisen des Phantasieländchens Imagica entführt, und nur der kleine Zauberlehrling Flink vermag sie zu befreien. Also nicht gerade nobelpreisverdächtig, was das Intro hier mit animierten Bildchen erzählt. Doch um so origineller und umfangreicher ist das anschließende Gameplay:

Amiga Joker Hit Man beginnt das Turnabenteuer auf einer begehbaren Landkarte, wo auch bereits absolvierte Abschnitte zu einem erneuten Besuch und damit zur Punktesteigerung einladen. Von hier aus begibt sich Flink auf die Reise durch rund 60 Levels mit knapp 100 verschiedenen Gegnern und fünf screenfüllenden Oberbossen. Man trifft bereits im ersten, recht sumpfigen Abschnitt auf feuerspeiende Mini-Dinos und hinterlistige Diebe, mißbraucht herabschwebende Blätter als Brücke über reißende Gewässer und bekämpft zum Schluß einen früchtewerfenden Gorilla. Der Nachwuchs-Merlin erledigt sich der Gegner dabei gern durch ein Hüpfer auf das feindliche Köpfchen, greift sich aber auch Steine, betäubte Passanten oder anderes Treibgut und funktioniert es zur Wurfwaffe um. Herumstehenden Schatzruhen ernimmt der Held dann Nützlichkeiten wie Extraleben, frische Energie, deutschsprachige Tips und - Kochrezepte. Korrekt vermischt, entstehen aus Goldringen, Wurzeln und anderen Sammelzutaten nämlich feine Schutzschilde und magische Smartbombs, oder man zaubert sich Plattformen irgendwohin und erlangt so Zugang zu vorher unerreichbaren Abschnitten und Welten.

Misadventures of Flink Der kleine Flink läuft also mit einer beneidenswerten Ausrüstung durch die atemberaubend gepinselten Berge, Städte, Sphären- und Meereswelten, in denen die Entwickler alles untergebracht haben, was dem Genre lieb und teuer ist: wegbrechende Erdböden, Sprungfedern, rotierende Aufzüge, wippende Morgensterne und Schwimm- bzw. Flugabschnitte ebenso wie Endgegner auf Stelzen und imposant aus dem Hintergrund heranzoomende Riesendrachen. Der mit unendlich vielen Continues gesegnete Practice-Modus läßt auch ungeübte Spieler einen Großteil der Pracht miterleben, doch wer das große Finale erreichen will, muß mit drei bzw. fünf Weiterspiel-Möglichkeiten auskommen. Könner am Joypad sind also gefragt, und das, obwohl das Leveldesign bei der Konvertierung vom Mega Drive einige Gegnerformationen eingebüßt hat. Andererseits geht es hier nur selten richtig unfair zu, zudem endet nicht jeder Gegnerkontakt mit dem Verlust eines Lebens - und im Fall des Falles fehlt es auch nicht an Rücksetzpunkten.

Misadventures of Flink Daß ein unterhaltsames Gameplay ohne die passenden Präsentation bloß die halbe Miete ist, weiß auch und gerade der Grafiker Henk Nieborg, weshalb er an tollen Optik-Leckerbissen nicht gespart hat. Die überaus detaillierten und parallax scrollenden Landschaften mit ihren wunderschönen Farbverläufen sind ebenso Hingucker wie die gelungene Mimik von Flink und dem gesamten Rest des Personals. Das minimale Ruckeln schmälert den Spielspaß dabei in keinster Weise, nur akustisch wäre schon ein wenig mehr drin gewesen; Die Sound-FX untermalen das jeweilige Geschehen ja noch recht ansprechend, doch die CD-Musiken hätte man sich eine Nummer peppiger gewünscht.

Ein wunderbare Gelegenheit zur akustischen Nachbesserung wäre natürlich eine A1200/A4000-Umsetzung - doch Konvertierungspläne jedweder Art hat Psygnosis wegen der unklaren Commodore-Situation vorläufig auf Eis gelegt. Zum Trost hüpft Flink auch über CD-ROM-bestückte AGA-Amigas, wobei eventuell vorhandene Hardware-Extras (Turbokarten etc.) sogar für zusätzliche Animationen genutzt werden. Wohl dem, der die richtige Ausrüstung hat, denn dieses technisch und spielerisch anspruchsvolle Jump & Run ist schon ein Sahnestückchen! (rl)

