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Der Name läßt ja eher an ein Adventure denken, möglicherweise auch an ein Ballerspiel in exotischer Umgebung – aber nein, hier wartet allen Ernstes ein „Pac Man“ Clone!

Jungle Jim Kaum zu glauben, daß sich ein Softwarehaus im Jahre 1991 traut, den Usern der Welt zweiältestes Spielprinzip vorzusetzen, und dafür auch noch Geld verlangt. Beim englischen Billig-Label Energise hat man jedoch wahren Löwenmut bewiesen und die modrige Softwaremumie zu einem richtig miesen Game verwurstet...

Anstelle des pillenfressenden Smilies läuft nun also klein Jimmy durch 50 Labyrinthe, um Goldstücke aufzusammeln. Wer das für einfallslos hält, der sollte erstmal die Gegner sehen: Die Gespenster des Originals sind zu Schlangen, Vögeln, Spinnen und Kannibalen mutiert, was ihnen aber nicht bekommen ist – allesamt stellen sie sich so unglaublich dämlich an, daß es schon fast an ein Kabinettstückchen der Programmierkunst grenzt! Natürlich sind auch die Powerpillen noch vorhanden, nur daß sie jetzt halt wie Bananen aussehen. Vitamin B alleine ist jedoch nicht genug, nunmehr darf man auch noch Waffen aufsammeln, um den Gegnern an den Kragen zu gehen. Wie gewohnt, funktioniert das natürlich erst, sobald sie sich verfärbt haben.

Die Grafik hat keinerlei Abwechslung, öde Zwischenbilder und Sprites, über die selbst ein Gameboy lachen würde, zu bieten; dazu wird eintöniger Dschungelsound serviert. Ach ja, ein ganz aufregendes Feature hätte ich beinahe vergessen: Es gibt sogar einen (komfortablen) Editor, mit dem man sich noch viel mehr überflüssige Level für dieses überflüssige Spiel zusammenbasteln kann. Waaahnsinn! (C. Borgmeier)

Amiga Joker, July 1991, p.?

Amiga Joker
Jungle Jim
Grafik: 9%
Sound: 22%
Handhabung: 51%
Spielidee: 2%
Dauerspaß: 11%
Preis/Leistung: 16%

Red. Urteil: 11%
Für Anfänger
Preis: ca. 29,- DM
Hersteller: Energise
Genre: Geschicklichkeit

Spezialität: Highscores werden nicht gesaved, Pause-Funktion, kurze deutsche Anleitung.