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Litil divil CD32 Logo  CD32

Fast ein Jahr haben die Teufel bei Gremlin gebraucht, um diesen PC-Satansbraten dem Amiga ins CD-Rohr zu schieben! Da brutzelt er nun vor sich hin und duftet nach einem leckeren Actionadventure...

M Litil divil CD32 utt ist ein liebenswertes Teufelchen wie du und ich, das den lieben langen Tag nichts anderes als Fressen und Schlafen im Kopf hat. Doch dann wird es vor das "Große Konzil" (die örtliche Teufelhauptversammlung) zitiert, wo man ihm quasi die Hölle heiß macht: Die "Mystische Pizza der Fülle" muß her, und wenn es unseren Gehörnten das Leben kostet. Also schwefelt Mutt los, um dieses sagenumwobene Kleinod in fünf riesigen Gewölben voller Fallgruben, Elektroschockern, Flammenwerfern und anderen Teufeleien zu finden. Wer dabei nicht vorzeitig den Löffel abgeben will, muß höllisch auf seinen Energiehaushalt achtgeben, zumal noch 50 Spezialkammern voller ausgesuchter Gemeinheiten zu überstehen sind. Da warten auch mal Prügeleinlagen à la "Street Fighter" oder "Elfmania". Kämpfe mit giftgeschwollenen Spinnen und andere Actioneinlagen.

Obzwar in erster Linie die gewohnte Plattformkost serviert wird, kommt dabei aber auch der Kopf nicht zu kurz: Viele Passagen lassen sich nur durch Mut oder den gezielten Einsatz von Gegenständen bewältigen (während grüne Keulenschwinger etwa erst bei beherztem Vordringen von einer Holzbrücke plumpsen, kann man den Krabbeltierchen nur mit Spinnenspray beikommen), die man im Spiel selbst und teilweise auch in Shops erhält. So klaubt Mutt unterwegs u.a. Münzen, Nahrung und eine geheimnisvolle Nadel auf – die Kohle dient dem Einkauf, das energiehaltige Futter wird wortwörtlich aufgeschmatzt und der Einsatzzweck des Pieksers an dieser Stelle nicht verrufen, hätsch.

Litil divil CD32 Ganz leicht kommt man also nicht an des Teufels Pizza, zumal etwa das Hüpfen über Säureseen samt den dort hausenden Monstern doch etwas Geschick im Umgang mit dem Joypad erfordert. Arg schwer ist das Game indessen auch nicht, schon weil sich Mutt im erwähnten Beispiel als säureresistent erweist und nach einem unfreiwilligen Bad munter ans Ufer paddelt, um sich dort abzuschütteln und gleich den nächsten Anlauf zu wagen. Verirren kann man sich dank eines Mini-Automappings in der Hölle auch nur schwerlich, und wer ihren zahllosen Gängen vorübergehend den Rücken zukehren möchte, der darf ja jederzeit die opulente Speicheroption aufrufen.

Optisch ist hier zwar nicht unbedingt die Hölle los, doch sind die flott scrollenden Grafiken nett gezeichnet und teilweise ungemein witzig animiert. Die CDD-Musik geht prima ins Ohr, die Sound-FX lassen sich ertragen, und an die hakelige Steuerung muß man sich (besonders da, wo es auf Timing ankommt) halt gewöhnen. Eingedenkt des abwechslungsreichen Gameplays tut man das aber recht gerne, denn Gremlins Satanslabyrinth hält allerlei diabolische Überraschungen für den Spieler bereit. Anders gesagt: Auch und gerade am CD32 verspricht Litil Divil ein paar höllisch unterhaltsame Stunden! (mic)

Amiga Joker, November 1994, p.71

LITIL DIVIL
(GREMLIN)
ACTION - ADVENTURE

76%

"HÖLLISCH"
Amiga Joker
GRAFIK
ANIMATION
MUSIK
SOUND-FX
HANDHABUNG
DAUERSPAß
72%
80%
80%
68%
66%
80%
FÜR FORTGESCHRITTENE
PREIS DM 79,-
CD
EINGABEMEDIUM
SPEICHERBAR
DEUTSCH
JOYPAD
6 SPIELSTÄNDE
NEIN