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Firehawk logo

Wenn die Verpackung großspurig von "imponierendem Gameplay" und "Nonstop Action" tönt, werden Spiele-Tester berufsmäßig mißtrauisch – speziell, wenn es sich um ein Produkt der Codemasters handelt...

Firehawk Um mal mit dem Fazit anzufangen: Hier war das Mißtrauen wahrhaft angebracht. Denn was die englischen Budget-Spezialisten da als exzellentes Ballergame anpreisen und auch zum Vollpreis verkaufen wollen, hat maximal PD-Qualität!

Bereits die Spielidee ist ein tiefer Griff in die Mottenkisten, muß doch mal wieder ein mit MG und Bomben beladener Helikopter über multidirektional scrollendes Feindgebiet gesteuert werden. Daß sich die Landschaften dabei aus der gewohnten Vogelperspektive präsentieren, war zu erwarten, daß es dort so wenig zu sehen gibt, ist aber doch eine Überraschung: Neben ein paar Häusern, der Küstenlinie sowie einem satten Blauton (ah, das Meer!) lassen sich nur mickrige Panzer, fuzzelige Schnellboote und feindliche Projektile blicken. Hinzu kommt, daß zwar reichlich geballert wird, der spielerische Wert aufgrund der mißratenen Rotations-Steuerung aber trotzdem gegen Null tendiert – in hektischen Situationen reagiert man nämlich unwillkürlich falsch, und das eigene Schutzschild schmilzt meist ebenso unverschuldet wie unerbittlich dahin.

Damit man dennoch in den Genuß des Abspanns kommt, haben die Programmierer nur sieben kleine Missionen eingebaut, die sich kaum voneinander unterscheiden. Gilt es anfänglich ein Geisel im weitverzweigten Gelände zu finden (ein Hinweispfeil deutet den Weg) und aufzuklauben, so sind es später halt deren drei oder fünf. Hat man ein Opfer erreicht, schaltet das Programm auf einen 3D-Screen um, wo man auf herannahende Feind-Helis schießen darf. Das sieht dann ungefähr so imposant aus wie die mickrigen Extrawaffen, die bisweilen ebenso zum Aufsammeln bereit liegen wie frische Munition oder Punkteboni. Doch halt, in späteren Levels konnten wir sogar neue Gegner erspähen, Flugzeuge und Flakstellungen etwa!

Ob auch der zahlende Käufer soviel Geduld aufbringt, ist allerdings fraglich, denn das windige Gameplay wird von nicht minder windiger Präsentation unterstützt: Das Scrolling ruckelt, die Hintergrund-Szenarien gleichen sich immerzu, und die Sprites verblüffen durch langweiliges Design und noch langweiligere Animation. Na, vielleicht kann wenigstens der Sound gefallen? Fehlanzeige, die wenigen FX sind kaum besser als die 08/15-Titelmelodie. Ähnliches gilt auch für die paar Zwischenscreens, die wohl für Atmosphäre zuständig sein sollen – leider vergebens, denn Firehawk ist und bleibt ein Schuß in den Ofen, bei dem zu allem Überdruß noch ewig und drei Tage nachgeladen wird.

Stimmt schon, Ballergames sind in den Blütetagen des Plattform-Heldentums rar geworden, doch wer sich diesen Magerquark antut, muß wirklich verzweifelt sein. Wir empfehlen statt dessen ein Blick auf unser Budget-Bühne, wo doppelt und dreifach so gute Knallereien für halbe Geld vorgestellt werden! (rl)

Amiga Joker, July 1993, p.34

FIREHAWK
(CODEMASTERS)
HELI - BALLEREI

36%

"ABGESTÜRZT"
Amiga Joker
GRAFIK
ANIMATION
MUSIK
SOUND-FX
HANDHABUNG
DAUERSPASS
55%
52%
48%
49%
31%
30%
FÜR GEÜBTE
PREIS DM 69,-
SPEICHERBEDARF
DISKS/ZWEITFLOPPY
HD-INSTALLATION
SPEICHERBAR
DEUTSCH
512 KB
1/NEIN
NEIN
NEIN
NEIN


Firehawk logo  In the Bin – Firehawk is the worst game of July 1993

CODEMASTERS OUT NOW £19.99

Firehawk Originally this was going to get an average to poor review in the VFM section. It's a below standard shoot 'em up that is tired and dated in both presentation and gameplay. Still, it did have the saving grace of being cheap. Only it isn't. A quick call to the Codemasters office confirmed my fears. Firehawk is as overpriced as they come.

The game casts you as a gunship pilot with a limp, hired by the government to get in, complete a series of tasks and get out again. Missions include such inspired stuff as rescuing hostages and collecting paratroopers. All of this is done using a rotating helicopter flying over a 360 degree scrolling battlefield with few weapons, limited fuel and a poor defensive shield. All in all, it would be a poor man's Desert Strike, were it a lot cheaper.

The bulk of the game involves flying about the puny maps (four screens by four screens) shooting anything that moves and searching for hostages, whom you'll probably find in your first five second scan of the map. Move the helicopter over them, and lines will begin closing in around you to form a box. This is to tell you that the hostage is getting ready to board. As soon as the lines join, you can move into the really dire part of the game.

Cast your minds back to a game called Hypersports. In it was a clay pigeon shooting event which featured two gunsights. These only move up and down and automatically tracked the vertical position of the nearest target. You pressed the joystick left or right to fire the appropriate gun. It was a poor system, and one only acceptable because it was released in 1984. Nine years later it's a crime to use it again. What a terrible game.
John Mather

32%

CU Amiga, July 1993, p.32