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Strategiespiele mit orientalischem Hintergrund werden langsam Mode: Nach "Day of the Pharaoh" präsentiert Rainbow Arts jetzt ein weiteres Game, dessen Handlung im Reich von 1001 Nacht nicht angesiedelt ist.

Khalaan Im Lände Khalaan streiten sich vier Kalifen um die Vorherrschaft. Ihre Blutsfehden und militärischen Auseinandersetzungen machen der Bevölkerung das Leben zur Qual. Dazu kündigt ein weiser Prophet das Eintreffen eines kriegerischen Eindringlings an, der das geschundene Volk noch mehr unterjochen will. Schlechte Papiere für die Einheimischen...

Als einer der Kalifen muß der Spieler zunächst den Eindringling in die Flucht schlagen; anschließend kann er darangehen, durch gezielten Aufbau militärischer und wirtschaftlicher Stärke zum mächtigsten Fürsten im Land zu avancieren. Im wesentlichen bedient man sich dazu seiner Armeen; es gilt, Paläste und Festungen zu erobern und möglichst viel Land in seinen Besitz zu bringen. Außer Landschlachten gibt es des öfteren auch kleine Ausflüge mit dem Schiff, um die Soldaten an ihren Einsatzort zu bringen. Wer es zu einem schlagkräftigen Heer gebracht hat, sollte jeden Monat eine Menge Taler auf die Seite legen: Die Arme verschlingt nämlich unheimlich viel Geld! Und wenn die Soldaten nicht regelmäßig Sold, Wasser und Lebensmittel bekommen, gibt es sehr schnell Meutereien.

Damit immer genügend Geld in der Kasse klingelt, muß man von seinen Untertanen Steuern kassieren. Mit der Kohle lassen sich dann auch gemeine Dinge anstellen: Beispielsweise kann man einen Spion anheuern, der Attentate verübt, die Stärke des Feindes auskundschaftet oder Vorräte des Gegners stibitzt. Gold und Geld sind auch sehr nützlich, um gegnerische Truppen abzuwerben, einen Waffenstillstand zu erwirken und um Handel zu treiben. Aber Geld ist schließlich nicht alles - wer gar Aladdins Wunderlampe in seinen Besitz gebracht hat, hat jeden Monat einen Wunsch frei! Wünschen darf man sich etwas Unbesiegbarkeit, Reichtum oder die Gabe der Weitsicht. Leider währt die Freude meist nicht lange, denn andere Kalifen haben schließlich auch Spione...

Khalaan überzeugt durch eine interessante Handlung (die zusätzlich durch Actionsequenzen aufgelockert wird), ansprechende Präsentation, leichte Handhabung (einfache Maussteuerung) und einen vielfach variierbaren Schwierigkeitsgrad. Die Grafik ist überwiegend digitalisiert und teilweise hübsch anzusehen; wenn man mal von dem ruckeligen Scrolling der Landkarte absieht, könnte man sie sogar als gelungen bezeichnen. Auf den rauschenden Digi-Sound kann man hingegen getrost verzichten. Ansonsten handelt es sich bei Khalaan um ein ganz brauchbares Strategiespiel, das sich zwar nicht mit den Klassikern wie "Lords of the Rising Son" vergleichen läßt, aber durchaus einen gewissen Unterhaltungswert hat. Fans, die Gefallen an "Day of the Pharaoh" fanden, werden sich sicher auch für den Nachfolger erwärmen können. (C. Borgmeier)

Amiga Joker, July 1990, p.?

Amiga Joker
Khalaan
Grafik: 71%
Sound: 34%
Handhabung: 67%
Spielidee: 70%
Dauerspass: 72%
Preis/Leistung: 66%

Red. Urteil: 69%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca. 89,- DM
Hersteller: Chip/Rainbow Arts
Bezug: Rushware

Spezialität: Zwei Disketten, Zweitlaufwerk wird unterstützt.