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Krusty's super fun house logo

Vor rund anderthalb Jahren durfte Bart Simpson im Auftrag von Ocean die Welt retten, jetzt betätigt sich sein Kumpel Krusty als Kammerjäger - diesmal im Dienste der Konsolen-Profis von Acclaim...

Krusty's super fun house Nach dem Gruselhammer "Alien 3" liefern die Konsolisten mit diesem "Freudenhaus" bereits ihren zweiten Amiga Titel ab, wobei es sich erneut um eine Konvertierung vom Mega Drive handelt. Ob der Plattformspaß nun mehr Laune macht als Oceans Simpsons-Versoftung, bringt allerdings nur eine Reise in die Heimatstadt der Trickfilm-Sippe ans Licht - auf nach Springfield!

Dort sind derzeit die Mäuse los, denn nervige Nager haben Krusty's Zuhause gestürmt und machen jetzt das gesamte Gebäude unsicher. Hilfsbereit wie Zocker nunmal sind, übernimmt der Spieler die Ungeziefervertilgung und... doch halt, was haben Bart und der restliche Chaos-Clan eigentlich damit zu tun? Nun, während Krusty sich durch die rund 60 Level kämpft, halten die Simpsons ihre Rattenfallen einsatzbereit: Homer etwa möchte gern 10.000 Volt durch die Mäuseleiber jagen, während Simpson-Junior die Saftpresse bedient. Zunächst sind die Leute aber noch arbeitslos, denn ähnlich "Lemmings" muß den ziellos umherlaufenden Nagern erstmal der Weg in Richtung Falle bereitet werden, damit sie schließlich blindlings hineinlaufen...

Krusty's super fun house Zu diesem Zweck liegen Werkzeuge verstreut, die sich jeweils einzeln aufsammeln und benutzen lassen: Mit Rampen werden unüberwindliche Mauern erklommen. Vasen dienen als Transportbehälter, und Rohre zur Reparatur der Mäuse-Absaug-Einrichtung. Oft läßt sich eine Kleintierfamilie nur durch Kombination mehrerer Tools ins Verderben locken, so daß ohne ein bißchen Knobelei wenig vorangeht. Freilich kommen auch und gerade Flinkfinger nicht zu kurz, denn überall tummeln sich Baller-Schlangen, Flug-Schweine und andere Gegner, die bei Berührung ebenso am Lebenssaft zehren wie ein tiefer Sturz von Plattformen. Nur gut, daß es nicht an Bonusblöcken voller Extraleben. Zusatzenergie oder Wurfgeschosse mangelt!

Während des gesamten Spiels sind praktisch keine Unterschiede zur Originalversion zu entdecken. Steuerung und Gameplay kommt genauso flott und fesselnd rüber, und in Sachen Optik sind ebenfalls kaum Abstriche zu machen. Na schön, das Scrolling in alle Himmelsrichtungen ist am Amiga vielleicht nicht ganz so weich, dafür sind die abwechslungsreichen Backgrounds kunterbunt gestaltet und die Sprites flott animiert. Nur die Begleitmusik nervt auf Dauer, und zumindest unser Testexemplar mußte noch ohne Sound-FX auskommen. Schwamm drüber, denn die Ladezeiten fallen angenehm kurz aus, und versteckte Geheimräume erfreuen den Mäuse-Killer ebenso wie praktische Levelcodes.

Warum hat Krusty dann nur gerade mal die 70 Prozentmarke geschafft? Tja, in den höheren Leveln mangelt es einfach ein wenig an Abwechslung. Trotzdem zählt diese Lizenz-Action zu den gelungenen Vertretern ihrer Art - da beißt die Maus keinen Faden ab! (rl)

Amiga Joker, March 1993, p.46

KRUSTY'S SUPER FUN HOUSE
(ACCLAIM)
JUMP & FUN

70%

"MAUSIG"
Amiga Joker
GRAFIK
ANIMATION
MUSIK
HANDHABUNG
DAUERSPASS
72%
72%
49%
75%
64%
FÜR FORTGESCHRITTENE
PREIS DM 89,-
SPEICHERBEDARF
DISKS/ZWEITFLOPPY
HD-INSTALLATION
SPEICHERBAR
DEUTSCH
512 KB
1/NEIN
NEIN
LEVELCODES
ANLEITUNG