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Bane of the Cosmic Forge logo

Die Jungs von Sir-tech haben ihr Herz für abenteuerlustige Amigianer entdeckt und in Windeseile ihr neues PC-Rollenspiel umgesetzt. Ma ja sein, dass dabei die Grafik etwas zu kurz gekommen ist, aber mit der Nachtruhe dürfte es vorerst trotzdem vorbei sein…

Bane of the Cosmic Forge Im sechsten Teil der hierzulande relativ unbekannten „Wizardry"-Serie gilt es, eine Art magischen Bleistift aufzutreiben – den „Cosmic Forge". Alles, was mit diesem Gerät niedergeschrieben wird, geschieht auch in Wirklichkeit! Was liegt näher, als sich in den verlassenen Adelssitz zu wagen, in dem das Teil vermutet wird? Zunächst muss man aber eine sechsköpfige Party zusammenstellen: Elf Rassen stehen zur Auswahl, die 14 verschiedene Berufe erlernen können. Die Charakterwerte verteilen sich fest nach Rasse, Geschlecht und Beruf; meist hat man aber noch ein paar Bonuspunkte zur verfügung. Im nächsten Zug werden Skill Points für besondere Fertigkeiten vergeben. Die magische Zunft (Alchemist, Mage, Priest und Psionic) hat pro Zauberkünstler anfänglich zwei einfache Sprüche zur Wahl, im Spielverlauf können bis zu 77 weitere erlernt werden, die sich in sechs Bereiche unterteilen. Übrigens können fast alle Charaktere ein bisschen zaubern, und selbstverständlich kostet jede Anwendung eine bestimmte Menge an magischer Kraft.

Amiga Joker Hit Das Spiel beginnt im Erdgeschoss des verruchten Gemäuers. Man kann sich über die zahlreichen Treppen nach oben und unten vorarbeiten. Gesteuert werden die Mannen (manchmal etwas umständlich) per Maus und Menüs, die Tastatur kommt nur selten zum Einsatz. Das Abenteuer wird in einem relativ grossen Sichtfenster präsentiert, am oberen Screenrand gibt es noch einige Icons, die je nach dem erreichten Fortschritt aktiviert werden (z.B. ein Kompass). Trifft man auf ein paar der zahlreich vorhandenen Monster, wird nach dem „Bard's Tale" Prinzip gekämpft, allerdings ausgefeilter und komplexer. Erschlagene Feinde bringen Gold und Erfahrung, begegnet die Party einem Non-Player-Charakter (NPC), geht aber Reden vor Kämpfen. Und wenn z.B. ein Tür geöffnet werden soll, steht sogar ein kleiner Geschicklichkeitstest am Programm!

Da man ständig durch 3D-Dungeons stolpert, erinnert die Grafik natürlich an „Dungeon Master" nur leider wurde sie original vom PC (EGA) rübergezogen – trotz der (rückelig) animierten Monster darf man also keine Offenbarungen erwarten. Auch die Sound-FX sind kaum der Rede wert, und dennoch erzeugt das Game eine unheimlich fesselnde Atmosphäre! Vielleicht liegt's ja an den stimmungsvollen Screentexten? Allerdings wird dem Spieler hier einiges an Englisch-kenntnissen abverlangt, mit dem dicken (ebenfalls englischen) Handbuch tut man sich gottlob etwas leichter. Wer die Geduld aufbringt, sich in ein komplexes Programm einzuarbeiten, findet in Bane of the Cosmic Forge ein rundum fesselndes Rollenspiel mit vielen harten Rätselnüssen. Dass man auch noch den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen darf, macht den Hit perfekt!
(jn)

Amiga Joker, April 1991, p.72

Der Amiga Joker meint:
"Bane of the Cosmic Forge garantiert schlaflose nachte!"

Amiga Joker
Bane of the Cosmic Forge
Grafik: 61%
Sound: 33%
Handhabung: 69%
Spielidee: 79%
Dauerspass: 88%
Preis/Leistung: 75%

Red. Urteil:
Für Fortgeschrittene
85%
Preis: ca 109,- DM
Hersteller: Sir-Tech
Bezug: Frank Heidak

Spezialität: 5 disketten, kein Kopierschutz, auf Harddisk installierbar, 1 MB erforderlich. Mitgelieferte Charakterkarten, um Merkmale und Partymitglieder zu notieren.