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Haltet die Screens sauber!

Captain Planet and the Planeteers logo

Lang, lang ist es her, da ersann Micro Style das erste umweltverträgliche Actiongame: „Rainbow Warrior“. Jetzt ist auch Mindscape auf den Öko-Trichter gekommen...

Captain Planet and the Planeteers Die Anleitung ist auf Recyclingpapier gedruckt und gibt Tips zum Umweltschutz, auch die eigentliche Plattform-Action (samt ein paar Puzzle-Elementen) steht ganz im Zeichen des Regenwaldes und bedrohter Tierarten.

In den ersten fünf Leveln tritt jeweils eine andere Hauptfigur auf und löst ein Ökoproblem: Da gibt es z.B. den südamerikanischen Teenager, der durch die darbende Amazonas-Botanik läuft und Herzen „verschießt“. Trifft so ein Herzchen eine der (scheinbar) toten Pflanzen, fängt diese zu wachen an und wächst auch nach jedem erneuten Treffer beständig in die Höhe. Das kommt dem Knaben gerade recht, denn so kann auch er immer weiter nach oben klettern. Irgendwann trifft er dabei auf eine gefangene Elefantenherde, und sobald die armen Tiere befreit sind, wäre auch der Level geschafft. Das wiederholt sich dann noch viermal mit wechselnden Hauptdarstellern und Problemen (z.B. verschmütztes Meer, gefangene Delphine), bis es im sechsten Abschnitt zum großen Duell Held vs. Umweltsünder kommt.

Captain Planet ist ein abwechslungsreich gestalteter Geschicklichkeitstest mit durchaus putzigen Ideen, wie etwa Schmutzwasserspuckende Blecheimer als Gegner. Der Sound (Musik & FX) klingt hervorragend, die Grafik wirkt dafür ein wenig karg, außerdem ruckelt das multidirektionale Scrolling leicht. Aber was macht das schon bei soo viel Umweltbewußtsein... (C. Borgmeier)

Amiga Joker, December 1991, p.46

Amiga Joker
Captain Planet
Grafik: 55%
Sound: 80%
Handhabung: 63%
Spielidee: 65%
Dauerspaß: 67%
Preis/Leistung: 60%

Red. Urteil: 64%
Für Anfänger
Preis: ca. 84,- DM
Hersteller: Mindscape
Genre: Geschicklichkeit

Spezialität: Trotz des lobenswerten thematischen Ansatzes bleibt ein mulmiges Gefühl – die Sache riecht ein bißchen nach PR-Gag.