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Verkehrte Softwarewelt: Eigentlich hätten wir ja weit eher mit der Umsetzung von „Bard's Tale 3" auf den Amiga gerechnet, aber wiedermal hat der Nachfolger den Vorläufer überholt!

Dragon Wars Es ist zwar nicht hundertprozentig korrekt, hier von Vorläufer und Nächfolger zu sprechen, aber da die Drachenkriege im grossen und ganzen nach demselben Muster gestrickt sind wie die Erzählungen des Barden, kann man sich das schon mal erlauben. Worum geht's nun bei Dragon Wars? Ganz weit draussen im Weltall zieht der Stern Sirius seine Bahn, umrundet vom Planeten Oceana. Oceana – der Name klingt schon so feucht, und tatsächlich besteht das Ding überwiegend aus heissem Wasser. Darauf schwimmen etliche kleine Inseln herum, und eine davon schauen wir uns jetzt etwas näher an: Sie hört auf den Namen Dilmun und herbergt alle wichtigen Einrichtungen dieser wässerigen Welt – alle Kulturstätten, Wallfahrtsorte und zahllose wilde Bestien. Die Hafenstadt von Dilmun heisst Porgatory und dort ist soeben ein Schiff mit Abenteuern angekommen. Der Empfang fällt ein wenig unfreundlich aus: Die Stadtwache verhaftet die gesamte Besatzung, jeder zehnte wird den Drachen zum Frass vorgeworfen, die übrigen landen nackt und ausgeplündert in den Slums von Purgatory…

Amiga Joker Hit Rache ist Blutwurst kann man da nur sagen! Mit anderen Worten, es ist hoch an der Zeit, sich eine schlagkräftige kleine Party zusammenzustellen. Vier Mitglieder darf sie haben, dazu können noch maximal drei Nichtspielercharaktere aufgenommen werden. Wer sich seine Charaktere selbst erschaffen will, hat dafür eine Auswahl von 20 Fähigkeiten zur Verfügung, aus denen er sich die passenden aussuchen kann, Faule greifen einfach auf die vorgefertigten Spielfiguren zurück. Mit seiner Truppe zaubert, kämpft und rätselt man sich dann durch ein Rollenspiel, das ganz im vertrauten „Bard's Tale"-Stil gehalten ist. Es gibt über 60 Monstertypen, mehr als 65 Zaubersprüche aus verschiedenen Magiearten – und zwei Features, die den Spielfluss erheblich beschleunigen: Man kann sich für immer wiederkehrende Folgen von Tastaturkommandos (bis zu zehn) eigene Makros erstellen, die anschliessend einfach mit den Funktionstasten aufgerufen werden. Ausserdem darf man hier Block und Bleistift beruhigt zur Seite legen, denn die Automapping-Funktion besdorgt das Kartenzeichnen besser und schneller.

Die Präsentation hat sich gegenüber der C 64 – bzw. de PC-Version deutlich verbessert: Die extra neu gezeichneten Bilder haben jetzt 32 Farben, was besonders bei den Gegnern einen sichtbaren Unterschied macht. Der Sound hat sogar noch stärker zugelegt, die (Stereo-) Musikuntermalung ist oberstes Amiga-Niveau. Die Steuerung klappt sowohl mit der Maus als auch mit dem Keyboard vorzüglich. Lobenswerterweise wird auch kaum nachgeladen, dafür müssen die zwei Disks öfters mal gewechselt werden, sofern kein Zweitlaufwerk vorhanden ist. Also eine gute Umsetzung dieses ausgezeichneten Rollenspiels – man sollte allerdings schon einige Erfahrungen mit „Bard's Tale" gesammelt haben, sonst wird's happig! (mm)

Amiga Joker, March 1991, p.69

Der Amiga Joker meint:
"Das Warten auf Dragon Wars hat sich wirklich gelohnt!!"

Amiga Joker
Dragon Wars
Grafik: 80%
Sound: 82%
Handhabung: 85%
Spielidee: 77%
Dauerspaß: 89%
Preis/Leistung: 85%

Red. Urteil: 87%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca 74,- DM
Hersteller: Interplay/Electronic Arts
Bezug: Frank Heidak

Spezialität: Spiel und Anleitung in (dürftigen) deutsch. Charaktere aus der „Bard's Tale"-Reihe können („nackt") übernommen werden.



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Interplay/Electronic Arts, Amiga £29.99

Dragon Wars After what seems like ages Interplay have produced a new RPG for the Amiga. Dragon Wars (C64 version: 90%, Issue 58) supports characters from the Bard's Tale series, and so it should because you could have called this game Bard's Tale 4 and nobody would have raised an eyebrow.

You and your party are off to find Dilmun, a legendary city. You know the sort of thing – pavements paved with gold, buses run on time, etc. However, after being shipwrecked you are imprisoned on suspicion of spellcasting, a habit which has been recently outlawed by the dastardly King Drake. You begin the game in Purgatory from which you must escape.

Interplay have taken the Bard's Tale system and upgraded selected elements in an effort to update it. The most important (but probably the most invisible) change is the introduction of an intricate plot.
Interplay's Brian Fargo once told me that you could fully describe Bard's Tale 1 in about ten seconds (he did so as well!). Dragon Wars introduces a much better 'story, utilising more character interaction, strange clues and so on. The manual contains paragraphs which you are directed to by the program at certain points in the story.

The combat is improved with quite complex choices on ranged combat, type of attack and defence. Spells have been extended to include more spell categories. You have no need to learn a massive spellbook, though. In order to be a wizard you select from one of four different types of magic: High, Low, Sun and Druid. Indeed, the spells must be learnt by finding scrolls with the spell inscribed on them. Furthermore, in order to cast certain spells, you must decide how many points of power to put into them. Therefore, the game includes much more resource management than most fantasy games. It means that even the lowest spell never becomes obsolete. The stronger the magician gets, the mightier the spell has the potential of being.

Attributes have been redesigned by including skills (bandaging, etc) and knowledge of various lore, such as forest and mountain lore. There is also an excellent 3-D automapping option, one of the best I've ever seen.

The end product is an RPG which is far better balanced than the Bard's Tale series ever was. Even though the scenery looks a little false on occasion and the walls seem paper thin at times, the character animation is much improved. Graphics as a whole are very good with sound and spot effects enhancing the atmosphere. The minimalist reports (character stats, etc) do not, though. Couldn't anybody think up a more presentable report than black writing on a plain white background?
Nevertheless, Dragon Wars is an enjoyable romp, delivering a good helping of humour.

Zzap! Issue 71, March 1991, p.35

ATMOSPHERE
80%
PUZZLE FACTOR
85%
INTERACTION
82%
LASTABILITY
86%
OVERALL
85%