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Hard Drivin' 2 logo

Unbestritten zählt Ataris „Hard Drivin'“ zum Feinsten, was man in einer Spielhalle finden kann - ebenso unbestritten war Domarks Amigaversion ein Reinfall erste Güte. Das wird sich doch beim Nachfolger nicht geändert haben? Doch, und wie!

Hard Drivin' 2 Um eventuellen Mißverständnissen vorzubeugen, eine gleich vorweg: Es handelt sich hier nicht um die Umsetzung des Nachfolge-Automaten „Race Drivin“, sondern um eine eigenständige Weiterentwicklung des englischen Software-Riesen. Bei Domark hat man scheinbar ausgiebig über die Fehler der Vergangenheit nachgedacht und – selten genug in Zeiten wie diesen – daraus gelernt!

So wurde die unsagbar träge Steuerung des Vorgängers gründlich überarbeitet; sowohl mit der Maus als auch mit dem Stick rast es sich jetzt recht ordentlich. Und damit man das auch so richtig genießen kann, gibt es nun anstatt der ehedem zwei Kurse (Stunt- und Speedtrack) ein paar mehr – rechnet man den eingebauten Editor zum Erstellen eigener Strecken dazu, sogar unendlich viele! Dank dieses Features können alle Streckenelemente neu verknüpft werden, so daß selbst dem ausgebufften Profi-Driver nicht so bald langweilig wird. Ja, sogar an eine Zwei-Spieler-Option per Nullmodem wurde gedacht – wer die „Geistergegner“ also auf Dauer langweilig findet, kann jetzt auch gegen einen Konkurrenten aus Fleisch und Blut antreten!

Was nun die Vektorgrafik des Rennspektakels betrifft, so bot sie ja schon bei Domarks erstem Anlauf nahezu Arcade-Qualität: jetzt hat sie noch mal einen Zahn zugelegt und ist daher schön und schnell (wenn auch immer noch unter der Schallmauer). Selbstverständlich werden Unfälle auch hier aus der Vogelperspektive wiederholt, überhaupt hat sich optisch nicht allzuviel geändert. Man bekommt die gleichen Objekte (Autos, Brücken, Häuser, Straßenschilder, Kühe, etc.) vorgesetzt, nur halt in neuer Anordnung.

Der Sound is sogar komplett gleich geblieben, lediglich die Titelmelodie ist anders - dafür aber nicht besonders schön. Ein bißchen Kritik müssen wir auch am Editor üben, er ist zwar umfangreich und vielseitig, allerdings ziemlich umständlich in der Handhabung. Vom Aufbau her erinnert das Teil an ein CAD-Programm, Ingenieure sind gegenüber Otto Normalzocker eindeutig im Vorteil...

Dank der verbesserten Steuerung macht es jetzt also endlich gebührend Laune, unter Zeitdruck durch Steilkurven und Loopings zu brettern. Man fragt sich jedoch unwillkürlich: Warum nicht gleich so? Verärgerte Käufer des Vorgängers können ihr Game zwar nicht gegen das um Klassen bessere Hard Drivin‘ 2 umtauschen, sofern sie wahre Fans des Automaten sind, haben wir aber wenigstens einen kleine Trost in petto: Bei Domark strickt man bereits an der offiziellen Umsetzung von „Race Drivin‘“! (mm)

Amiga Joker, March 1991, p.?

Der Amiga Joker meint:
"Wer Hard Drivin‘ 2 hat, kann sich den Besuch in der Spielhalle sparen!"

amiga joker
Hard Drivin‘ 2
Grafik: 86%
Sound: 59%
Handhabung: 78%
Spielidee: 64%
Dauerspass: 80%
Preis/Leistung: 75%

Red. Urteil:
Variabel
80%
Preis: ca 84,- dm
Hersteller: Domark
Bezug: Bomico

Spezialität: Drei Schwierigkeitsgrade, deutsche Anleitung, Highscores werden natürlich wieder gesaved.