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Voller Eifer schnitzen die Jungs von New World Computing an einem dritten Standbein für ihr berühmtes Rollenspiel-Duett - das Ergebnis war ein PC-Abenteuer vom Allerfeinsten. Nun steht endlich auch die Amigaversion, und um ehrlich zu sein: Wir stehen drauf!

Might and Magic 3 Wie man das von der mächtig magischen Saga gewohnt ist, soll einmal mehr dem Finsterling Sheltem das Handwerk gelegt werden, diesmal bedroht er die Inseln des Landes Terra. Die Hatz beginnt in der abgelegenen Stadt Fountain Head, wo sich ehrbare Bürger wegen der vielen Monster kaum noch auf die Straße trauen. Neben "Strassensäuberung" steht noch eine kleine Befreihungsaktion für den entführten Schutzpatron des Örtchens auf der Tagesordnung. Durch viel Wilderness und über Zwischenstationen wie den Temple of Moo geht es dann zu anderen Inseln und Städten, wo weitere Teilquests auf die ruhmreichen Helden warten, ehe es irgendwann zum Showdown mit dem Obermiesling kommt.

Doch bis dahin ist es ein derart weiter und vor allem dornenreicher weg, dass sich Rolli-Neulinge am besten an das fertig ausgerüstete und bereits bewaffnete Instant-Sextett halten sollten - alte Recken aus früheren Teilen können leider nicht übernommen werden. Versierten Haudegen dürfen freilich auch ein eigenes Team basteln, stehen dann aber anfänglich ziemlich nackt in der Landschaft. Dazu kann man unter fünf handelsüblichen Fantasy-Rassen und zehn Berufen (Paladine, Kleriker usw.) wählen, und es stehen mehrere Konterfeis zur freien Verfügung. Die Charakterwerte wie Intellekt oder Ausdauer hingegen ergeben sich zufällig per digitalem Würfelwurf. So oder so bleiben zwei Charakter-Slots am Hauptscreen frei, gesellige NPC's brauchen schließlich auch ihr Plätzchen.

Might and Magic 3 In den Städten findet man die übliche Abenteuer-Infrastruktur, also Kneipen für das leibliche, Schmieden für das waffentechnische und Banken für das finanzielle Wohl. Aber auch die Tempel der Heilung sind erwähnenswert, ebenso wie Gilden oder Trainingslager, in denen Zaubersprüche gekauft bzw. höhere Level erklommen werden - genügend Erfahrungspunkte vorausgesetzt. Wer die Paßwörter kennt, kann gar per Teleporter von einer Stadt zur anderen reisen, und falls einem mal ein sogenannter Meister begegnen, sollte man sich von ihm nützliche Skills wie Kartografie (Automapping) oder Schwimmen beibringen lassen.

Einen Kampfscreen sucht man vergebens, die animierten Monster sind schon von weitem sichtbar und werden beim Herandackeln immer größer, bis sie halt auf Nahkampfdistanz sind (natürlich kann man sie schon vorher mit Spells oder Pfeilen beharken). Nun blendet das Programm ein spezielles Iconset ein, und es darf per Klick und in Echtzeit gerangelt werden. Im Gegensatz zum Vorbild "Dungeon Master" ist hier aber auch ein Quickmode vorhanden, bei dem nur anfänglich einmal die Befehle für alle verteilt werden. Zwar liegt der Schwerpunkt generell eher im Metzeln, weshalb man möglichst weder wanken noch weichen sollte - wenn jedoch gar nichts mehr hilft, dürft Ihr Euch vom eingebauten Notausgang in Sicherheit bringen lassen. Das kostet allerdings Erfahrungspunkte!

Wie schon angedeutet erscheint die jeweilige Umwelt im großen 3D-Fenster (Party-Perspektive) des Hauptscreens; auch die Fortbewegung findet mit Hilfe von Richtungspfeilen hier statt. Okay, ganz so bombastisch wie die VGA-Optik des PC-Originals wirkt die Amiga-Grafik nicht, aber immer noch sehr hübsch und ansprechend schnell. Noch mehr Lob verdient die bequeme und durchdachte Maus/Icon-Steuerung: Ob man schlafen, zaubern oder nur einem seiner Helden ins Innenleben schauen möchte, ein Klick am rechten Ort genügt; wenn auch gelegentlich ein wenig nachgeladen werden muß. Außerdem ist vielen der Verzierungen und Skulpturen am Rande des 3D-Fensters eine Sonderfunktion zugeordnet, z.B. Kompaß oder Monsterwarnung - immer vorausgesetzt daß irgendjemand aus der Equipe die dazu passenden Skills erlernt hat.

Die Freunde feiner Sound-Untermalung kommen angesichts der vollmundigen Tracks ebenfalls auf ihre Kosten, und so bleibt uns schließlich nur ein Fazit: Was ein echter (und geübter) Rollenspieler ist, der wird der Macht dieser Magie wohl kaum widerstehen können... (jn)

Amiga Joker, March 1992, p.p.46-47

Der Amiga Joker meint:
Might & Magic III macht seinem Namen alle Ehre!

Amiga Joker
Might & Magic III
Grafik: 81%
Sound: 87%
Handhabung: 82%
Spielidee: 76%
Dauerspass: 81%
Preis/Leistung: 80%

Red. Urteil: 81%
Für Experten
Preis: ca. 89,- DM
Hersteller: New World Computing
Genre: Abenteuer

Spezialität: Sechs Disketten, trotzdem auch ohne HD spielbar, 1 MB ist aber erforderlich. Die deutsche Version kostet 10,- DM mehr.



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Electronic Arts/ £29.99/ Out now

Might And Magic 3

Amiga review Ian: When David reviewed the PC version of Might And Magic 3 in last December's issue, it received a score of 89, putting it right up there alongside Dungeon Master and Eye Of The Beholder (from which this game obviously draws its inspiration). So I eagerly ripped open the box and prepared myself for a treat.

Unfortunately, I had to wait quite a while for that treat. After formatting two blank discs, copying files onto them and renaming them, I was finally in a position to play the game. (You need at least 1 Meg of RAM and an external disk drive.) If you think all that sounds a bit of a hassle, try actually playing the game. With its disk swopping and disk accessing, this game is mega frustrating.
If it wasn't for this, the game would be a surefire winner. Almost identical to the PC version graphically and sonically, it also shares the same user interface and gameplay.

Another annoying quibble comes to light at the beginning. The experience (and therefore strength, etc) of your party is initially so low that survival becomes very difficult as soon as you leave the town of Fountain Head. Going out, beating up a few orcs and then returning to rest is the best way to progress until your party of six builds up strength.
Long-term interest is provided not only by the RPG elements, but also the achievement of awards for tasks and services which are not necessarily vital to completing the game, but can prove useful in terms of gold, magic items and such like.

A great game (almost) ruined by the hardware requirements and a severe case of fiddlydiskitis.

Zero, June 1992, p.58

GRAPHICS 81

SOUND 88

ADDICTIVENESS 68

EXECUTION 55

OVERALL
70