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Starker Name - schwaches Spiel!


Last Ninja 2 logo

Der erste Teil dieses Klassikers aus seligen C64-Tagen wurde leider nie für die „Freundin“ umgesetzt, umso höher waren die Erwartungen für die Fortsetzung. Was jetzt tatsächlich dabei herausgekommen ist, kann man allerdings bestenfalls als Trauer-Spiel bezeichnen...

Last Ninja 2 Der böse Kunitoki hat sich ins moderne Manhattan gebeamt, um dort ein Reich des Schreckens zu errichten. Die Götter hetzen ihm deshalb Armakuni, den letzten Ninja, auf die Fersen. Der Schlägt sich nun kreuz und quer durch New York, vom Central Park über Abwasserkanäle, eine Opiumfabrik und Bürogebäude bis zum Versteck des Obermotzes.

Sechs Level lang sammelt er Nunchukas, Shurikens, einen Kampfstab, ein Schwert, aber auch Hamburger und eine Kreditkarte. Sechs Level lang muß er alle mögliche Rätseln lösen und begegnet den grausigsten Gegnern (Spinnern, Krokodile, Polizisten und noch Schlimmeres). Und sechs Level lang zeigt er nur zu deutlich, wie man ein ausgezeichnetes C64-Game durch eine mißglückte Konvertierung total verhunzen kann!

Hier ist praktisch alles schlechter als beim Original: Die Grafik hat stark gelitten, selbst die Animationen sind nicht mehr so gut. Beim Sound gibt es nur wenige, dafür aber ausgesprochen mieser Effekte – Musik läuft erst ab 1 MB. Die Steuerung war zwar schon ehedem recht kompliziert, aber jetzt läuft der arme Kerl wie behindert durch die Gegend und läßt sich kaum noch vernünftig kontrollieren. Ein “Glück“, daß auch seine Gegner inzwischen alles verlernt haben, was sie auf dem 64er konnten... (mm)

Amiga Joker, October 1990, p.80

amiga joker
Last Ninja 2
Grafik: 58%
Sound: 39%
Handhabung: 33%
Dauerspass: 46%
Preis/Leistung: 38%

Red. Urteil:
Für Fortgeschrittene
44%
Preis: ca 84,- dm
Hersteller: System 3
Bezug: Playsoft

Spezialität: Akzeptable deutsche Anleitung plus hübscher Karte. Sonst: 64er nehmen - Urversion spielen - bitterlich weinen!