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Das alte Vorurteil, daß man es nur entweder in den Beinen oder im Kopf haben kann, scheint zumindest auf die Jungs von Loriciel zuzutreffen: Ihre aktuelle Kopfnuß ist lange nicht so ein Knüller, wie das beinharte "Panza Kick Boxing" einer war...

Booly Man stelle sich viele bunte Quadrate vor, die durch kleine Pfeile auf höchst komplizierte Weise miteinander verbunden sind. Klickt man sie mit der Maus an, drehen sie sich um und zeigen dem Spieler ihre (anders gefärbte) Rückseite. Die Aufgabe besteht nun darin, gerade soviele der Platten umzudrehen, daß letzten Endes alle dieselbe (vorgeschriebene) Farbe haben. Erschwert wird das Unterfangen durch besagte Pfeile: sie leiten den "Drehimpuls" nämlich an die Nachbarquadrate weiter, so daß meist nur ein Lösungsweg zum Ziel führt. Hinzu kommt, daß die verhängnisvollen Pfeile normalerweise unsichtbar sind, nur gleichzeitiges Drücken beider Maustasten kann sie zum Vorschein bringen.

Nach je drei Runden trifft man dann auf einen "Challenge-Level", bei dem die Plättchen sogar drei verschiedene Farben annehmen können – nur wer auch hier erfolgreich dreht und wendet, bekommt ein Paßwort, um demnächst nicht wieder bei Adam und Eva anfangen zu müssen.

In Sachen Präsentation hat Booly nichts Umwerfendes zu bieten, immerhin dürfen anstatt der Quadrate zeitweise auch Teufel in Engelchen "verdreht" werden, oder Ähnliches. Daß man die diversen Hintergründe dabei auch ständig rauf und runter scrollen lassen kann, ist ein eher überflüssiger Gag; genau wie die vier anwählbaren Musikstücke. Bleibt das Spielprinzip, und da ist Booly mehr eine Geduldsprobe denn ein echter Süchtigmacher. (C. Borgmeier)

Amiga Joker, September 1991, p.40

Amiga Joker
Booly
Grafik: 51%
Sound: 62%
Handhabung: 72%
Spielidee: 56%
Dauerspaß: 55%
Preis/Leistung: 48%

Red. Urteil: 54%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca 89,- dm
Hersteller: Loriciel
Genre: Strategie

Spezialität: Zwei-Spieler-Modus (hintereinander), Level-Editor, Save-Option.