Amiga Joker, December 1994, p.p.72-73

DREI FRAGEN AN ERWIN KLOIBHOFER
?: Erwin, du kommst aus Österreich. Wie ist da eigentlich die Zusammenarbeit mit Henk Nieborg zustande gekommen - er stammt doch aus Holland?
EK: Wir kennen uns bereits aus alten Demotagen, die Szene ist ja international. Irgendwann bin ich von zu hause ausgerissen und nach Holland, wo wir gemeinsam ein kleines Jump & Run namens "Ghost Battle" entwickelt und Thalion angeboten haben. Es wurde zwar nie veröffentlicht, trotzdem hat es uns einen Arbeitsplatz in Gütersloh gesichert.
?: Wo dann gleich "Lionheart" entstand?
EK: Genau. Nach der Thalion-Pleite haben wir uns mit Psygnosis zusammengetan und Flink fürs Mega Drive entwickelt. Es war mein persönlicher Wunsch, davon auch eine CD32-Version zu machen - und hier ist sie!
?: Der Konsolen-Flink ist gerade mal ein paar Wochen alt, wie hast du ihn nur so flink rübergezogen?
EK: Nun, das passierte nicht ganz freiwillig, denn Psygnosis wollte das Teil unbedingt vor Weihnachten fertig haben. Also mussten wir mehr oder weniger eine 1:1-Umsetzung machen; ich hätte lieber noch ein bisschen länger daran gearbeitet.
?: Na, Vielleicht tröstet es dich, dass auch Redakteure ständig mit einem unbarmherzigen Zeitlimit zu kämpfen haben...
 

THE MISADVENTURES OF FLINK
(PSYGNOSIS)
PLATTFORM - MAGIE
85%
"AUSGEPFEILT"
Amiga Joker
GRAFIK
ANIMATION
MUSIK
SOUND-FX
HANDHABUNG
DAUERSPAß
84%
87%
70%
76%
79%
82%
VARIABEL
PREIS DM 89,-
CD
EINGABEMEDIUM
SPEICHERBAR
DEUTSCH
PAD/STICK
NEIN
KOMPLETT



Misadventures of Flink Logo  CD32

Price: £14.99   Publisher: Psygnosis   051 709 5755

CD32 owners have at last got an exclusive game that they can really shout about, reckons Andy Nuttall. And it is from the makers of Microcosm. Good grief!

Misadventures of Flink W ainright is a bloke who enjoys walking. A lot, in fact, to the extent that he wrote books on the subject something, which I think is rather sad, as I consider the old ‘piece-a-terre’ to be something that only happens when your car breaks down.
It is curious, then, that Psygnosis has chosen the Wainright monicker for the baddy in its second CD32-only game (Microcosm was the first). Curious, because Flink is neither dull nor boring, and has only once noticeable thing wrong with it. More about that later.

Flink, you see, is a young apprentice wizard. He’s charged with the retrieval of his four masters, who were banished to the ends of the earth by the aforementioned Wainright. It is a slow, thoughtful platformer, with nothing more bloody and violent than bouncing on the odd baddy to dislodge him and steal his belongings. It looks very much like Thalion’s Lionheart; and not surprisingly, really, because it is written by the same team!

Cracking surrealists
The levels span six different graphical scenes – including a rather surreal ‘Metaphysical’ level. One of the main differences between this and Lionheart though, is that you can also go back to previous levels, to have another crack at some of the puzzles that maybe you could not solve earlier. Ingredients must be picked up, spells mixed and cast. We are not talking Eye of the Beholder or Call of Cthulhu but it is certainly more mind-taxing than most games of this sort.

For example, perhaps you need a spell to shrink you down to get through a tiny door; but the spell you need does not show up until later on in the game. So, you mark the points where you get stuck, and then return to them later with a fresh approach and a few newly-created spells. It manages to weave this sort of semi-cerebral puzzle cleverly into the action, which means that it even appeals to young arcade-loving upstarts like me.

But then, of course, it is also a rather excellent action game, albeit a reasonably slow-paced one. Faster than Mario, slower than Sonic, it uses some of the most stunning graphics you will ever see on an Amiga (hell, on any format) for the backgrounds, the main isometric 3D-map, the huge sprites – making brilliant use of the CD32. The guardian baddies, too, are incredible; huge, screen-sized monsters made up from many sprites move smoothly and slickly. I defy you not to be astonished by them.

Up with the best
In almost every way, Flink is up there with the best Amiga games. Almost. There is one huge, glaring omission that does not so much kill the game off, as place a large, ugly wart on the side of its nose. Where, oh where, are the level codes? Not giving you the option to save your position in an adventure game of this kind is bad; but forcing the player to return to the beginning after ploughing through many of the large, gruelling levels is unforgivable. I must have played through the first few levels a good 20 times before I got anywhere near the end of the game; and I would, quite frankly, have killed for a save-game option. Oh, how I will never understand software publishers.

But there is a positive counter for even this. Just as I was to rate Flink at a well-above average, but mildly-flawed 81%, news came in that Psygnosis has signed an exclusive deal with the game chain Future Zone, meaning that Flink is to be sold at a meagre £14.99. Hey, it has got a flaw, but it is not that bad – and for a little under 15 sovs this is, quite possibly, the CD32’s finest hour. Buy, and enjoy.

CU Amiga, March 1995, p.63

FLINK £14.99
100%
General rating
0%
CD32 pad
A: screen mode
B: cast spells
C: pick up
D: jump
E:
F:
G: direction
H: pause
graphics
sound
lastability
playability
 
94%
81%
87%
83%
 
OVERALL
A classic CD32 game at a budget floppy price.
 
87%