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Legend of Djel logo

Wer wagt es - Rittersmann oder Knapp…? Natürlich keiner von beiden, denn im neuesten Abenteuerspiel des französischen „Tomahawk"-Labels sind einmal mehr deine überragende Fähigkeiten als "Ritter der Maus" gefordert.

Legend of Djel Diesmal schlüpft du in die Rolle von Djel, einem Jugendlichen Magier mit beachtlichen Fähigkeiten. Drei Aufgaben gilt es zu lösen: Du sollst die verschwundene Tochter von Azeulisse wiederfinden, in die du ohnehin verknallt bist, du musst Gevatter Kal ‘ne Masse Kohle rüberschieben, und schließlich darfst du dem Bleichgesicht Theros einen Heiltrank mixen, damit er nicht mehr aussieht wie ein Zombie. Zum Dank stellt dir jeder eine Statue auf den Schreibtisch, die beim Anklicken herrlich animiert wird (wirklich sehenswert!). Genau diese Statuen, sowie ein Erbstück deines Vaters (ein gehörnter Adler - wie geschmackvoll!) sind es, die dir per Mausklick die Reise durch die Fantasy-Welt erlauben.

Legend of Djel Das geflügelte Untier spuckt nämlich einen „Reiseprospekt" an die Wand, der sämtliche Locations aufzeigt, die im Moment zur Verfügung stehen. Manchmal ist die Auswahl etwas dürftig, da geht’s dann eben mit den Statuen weiter. Da dein Gedächtnis anscheinend etwas schwach auf der Brust ist (weniger saufen, gell!), hilft dir hier das Hirn eines Drachen wieder auf die Sprünge, das du vorsorglich auf deinem Schreibtisch aufbewahrst. Es ist quasi das Nachschlagewerk deiner Besitztümer. Zwei Dinge sind noch von essentieller Wichtigkeit: Zum einen die Kerze - jedes Klicken mit der Maus verbraucht Energie (außer in deiner Behausung) und erzeugt einen Ton unterschiedlicher Höhe. Klingt’s hohl wie aus dem Keller, so sind deine magischen Fähigkeiten und, falls du keine weitere Kerze mehr im Rucksack hast, auch dein Leben erschöpft. Zum anderen die Fledermäuse und Bleiblumen, die es zu fangen bzw. finden gilt. Wirft man diese in den „großen Alambic", so spuckt er zehn Goldstücke ins Säckel. Ein „Uhuu Uhuu" der Eule über der Tür kündigt übrigens Besuch an, und auch ein gelegentlicher Blick zum Fenster ist empfehlenswert...

Legend of Djel Die grafische Gestaltung der meisten Screens ist durchwegs gelungen und hebt sich wohltuend vom üblichen Adventure-Einerlei ab. Auch der Sound, und hier besonders die witzige Titelmelodie, trägt zum atmosphärisch dichten Abenteuer-Spaß bei. Überall gilt es, die Gegend zu erkunden und Rätsel zu lösen, um sich so langsam weiter vorzuarbeiten. Dabei wird man immer wieder durch animierte Leckerbissen überrascht. So auch bei der Kampfsequenz, in der du, in einen Drachen verwandelt, den Gegner zu bezwingen versuchst. Weniger schön ist, daß der Bildschirmaufbau teilweise recht lange dauert, und das Einfangen der Fledermäuse ausgesprochen mies gelöst wurde. Die absolut lahme Schußfolge macht das Unterfangen zum reinen Glücksspiel. Dazu läßt sich der Spielstand zwar anhalten, aber nicht abspeichern. Das ist wohl gewollt, aber ganz schön fies, zumal die Kampfsequenzen keineswegs einfach sind. Hier hilft vielleicht ein(e) Freund(in), der/die die Steuerung des zweiten Drachen übernimmt. Die kleinen Mängel sollten jedoch den Spielspaß an diesem komplett eingedeutschten Adventure nicht entscheidend schmälern. „Legend of Djel" bietet auf jeden Fall einige Stunden stimmungsvolles Rätsellösen! (wh)

Amiga Joker, November 1989, p.20

Der Amiga Joker meint:
"Legend of Djel bietet eine menge Adventure-Spaß und alles auf Deutsch!"

Amiga Joker
Legend of Djel
Grafik: 79%
Sound: 74%
Handhabung: 66%
Motivation: 73%

Gesamt: 73%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca 64,- dm
Hersteller: Tomahawk
Bezug: Bomico
Elbinger Str. 1
6000 Frankfurt 90
Tel. 0 69 / 70 60 50

Spezialität: Eingedeutschtes Grafikadventure mit Animationssequenzen. Unzureichende Anleitung und lästige Farbcode-abfrage.