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Verrat und Treuebruch, Meuchelmord, Lügen und Intrigen – lauter nette Sachen gibst es hier! Nur mit Fairplay wird man bei diesem Strategiegame der beinharten Sorte nicht weit kommen…

Betrayal Ein mittelalterliches Königreich liefert das Hintergrundszenario: König und Bischof teilen sich brüderlich die Macht im Staat. Diesen Zustand zu änderen, ist das oberste Ziel von vier edlen Rittern – die natürlich nicht mit – sondern gegeneinander um die Herrschaft ringen. Grundsätzlich bestehen drei Möglichkeiten, den noblen Vorsatz in die Tat umzusetzen. Da wäre als erstes der militärische Weg: Man kann versuchen, mit seiner Armee strategisch wichtige Orte zu besetzen, sich mit den Kollegen keilen, etc.. Oder man probiert es auf die „ökonomische" Tour und beutet die leidgeplagten Untertanen mit Zöllen, Abgaben und Steuern aus. Schliesslich gibt es noch die politische Variante, bei der es vornehmlich darum geht, sich bei König und Bischof beliebt machen – durch Bestechung, Rufmord, Spionage und dergleichen unsaubere Mittel mehr.

Das ist aber erst ein Bruchteil dessen, was sich hier so alles veranstalten lässt. Man kann beispielsweise unliebsame Konkurrenten gefangennehmen, Attentate verüben, Dörfer besuchen oder selbst ins Exil verbannt werden. Und dann erst die vielen Gewissenentscheidungen: Soll man die mühsam erpressten Abgaben jetzt wirklich dem nimmersatten König in den Rachen werfen? Oder wäre es nicht höchste Zeit, mal an die Einführung einer schnuckeligen Privatzsteuer zu denken? Oder…? Aber nicht nur Strategie und Taktik sind gefragt, in verschiedenen Actionsequenzen darf man auch seine Geschicklichkeit beim Umgang mit dem Joystick unter Beweis stellen. Wer dazu keine Lust hat, überlässt diesen Teil halt einfach dem Computer und sieht sich das Spektakel gemütlich am Monitor an (oder schaltet die Actionszenen ganz ab und lässt sich nur das Ergebnis mitteilen).

Betrayal ist ein äusserst vielseitiges Game, streckenweise fühlt man sich an „Defender of the Crown" erinnert, zum Teil auch an „Powermonger", und bei den Actionabschnitten an den (indizierten) Vorläufer von „Barbarian 2". Gespielt wird mit Joystick und Tastatur (F-Tasten), die Maus ist (leider) arbeitslos. Der Schwierigkeitsgrad kann nahezu grenzenlos variiert werden und ist für jeden Spieler getrennt einstellbar, wodurch man für Anfanger und erfahrene Strategen gleiche Voraussetzungen schaffen kann. Die Grafik bietet nichts Spektakuläres, ist aber deutlich besser als bei den meisten Strategiespielen. Soundtechnsich werden eine sehr atmosphärische Musik und ein paar hübsche Effekte geboten. Negativ fallen eigentlich bloss einige Umständlichkeiten bei der Handhabung auf, ansonsten trübt kein Mangel das sonnige Bild.
Besonders bei mehreren Mitspielern macht Betrayal einen Höllenspass, da man miteinander, gegeneinander oder auch im wechselnden Bündnissen antreten kann. Erstklassige Strategiekost also, die wirklich nur wärmstens zu empfehlen ist! (mm)

Amiga Joker, January 1991, p.16

Der Amiga Joker meint:
"Betrayal ist vielseitig und einfallsreich – ein Strategiegame, wie es leider viel zu wenige gibt!"

Amiga Joker
Betrayal
Grafik: 72%
Sound: 63%
Handhabung: 74%
Spielidee: 87%
Dauerspaß: 84%
Preis/Leistung: 75%

Red. Urteil: 83%
Für Fortgeschrittene
Preis: ca 99,- DM
Hersteller: Rainbird/Microprose
Hersteller: Rushware

Spezialität: Das Spiel und die 100-seitige Anleitung sind in (anspruchsvollgem) English. Gespeichert wird auf einer Extradisk.



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Rainbird, Amiga £29.99

Betrayal The West Marches is ruled by a duopoly. The King and Bishop each has a court filled by courtiers presented by the knights of the land - you are one of them. Now, courtiers hold great influence as all matters of State are put to a vote in the respective Courts. If, by some chance or design, one of the knights could have more courtiers in each Court than any other then that knight would gain a majority. A chance to seize power and depose both Bishop and King would then present itself, replacing them with a suitable puppet ruler. If both Courts are so ruled then that knight is declared the winner. This is your task.

In Betrayal, four knights battle it out: managing estates, collecting taxes, creating armies, declaring war on a regular basis, spying and other noble acts. After a difficulty level has been decided upon in addition to other game options, you must travel to different villages. Villages supply taxes, wheat (the harvest of which you must personally initiate), pottery to sell and militias (for defence and for your army). A self-sufficient village is your aim, otherwise you'll have to finance it out of your own pocket. You'll also have to watch out for your popularity which, if it falls below a specified level, will result in rebellion.

At Court you must have at least 13 courtiers to overthrow the King or Bishop. To gain courtiers you must pay regular taxes, assassinate other courtiers, accuse them of treason and so on.
When travelling you will see your knight on horseback, traversing the countryside between villages. During this time he can find cash lying around on the floor and be mugged by... er, muggers. Combat is a simple arcade beat-'em-up viewed side-on.
Actually it is in the combat area that the whole game falls down. Here we have a game which promotes quite a bit of depth in its gameplay. Intrigue, assassinations, treason, economics etc, all combine to make a promising game. Then the combat comes along and spoils it. The combat is far too simplistic and lacking in any skill or judgement to be of any use to anybody. It reduces the game to a lottery. Frustrating, as combat is an important area of the game. What a shame.

Zzap! Issue 70, February 1991, pp.47-48

Presentation
77%
Graphics
80%
Sound
74%
Hookability
68%
Lastability
65%
Overall
70%