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MiG-29 Fulcrum logo

Nun hat Gorbi also auch die Computerwelt revolutioniert: Bisher kannte man MiGs nur als Gegner, jetzt dürfen wir sie endlich mal selber fliegen!

MiG-29 Fulcrum Unzählige Male habe ich die Dinger schon vom Himmel geholt! Von der guten alten MiG-21 über die MiG-27 bis zur aktuellen MiG-29 mußte in diversen Flugsimulationen alles dran glauben, was mir vor den Monitor gekommen ist. Doch nun hat das alte Feinbild wohl endgültig ausgedient – sogar in den hangars der Bundeswehr stehen schon ein paar „wiedervereinigte“ MiGs aus den Restbeständen der NVA herum. Was die damit machen, weiß ich nicht, bei Domark jedenfalls hat man den Glasnost-Vogel kurzerhand versoftet...

Die MiG ist quasi das sowjetische Gegenstück zur F-16 und hat daher auch etwa dieselben Aufgaben zu erledigen – das Repertoire reicht vom dramatischen Luftkampf bis zur Bombardierung von allerlei Bodenzielen. Folglich sind hier ganz ähnliche Missionen zu absolvieren wie bei „Falcon“ oder „F-16 Combat Pilot“: Trainieren mit Übungszielen und Gegnern, die nicht zurückschießen, Identifizieren feindlicher U-Boote, Bombardieren von Ölrafinerien und Atomreaktoren, Zurückschlagen chinesischer (!) Angreifer usw. An die anspruchsvolleren Aufgaben kommt man allerdings nur heran, wenn man mindestens 500 Punkte auf dem Konto hat – und die wollen erst mal erflogen sein!

Wie kann sich die modernste Errungenschaft sowjetischer Militärtechnik gegenüber westlichen Konkurrenz behaupten? Gar nicht mal schlecht! Der Vogel ist leicht zu handhaben und fliegt sich trotzdem sehr realistisch. Man kann zwar mit ausgefahrenem Fahrwerk durch die Gegend düsen (wahrscheinlich sind russische Flugzeuge einfach stabiler gebaut...), aber allzu übermütige Piloten werden auch hier mit einem Black Out bestraft. Dirigieren läßt sich die MiG wahlweise mit Maus, Joystick oder Tastatur, wobei die Joysticksteuerung am empfehlenswertesten ist.

Die (Vektor-) Grafik kann sich zweifellos sehen lassen: Wer sich mit 16 Farben begnügt, erreicht fast „Retailiator“-Tempo, wählt man den Modus mit vollen 32 Farben (nur mit 1MB), so bleibt die Animation immer noch ausreichend schnell. Vor allem wird hier endlich einmal der volle PAL-Screen ausgenutzt, was eine deutlich bessere Sicht zur Folge hat. Es gibt prachtvolle Zwischenbilder, Nachtflüge und alle wichtigen Außenansichten (leider ohne Anzeigen). Der Sound ist dafür eine herbe Enttäuschung – fetzige Musik à la „Interceptor“ aber Effekte, für die sich selbst ein PC-Piepser schämen würde. Der gravierendste Nachteil des Games ist jedoch die geringe Anzahl von Missionen, ein erfahrener Pilot hat das Programm in ein, zwei Sitzungen durchgespielt. Bei Domark überlegt man zwar, eine Missiondisk herauszubringen, aber das ist letztlich doch nur ein schwacher Trost.

Dennoch sollte sich jetzt niemand von einem Probeflug mit der MiG abhalten lassen – besonders Anfängern wird durch das realistische Flugverhalten bei gleichzeitig sehr einfacher Bedienung ein ausgezeichneter Einstieg geboten!
(mm)

Amiga Joker, February 1991, p.60

Der Amiga Joker meint:
"MiG-29 Fulcrum ist eine gelungene Mischung aus Realismus und einfacher Handhabung!"

Amiga Joker
MiG-29 Fulcrum
Grafik: 82%
Sound: 42%
Handhabung: 85%
Spielidee: 80%
Dauerspass: 73%
Preis/Leistung: 70%

Red. Urteil:
Für Anfänger
77%
Preis: ca 119,- dm
Hersteller: Domark
Bezug: Bomico

Spezialität: Eine deutsche Anleitung, ein Poster und ein ganz toller Bildband liegen mit in der Box.



MiG-29 Fulcrum logo

Domark, Amiga £34.99
MiG-29 Fulcrum One of the most powerful Soviet fighters, the Fulcrum has gone from Russian threat to star performer at Farnborough to Iraqi menace. Domark's sim puts you in the cockpit of a MiG in Soviet service, from pilot's school to combat. Sadly there's no sim to pit the MiG against the USAF or RAF, but five combat missions take in photo-reconnaissance in the Arctic, air-to-air combat over China, strafing terrorist trucks, a bombing raid against oil installations and destroying a nuclear reactor. The latter is the final mission (requiring 500 points to enter) which involves taking out air defences and landing on a runway to rearm.

As you'd expect there's a savable pilot's service record but sadly no weapons selection – you always fly with the same mix of cannon, unguided rockets plus air-to-ground and air-to-air missiles.

Zzap, Issue 72, April 1991, p.15

Stuart Wynne After wading through the packaging it's a shock to find a single disk with a mere six missions. The graphics are also unimpressive with a severe lack of polygons and ground detail, while controls response sluggish. On the positive side, graphics move quite quickly, providing realistic aircraft at all distances which act relatively intelligently, while instrumentation is novel and missions interesting. Nevertheless compared to the comprehensive F-19 and arcade-biased Interceptor (just £10 now), MiG is overpriced and lacking depth.

Robin Hogg MiG is a big disappointment as realistic plane performance alone isn't enough to counter the lack of extensive missions, too few enemy types and substandard graphic display (flying over a few crudely updated lines and mountains for 90% of the mission time is not my idea of fun). The secondary targets were interesting additions but the whole thing just didn't excite me, especially with no graphic reward for mission success. Ultimately I wanted a LOT more for my money but MiG just doesn't deliver compared with the long-term appeal of F-19.

PRESENTATION 80%
Colour 130-page book packed with MiG pics, excellent poster, informative 60-page manual, good exterior views and nice presentation screens.
GRAPHICS 50%
Relatively fast and smooth. Not many objects though and limited detail.
SOUND 61%
Good intro tune and some nice in-game FX.
HOOKABILITY 56%
Good training missions and option to enter all but one of the missions.
LASTABILITY 47%
Tough missions, but six simply isn't enough, not at this price (A mission disk is planned for September).
OVERALL
56%
Should've stayed in Iran?