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Einmal Kanzler sein logo

Nach der IBM-Fraktion darf nun auch die Partei der Amigianer den Regierungschef stellen – aber wer diese „Schlimmulation“ mal gesehen hat, bleibt mit Vergnügen in der Opposition...

Einmal Kanzler sein Wenn man dem Game nämlich glauben will, dann sieht Regierungsarbeit so aus, daß mehr oder weniger dümmliche Problemstellungen aus Zeitlimit-Gründen im Schnellzugtempo durchzulesen und dann zu beantworten sind, indem man eine von drei vorgegebenen „Lösungen“ anklickt. Das ist tatsächlich noch simpler, als es sich hier anhört, denn meist läßt sich schon aus der Formulierung der Antwortvorschläge herauslesen, welche „richtig“ sein soll und mit Punkten belohnt wird.

Aber wer wird diesem Game schon glauben? Zumal demnach die Probleme beim Regieren in erster Linie aus Liebesaffären, Ehekrächen, Herzattacken und Erpressungsversuchen früherer bekannter bestehen – ein paar eingestreute Inflationsschübe sind da fast schon erholsame Ausnahmen. Na, vielleicht soll es ja Satire sein? Dann allerdings wäre die Kanzler-Kanzlei eine echte Weltpremiere: die erste Satire ohne jeden Humor...

Was immer das Teil sein soll, rein technisch handelt es sich nahezu um eine 1:1-Umsetzung der PC-Version. Triste Textwüsten, wenige Farben sowie ein paar lächerliche Comic-Bildchen vergrätzen selbst abgehärtete Bildschirm-Politiker, allerdings arbeitet die Maussteuerung genauso klaglos wie beim Original. Die einzige echte Verbesserung ist beim Sound festzustellen, sind doch die diversen Taktfolgen endlich als Musik zu identifizieren. Dennoch: Da lassen wir schon lieber Birne am Drücker... (jn)

Amiga Joker, February 1992, p.80

Helmut Kohl
Einmal Kanzler sein
Grafik: 16%
Sound: 29%
Handhabung: 62%
Spielidee: 18%
Dauerspaß: 12%
Preis/Leistung: 9%

Red. Urteil: 14%
Für Anfänger
Preis: ca. 94,- DM
Hersteller: Computerpartner T&S
Genre: Simulation

Spezialität: Zwei Disketten, Pause-Funktion und Sound-An/Aus. Ein Bosskey produziert eine läppische Statistik, die nicht mal Michael überzeugen könnte.