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Maniac Mansion logo

Die Ersten werden die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein…. Wohl aus diesem biblischen Grund kommt das allererste Lucasfilm-Adventure erst jetzt (endlich!) auch in der Amiga- Version heraus.

Maniac Mansion Mysteriöse Dinge geschehen in dem alten Landsitz, der von den Einwohnern im Ort nur „Maniac Mansion“ genannt wird; Ein verrückter Professor als Hausherr Blutspuren an den Wänden und ein recht lebendiger Leichnam in der Badewanne lassen es nicht gerade als besonders gute Idee erscheinen, dort zum Abendessen vorbeizuschauen! Trotzdem ist Dave grimmig entschlossen, diesem ungastlichen Ort heute nacht mit seinen Freunden einen Besuch abzustatten. Er hat aber nun wirklich ein berechtigtes Anliegen: Seine Freundin Sandy wurde entführt und wartet jetzt zitternd im Keller des Herrenhauses auf die schrecklichen Dinge, die der wahnsinnige Wissenschaftler Dr. Fred mit ihr vorhat…

Worin die Aufgabe des Spielers besteht, dürfte damit bereits klar sein! Um das arme Kind aus den Klauen des Verrückten zu befreien, darf man sich außer Dave noch zwei (von insgesamt sechs) seiner Kumpels als Begleiter aussuchen. Von denen hat jeder Spezielle Fähigkeiten, aber auch Schwächen, so dass der Lösungsweg je nach Zusammensetzung der Rettungsmannschaft immer ein wenig anders aussieht. Da das seltsame Herrenhaus auch entsprechend standesgemäße Ausmasse hat, ist man ganz schön beschäftigt, bis Dave seine Sandy wieder in die Arme schließen darf. Der Weg zum Ziel ist mit zahlreichen kleinen Rätseln gepflastert, deren Schwierigkeitsgrad im Lauf des Spiels ständig zunimmt. Die nötigen Informationen erhält man durch eingestreute Filmsequenzen, ein beigelegtes Poster und natürlich durch Suchen, Fragen, und nochmals suchen!

Gesteuert wird mit der Maus durch Anklicken einer Menüliste, die 15 verschiedene Befehle enthält. Das funktioniert die meiste Zeit über ganz prächtig, nur in bestimmten Situationen führt erst längeres Rumprobieren zum Erfolg. Die (umfangreiche) Grafik ist recht witzig gemacht, vom handwerklichen her aber nicht weltbewegend: Dass sich die Haarfarbe mancher Figuren nicht vom Hintergrund abhebt, sollte auf einem Computer, der 4096 verschiedene Farben darstellen kann, eigentlich nicht passieren! Der Sound besteht neben einigen wenigen Musikstücken nur aus recht spärlich verwendeten Effekten, ansonsten herrscht Grabesstille.

Die beiden Game-Disks haben keinen Kopierschutz (Passwortabfrage), eine Installation auf Festplatte ist möglich. Es werden zwei Laufwerke angesprochen, wer nur eins hat, darf sich schon mal ein hübsches Stück Arbeit freuen. Auf Disk Nr. 1 können bis zu zehn Spielstände abgespeichert werden.

Maniac Mansion ist mit Sicherheit eines der besten Adventures für den Amiga überhaupt. Die kleinen Mängel bei Grafik und Sound sind sofort vergessen, wenn man sich auf dieses intelligent und humorvoll gemachte Abenteuer erst mal eingelassen hat! (mm)

Amiga Joker, February 1990, p.?

Der Amiga Joker meint:
"Maniac Mansion ist auch auf dem Amiga ein schrecklich-schöne Adventure-Erfahrung!"

Amiga Joker
Maniac Mansion
Grafik: 71%
Sound: 54%
Handhabung: 83%
Spielidee: 92%

Gesamt:
Für Anfänger
75%
Preis: ca 75,- DM
Hersteller: Lucasfilm Games
Bezug: Gamesworld
Landsberger Str. 135
8000 München 2
Tel.: 089/502 24 63

Spezialität: Zum Testzeitpunkt stand uns nur die englische Version zur Verfügung, inzwischen müsste das Game aber bereits in deutsch erschienen sein.