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Colorix logo Wer mittlerweile allein beim Wort "Steinchen-Knobelei" einen allergischen Hautausschlag bekommt, sollte vielleicht besser nicht weiterlesen. Obwohl Mac Softs Beitrag zum Thema durchaus seine Reize hat...

Colorix Zunächst sticht natürlich die Namensverwandschaft zu "Coloris” ins Auge, doch mit diesem Columns-Clone hat Colorix nichts zu tun – schon eher mit "Tangram" oder "Lettrix". Wieder hat man ein digitales Puzzle vor Augen, dessen einzelne Steine mit der Maus rotiert werden können, um sie in die Vorlage einzufügen. Allerdings bringt die Formenvielfalt der Teilchen selbst den kühlsten Kopf zum Rauchen, darüberhinaus muß hier auch noch die Farbe zum Hintergrund passen.

Innerhalb des engen Zeitlimits den richtigen Klotz aus richtigen Plätzchen zu hieven, ist also schwierig – besonders, weil das bis zu 50 Stück pro Aufgabe sind, Freiraum meist Mangelware ist und einmal gesetzte Teile sich in unverrückbare Mauern verwandeln. Na, wenigstens kommen sie beim nächsten Versuch in gleicher Reihenfolge daher. Außerdem will ja nicht jeder Level zu vollen 100 Prozent gelöst sein, und es können maximal fünf falsch plazierte Steine (oder solche, die man nicht innerhalb der Zug-Zeit unterbringt) weggespringt werden. Insgesamt 100 Spielfelder darf man so beharken, nach jedem zehnten steht eine Bonusrunde am Programm.

Zwar sorgt der Zwei-Spieler-Modus für Abwechslung, einen Schönheitspreis hat sich Colorix aber nicht verdient. Grafik auf gehobenem PD-Niveau und ständig dasselbe Musik-Gedüdel sind halt selbst im anspruchslosen Grübel-Genre nicht mehr State of the Art – genau wie das reichlich abgedroschene Spielprinzip. (rl)

Amiga Joker, April 1992, p.88

Amiga Joker
Colorix
Grafik: 27%
Sound: 36%
Handhabung: 71%
Spielidee: 38%
Dauerspaß: 42%
Preis/Leistung: 44%

Red. Urteil: 40%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca. 69,- DM
Hersteller: Mac Soft
Genre: Strategie

Spezialität: Kick 2.0- und HD-tauglich, Pausefunktion, Paßwortsystem zur Levelanwahl.