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Stellt Euch ein Karatespiel vor, bei dem die Gegner unsterblich sind, sich für jeden Treffer hundertfach revanchieren und nichts anderes im Sinn haben, als den Spieler vom Erreichen des zweiten Levels abzuhalten. Klingt verlockend, was?

Cobra Ganz so schlimm wie in diesem Horrorszenario geht es bei Cobra nicht zu - aber fast! In der ersten Stage sieht man einen alten Mann, der auf einer Brücke steht und wie verrückt mit Bumerangs nach dem Spielersprite wirft. Dass jede Berührung mit den Dingern Lebensenergie kostet, ist klar. Dass es aber nahezu unmöglich ist, ihnen vernünftig auszuweichen, verleiht dem Game jenen ganz speziellen Reiz, der selbst dem unerschrockensten Schwarzgurt-Träger die Tränen in die Augen trieben kann...

Wer den tollwütigen Rentner dennoch bezwingt, landet wieder auf einer Brücke, allerdings in einem Bonuslevel. Hier wird nicht gekämpft, stattdessen muss sich der Held fleißig bücken und so viele fliegende Fische wie möglich einfangen. Das klingt so einfach und ist trotzdem (wieder) so unglaublich schwer, dass man schon deshalb zum Vegetarier werden könnte. Man muss nämlich innerhalb eines viel zu knapp bemessenen Zeitlimits eine bestimmte Zahl der Flossentiere erwischen, sonst darf man wieder ganz von vorne anfangen!

Die übrigen Abschnitte bieten zwar andere Gegner, wie Punks und eine Domina mit Peitsche, aber in Sachen (Un-) Spielbarkeit sind sie sich alle einig. Wir waren uns auch einig: Trotz zufriedenstellender Grafik, solidem Sound, vielfältiger Schlagtechniken (Fausthieb, Fußfeger, Grätschsprung, etc.) und dem sehr respektablen Preis ist Cobra kein Sieger! Schon 'ne ausgewachsene Landplage... (C. Borgmeier)

Amiga Joker, November 1991, p.82

Amiga Joker
Cobra
Grafik: 52%
Sound: 55%
Handhabung: 50%
Spielidee: 24%
Dauerspaß: 27%
Preis/Leistung: 36%

Red. Urteil: 29%
Für Experten
Preis: ca. 29,- DM
Hersteller: Bytec
Genre: Sport

Spezialität: Zwei-Spieler-Modus (hintereinander). Highscores werden gesaved.